348 Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, August 1897.
Felseninselchen, die Insel Anglesea, die gefahrvolle Menai - Strafse zwischen ihr
und dem Festlande und dies selbst bis zum Flüfschen Conway.
Kapitel V ist hauptsächlich dem zweitgröfsten Hafenplatz des Vereinigten
Königreiches, Liverpool, seinen Zufahrten, Docks und sonstigen Einrichtungen
gewidmet.
Die in Kapitel VI und VII behandelte Küstenstrecke bis zum Mull of
Galloway weist keine bedeutenden Hafenplätze, wohl aber tief ins Land reichende
Fluthbecken auf, wie die Morecambe-Bucht und den Firth of Solway; die Insel
Man, Kapitel VIIL, ist hier passend eingefügt.
In Kapitel IX, Vom Mull of Galloway bis zum Mull of Cantyre,
wurde der Weg der fortlaufenden Küstenbeschreibung verlassen, dies Gebiet viel-
mehr mit Rücksicht auf die Praxis dem Verlauf des Hauptschiffahrtsweges von der
Mündung der Clyde-Föhrde nach Glasgow folgend behandelt. Es wird also erst
die Ostseite der Föhrde bis zu der Verengung bei Fairy Head, dann bis eben-
dorthin die Westseite — die Südküste der Halbinsel Cantyre vom Mull of Cantyre
bis zum Campbellton Loch und die Süd- und Ostküste der Insel Arran — be-
schrieben. Hieran schliefst sich die innere Föhrde bis nach Glasgow, und den
Schlufs machen die nördlichen Meereseinschnitte mit ihren Verzweigungen, von
aufsen anfangend.
Auch Kapitel X, Vom Mull of Cantyre bis zur Nordwestspitze der
Insel Islay, wurde aus ähnlichen Gründen in folgender Reihenfolge behandelt:
Westküste der Halbinsel Cantyre bis einschliefslich Loch Killisport; die
West-, Süd- und Ostseite der Insel Islay mit dem Islay- Sund und der Ostküste
der Insel Jura, der Jura-Sund und die anliegenden Lochs.
Ein ausführliches Namenregister unterstützt wesentlich die Benutzung
des Buches.
Da die spärlichen Häfen der Westküsten Schottlands und Irlands für die
deutsche Seeschiffahrt kaum in Betracht kommen, so ist der deutsche Seemann
jetzt in den Stand gesetzt, die englischen Gewässer mit Hülfe deutscher Segel-
handbücher und, soweit der Kanal und die Westküste Englands und Schottlands
in Betracht kommt, auch mit deutschen Admiralitäts-Karten sicher zu befahren.
Meufs.
Monthly current charts for the Atlantic ocean.”
Dem Atlas der Strömungen im Indischen Ozean, welcher im November 1895
in gemeinsamer Arbeit von dem englischen hydrographischen und meteorologischen
Amt herausgegeben worden ist, schliefst sich das im März dieses Jahres ver-
öffentlichte, entsprechende Kartenwerk über die Oberflächenbewegungen des
Atlantischen Ozeans in engster Weise an, sowohl was das zu Grunde gelegte
Beobachtungsmaterial als auch die Art der Verarbeitung dieses Materials anlangt.
Die einleitenden Bemerkungen des Hydrographen der Admiralität, Herrn Admirals
Wharton, und die für die generelle Auffassung der Strömungen überhaupt be-
vechneten Notizen auf den Kartenblättern haben ganz dieselbe Fassung wieder
erhalten wie seiner Zeit diejenigen im Atlas der Indischen Strömungen; wir
verweisen daher auf die theilweise wörtliche Uebersetzung dieser auch den
deutschen Anschauungen durchaus entsprechenden Sätze, die auf Seite 36 bis 38
dieses Jahrganges der „Annalen etc.“ sich findet.
Ein charakteristischer Unterschied zwischen den Atlanten der zwei Ozeane
besteht darin, dafs für den Indischen Ozean die Veröffentlichung sämmltlicher
12 Monatskarten nothwendig erschien, während für den Atlantischen Ozean eine
Auswahl von sechs "Tafeln genügte; zur deutlichen Illustration des Umstandes,
daß im Atlantischen Meere die Strömungen eine sehr viel gröfsere Beharrlichkeit
oder viel geringere jahreszeitliche Veränderungen in der Richtung erkennen
lassen als dies in den Monsungegenden der indischen Gewässer durchweg der
Fall ist.
“ Vgl. „Monthly current charts for the Indian ocean“ in dieser Zeitschrift 1897, S. 36 d£.