Makassar-Strafßse, Borneo-Bank und Lima- oder Siri-Inseln,
357
and seine Nordwestspitze ist nur 150 m hreit. Auf dem Riffrande fehlt theil-
weise der steinige Rücken, und da der trockenfallende Theil des Riffs weniger
steil abfällt, finden sich hier während des Südwestmonsuns passende Ankerplätze.
Pamatawa, im Norden von Pamelika, durch einen reichlich 1200 m
breiten Kanal davon getrennt, liegt auf ungefähr 5° 1,4‘ S-Br und 117° 4,5' O-Lg.
Die Durchfahrt zwischen Pamatawa. und Saleria ist etwa 500 m breit. Pamatawa
hat die Gestalt. eines Dreiecks mit abgerundeten Ecken; seine Spitze liegt im
Norden, die Länge der Seiten beträgt 700 bis 800 m. Das trockenfallende
Küstenriff ist fast ebenso gestaltet wie die Insel. Mit Ausnahme der.Westspitze,
wo es sich bis zu einem Abstande von etwa 250 m vom trockenfallenden Theile
vorstreckt, fällt es steil ab. Seine Breite beträgt 500 bis 700 m. Westlich von
der Westspitze der Insel, etwa 600 m von ihr entfernt, hat der Riffrand eine
Kuppe, die mit hohem Gesträuch bewachsen ist.
Zwischen den Inseln sind, wie man aus dem Vorhergehenden ersieht,
tiefe Durchfahrten, an deren Seiten die trockenfallenden Küstenriffe - liegen.
Isolirt liegende Gefahren wurden in diesen Durchfahrten nicht angetroffen, aber
es läuft in ihnen. starker Strom in der Richtung der Riffränder, Die Wahl eines
Ankerplatzes hängt. zum grofsen Theile von dem herrschenden Monsun ab. Stein-
grund wird nirgends angetroffen; die Tiefen sind’ beträchtlich, aber ziemlich
regelmäßig... Im Allgemeinen kann man nur bei sehr günstigem Wetter an der
Luvseite landen. Besitzt man keine Lokalkenntniss, so ist es räthlich, Erkun-
digungen bei den Einwohnern einzuholen.
Oestlich von der Lima-Gruppe giebt es keine Gefahren, wohl aber im
Norden, Westen und Süden von derselben. Zwischen allen Untiefen, die hier
angetroffen werden, sind Passagen von 54 bis 72 m (30 bis 40 vm) Tiefe.. Die
Längsrichtung der Untiefen ist im Allgemeinen eine ost—westliche. Sie sind vor-
herrschend auf ihrer Ostseite am flachsten, und bei allen steigt die 36 m- (20 vm-)
Linie steil an.‘
Von Nord nach Süd genommen, sind es folgende:. ;
Die unter. dem Namen Laurel-Riffe (Batu Buntunga) bekannten Untiefen.
Sie liegen innerhalb des Randes der Borneo-Bank von NNO nach SSW in Ab-
ständen von 8 bis 3 Sm.
Das nördlichste dieser Riffe ist etwa 500m breit und von OSO nach
WNW 2000 m lang. . Als geringste Tiefe wurden 9,9 m (5'/a vm) auf demselben
gefunden. Seine Mitte liegt auf 4° 21,5‘ S-Br und 117° 8& O-Lg.
Ungefähr 2,4 Sm im Süden des vorigen ist eine Korallenklippe, auf der
die Tiefen sehr varliren, aber die geringsten nicht unter 10,8 m (6 vm) sind.
Ihre Mitte liegt auf 4° 24,2' S-Br und 117° 8“ O-Le.
Gut 1% Sm im Süden der vorhergehenden Untiefe ist die Westseite eines
Riffs, das eine Breite von 1300 m und von O0zS nach WzN eine Länge von
reichlich 3 Sm hat. Die geringste Tiefe, 5,4 m (3 vm), befindet sich in der Nähe
ihrer Ostseite, und auf ihrem westlichen Theile wurde 6,9 m (3°%4 vm) unter
Wasser eine zweite Kuppe gefunden, Die Mitte des Riffs liegt auf 4° 26,9' S-Br
und 117° 9' O-Lg.
Reichlich 2 Sm in SSW von der vorigen trifft man ein Korallenriff an,
auf dessen flachster Stelle 6,3 m (3'/» vm) Wasser sind. Es ist 1000 m breit
und von Ost nach West 3200 m lang. Seine Mitte liegt auf 4° 29,2‘ S-Br und
117° 7,6 O-Lg.
Das gefährlichste Riff der Laurels liegt südlich von dem zuletzt erwähnten
Riff und seine Mitte auf 4° 31,5‘ S-Br und 117° 7,5‘ O-Lg. Es ist 1500 m breit
und von 0zS nach WzN 2400 m lang. Die geringste Tiefe auf diesem Riff be-
findet sich in der Nähe seines Südrandes und beträgt nur 3,9 m (13 vt).
Ferner wurde 1,3 Sm WSW vom vorhergehenden ein Korallenriff, 1000 m
breit. und von Ost nach West 2300 m lang, auf 4° 32,3‘ S-Br. und 117° 5,4' O-Lg
(Mitte desselben) .mit 6,8 m (3% vm) geringster Tiefe aufgefunden. ;
Südlich von diesem, in 2 Sm Entfernung, liegt auf 4° 35,2‘ S-Br und 117°
5,7' O-Lg (Mitte desselben) ein Riff, das von 0SO nach WNW.3*/2 Sm lang ist
und an der Ostseite seine gröfste Breite mit 2500 m erreicht. Auf .diesem Riff
sind einzelne Stellen, vornehmlich in der Nähe des Randes, mit Tiefen von 9 m
(5 vm) und darunter. Eine Seemeile nördlich: von seiner Ostspitze befindet sich,
15 m (10 vm) unter Wasser, eine Klippe von geringem Umfange.