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Volltext: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 25 (1897)

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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, August 1897, 
südwestliche Versetzungen als Folge des rechts abschwenkenden Theiles der 
Strömung zu erwarten habe, kurzum, daß der Stromverlauf ungefähr dem des 
nördlichen Winters — hier wenigstens — ähnlich sei. 
Es zeigt sich aber nun, dafs die englische Specialdarstellung völlig mit der 
Darstellung der Seewarte übereinstimmt, dafs also — was bei den obwaltenden 
Winden allein naturgemäfs ist — in unserem Sommer zwischen den Galapagos 
und dem Festlande fast durchweg nördliche und östliche Strömungen vorhanden 
sind, die, mögen sie nun mit Rücksicht auf ihre Temperatur dem Südäquatorial- 
strom oder dem Gegenstrom zuzurechnen sein, später bei Punta Arenas in 
kräftige Nordwestversetzungen übergehen. Die Annahme einer Theilung des 
Gegenstromes vor der Küste scheint daher für diese Saison (man sehe die 
englischen Karten des Juni, August und Oktober) nicht statthaft zu sein, so dafs 
der deutsche Atlas das Richtige getroffen hat. Dafs zeitweise ganz lokale Süd- 
strömungen unter der Küste Columbiens (bei Tumaco etc.) als Neere auftreten, 
ist damit natürlich nicht ausgeschlossen und auch auf Tafel 4 des Atlas der See- 
warte angedeutet, Schott. 
Berichtigungen zu dem Aufsatze: „Eigenthümlichkeiten der ver- 
schiedenen Gezeitenwellen mit Bezug auf die holländische Küste,“ 
Annalen 1897, Seite 246 bis 252. 
Der Verfasser der Originalarbeit, von welcher obiger Artikel eine Ueber- 
setzung ist, Herr F L. Ortt, macht die Redaktion auf einige Irrthümer der 
Uebersetzung aufmerksam, welche derselbe berichtigt zu sehen wünscht. 
ii. Auf Seite 247, Zeile 18 bis 20, sind nach Herrn Ortt die Worte: 
„Diese Welle ist..... auch in der Hauptsache die Ursache des Unterschiedes 
der mittleren Wasserstände über das Jahr“ geeignet, Mifsverständnifs zu erzeugen. 
Gemeint ist die Verschiedenheit des Wasserstandes zu verschiedenen Tages- 
stunden, wie er sich im Mittel aus den Beobachtungen eines Jahres ergiebt. In 
der That ist dies auch im Original deutlich hervorgehoben, indem auf die Ver- 
schiedenheit des Wasserstandes (im Mittel eines Jahres) für die Stunden 8 Uhr 
und 2 Uhr exemplificirt wird, 
2. Auf Seite 252, Zeile 9 von unten, müssen nach Herrn Ortt die Worte: 
„d. b. der halben mittleren Fluthhöhe“ gestrichen werden, weil sie keine Definition 
des Begriffes des „mittleren Seestandes“ geben. Derselbe unterscheidet scharf 
zwischen dem „mittleren Seestand“, worunter der Wasserstand verstanden wird, 
welcher stattfindet, wenn alle Gezeitenwellen eliminirt sind, und der „halben 
mittleren Fluthhöhe“, worunter das Mittel aller Hoch- und Niedrigwasserstände 
im Laufe eines Jahres verstanden wird. Beide Niveaus fallen zusammen, wenn 
die Gezeit als reine Sinuskurve verläuft, sind aber nicht unbeträchtlich von- 
einander verschieden, wenn in der Gezeitenerscheinung Unregelmäfsigkeiten (wie 
z. B. doppeltes Hoch- oder Niedrigwasser u. dgl.) auftreten; so liegt z. B. zu 
Delfzyl das Niveau der halben mittleren Fluthhöhe 192 mm unter, in Brouwers- 
haven 152 mm über dem mittleren Seestande, welche Zahlen indessen keineswegs 
konstant sind. Den mittleren Seestand erhält man als Mittel von stündlichen Ab- 
lesungen eines Pegels im Laufe eines Jahres. Die Redaktion. 
Makassar-Strafse. Borneo-Bank und Lima- oder Siri-Inseln. © 
(Hierzu Tafel 11.) 
Das holländische Vermessungsfahrzeug „Banda“ berichtet im Anschluls an 
einen Bericht über die Balabalagan-Inseln („Mededeelingen“ No. 3/7 vom 1. Juni 
1896) Nachstehendes über die Borneo-Bank und die Lima-Inseln: 
1) „‚Mededeelingen op Zeevaartkundig Gebied over Nederlandsch Oonst-Indie“ No. 6/14. 
's Gravenhage, 1. Mai 1897.
	        
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