accessibility__skip_menu__jump_to_main

Volltext: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 25 (1897)

VMakassar-Strafse. Borneo-Bank und Lima-: oder Siri-Inseln. 
361 
die 10,8 m (6 vm) und 11,7 m (6'/2'vm) unter Wasser liegen. ‘ Doch ist die Grenze 
der Sichtbarkeit von Pamelika bald erreicht. Für die nord- und südwärts be- 
stimmten Fahrzeuge sei bemerkt, dafs östlich der Linie Osthuk Sibaru—Osthuk 
Saleria oder Osthuk Pamelika—Osthuk Pamatawa, soweit als die Sichtbarkeit 
dieser Inseln reicht, keine Gefahr im Norden der Lima-Gruppe gefunden wurde, 
Uebrigens muf man auf die Farbenänderung des Wassers, die hier bereits bei Tiefen 
von 9 m (5 vm) wahrgenommen wird, achten und, falls man eine gute Karte hat, 
nach Peilungen steuern, Den von Osten kommenden Schiffen giebt das Loth im 
Allgemeinen keine Warnung vor der Nähe von Untiefen, wohl aber den von 
Westen kommenden. 
Winde, Strömungen und Gezeiten. 
Bei der Beurtheilung des Werthes der nachstehenden Aufzeichnungen ist 
zu beachten, dafs sich das Vermessungsfahrzeug „Banda“ während der Unter- 
suchung der Borneo-Bank 1895/96 selten längere Zeit auf ein und demselben 
Orte aufhielt, und dafs die Arbeit mehrmals eine längere Unterbrechung erfuhr. 
Es konnten daher auch keine ununterbrochen fortlaufende Beobachtungsreihen 
für jeden Ort erhalten werden. Im nördlichen Abschnitte des untersuchten Thoiles 
der Borneo-Bank war die „Banda“, aufser drei Wochen im Juli 1895, während 
des Westmonsuns, im südlichen Abschnitte während des Ostmonsuns und .in der 
Nähe der Lima-Inseln drei Wochen während der Kenterungszeit (November 1896). 
Zur Ermittelung der herrschenden Windrichtung in den erwähnten Theilen 
der Borneo-Bank wurden die Beobachtungen nach den vier Hauptstrichen in 
Rubriken geordnet, wobei die Hälfte der auf die Hauptzwischenstriche fallenden 
Beobachtungen bei jeder in Rechnung gebracht wurden. Diese Bearbeitung der 
Beobachtungen kann also nur als eine in Bausch und Bogen ausgeführte betrachtet 
werden, giebt aber dennoch ein Resultat, das eine ziemlich richtige Vorstellung 
von der Wirklichkeit gewährt. 
a. Nördlicher Theil bis Lari Larian. 
Windrichtung in Procenten’ 
Nord West Süd Ost Stillen Bemerkungen. 
63 14 10.6 7 1362 Beobachtungen (Westmonsun). 
Aus dieser Zusammenstellung ist ersichtlich, dafs die Hauptrichtung des 
Windes während des Westmonsuns eine nördliche war. (Die Beobachtungen 
wurden vornehmlich in den Monaten Januar, Februar und März gemacht.) 
Vertheilt man die Beobachtungen in mehr Rubriken und bringt die Kom- 
ponenten gesondert in Rechnung, so ergiebt sich, dafs der Wind öfter westlich 
von Nord als östlich davon war. Ebenso war er öfter westlich von Süd als öst- 
lich davon. 
Harte Böen kamen gewöhnlich aus westnordwestlicher Richtung, doch 
waren sie im Allgemeinen von kurzer Dauer. Die Stärke des nördlichen Windes 
war 4 bis 5 (Beauforts Skala). Ein Einfluß der grofsen Inseln Borneo und 
Celebes auf die Richtung des Windes, der sich als Landwind äufsert, wurde 
nicht wahrgenommen. 
In der ersten Hälfte des Juli war das Wetter veränderlich und Stillen 
häufig. Es kamen einzelne Böen aus Westen vor. Nach dem 18. Juli 1895 stand 
der Ostmonsun kräftig durch. 
b. Südlicher Theil von Lari Larian bis zu den Laurel-Riffen, 
Windrichtung in Procenten. 
Nord West Süd Ost Stillen Bemerkungen. 
4 2 66 22 . 6 ‚666 Beobachtungen, vornehmlich in den Monaten Juni, Juli und 
August (Ostmonsun). 
e. Von den Laurel-Riffen bis zu den Lima-Inseln. 
Windrichtung in Procenten, 
Ost Stillen -. : Bemerkungen. 
41 1. Mai, Juli und Oktober (Ostmonsun). 
Nord West Süd 
05 565 
Ann, d, Hydr. etfo., 1897, Hoft VII.
	        
Waiting...

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzerin, sehr geehrter Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.