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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 25 (1897)

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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Januar 1897, 
erreicht, sondern sich diesem asymptotisch nähert. Während die Abnahme in 
den ersten beiden Reisen 0,160 oder 9° beträgt, ist sie in den darauf folgenden 
sechs Reisen 0,046 == 2,6°, und in den letzten sechs Reisen nur 0,026 = 1,5°. 
Für die nächsten Jahre dürfte im Mittel keine gröfsere Aenderung als 1° zu 
erwarten sein, so dass P/i = — 0,110, oder auf die jetzige Lage des Magnets 
veducirt P/A4 = + 209 — 0,110 = + 0,099, als ein bei der Navigirung des Schiffes 
in Rechnung zu ziehender Werth angesehen werden kann, Daraus ergiebt sich 
für die Berechnung von % die Formel: 
B = — 0,070 tang J + 0,099 n 
oder direkt in Graden ausgedrückt 
BO 
40° tang I +5,7° | 
H 
Vergleicht‘ man die, die Abnahme des Magnetimus darstellende Kurve der 
Tafel I für dieselbe Ordinate mit den direkt aus den Beobachtungen erhaltenen 
Werthen, so ergeben sich, chronologisch geordnet, die folgenden Abweichungen, 
in Einheiten der dritten Decimale ausgedrückt, im Sinne Beobachtung — Kurve: 
9, 0, 0, 0, —6, — 13, — 16, +7, 0%, +24, +19, — 46, FB, +1, +8, — 19 
+7, +16, — 19, F2, — 13. +23, —21, +10, — 11. +30, +23, +22. 
220, +1. +2 +3 2, +3 AL — 2 — 19. 16 
Die mittlere Größe dieser Abweichungen beträgt nur + 0,012 = 0,7°, 
ein Werth, der als innerhalb der Grenzen der unvermeidlichen Beobachtungsfehler 
liegend angesehen werden kann, so dafs man wohl behaupten darf, dafs in der 
Längsschiffeskomponente die Abnahme des Magnetismus thatsächlich in regel- 
mäfsiger durch die Kurve dargestellter Weise erfolgt sein mufs. Die geringe 
Gröfßse des mittleren Fehlers läfst aber auch, wie sie die Sorgfältigkeit der 
Beobachtungen dokumentirt, darauf schließen, dafs die zur Ableitung der Deviation 
benutzten Mifsweisungen (Deklination der Magnetnadel), die den neuesten I1so- 
gonenkarten entnommen sind, auf der befahrenen Route jedenfalls innerhalb 
eines halben Grades richtig sein müssen. 
Diskussion des Koefficienten €. In der Formel für € 
= ; tang d + 8 H + 2 sec J sin 
larf für den Regelkompaß der „Phoenicia“ nach den bisher gemachten Erfahrungen 
bei in der Mitschiffslinie frei von allen einzelnen KEisenmassen aufgestellten 
Kompassen der Induktionskoefficient f/4 unbedenklich = 0 gesetzt werden. Es 
handelt sich demnach nur um die Ermittelung von Q/i und v'/i. 
Aus den schon bei der Niskussion des Koefficienten © angegebenen 
Gründen mufsten zur Bestimmung dieser Gröfsen die Beobachtungen der ersten 
beiden Reisen ausgeschlossen werden. Aus den übrigen 22 Bestimmungen von € 
wurden in der bekannten Weise nach der Methode der kleinsten Quadrate die 
beiden Unbekannten berechnet, und ergab sich 
« = — 0,015 und 7 = + 0,008 
Die Vergleichung der mit diesen Gröfsen berechneten Werthe von © mit 
den beobachteten zeigte ebenso wie beim Koefficienten 5, dafs bis zur letzten 
Reise noch eine wenn auch geringe Aenderung, bezw, Abnahme bemerkbar war, 
da die Differenz: Beobachtung — Rechnung, in der ersten Hälfte vorwiegend ein 
positives, in der zweiten Hälfte vorwiegend ein negatives Vorzeichen ergab. 
Um näheren Aufschlufs über die Größe der Aenderung zu erhalten und 
zugleich den Kurskoefficienten, der seiner Natur nach nicht mit Sicherheit 
bestimmbar ist, so lange Q/2 noch als veränderlich angesehen werden muls, 
genauer festzustellen, wurden die Gleichungen in zwei Theile zerlegt, deren 
ersterer die Beobachtungen von der dritten bis zur siebenten Reise einschliefslich 
enthält und 10 Gleichungen ergiebt, während der letztere die übrigen Reisen 
amfafst und 12 Gleichungen enthält. 
Die Auflösung dieser Gleichungen ergab für die Unbekannten die folgen- 
den Werthe:
	        
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