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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 25 (1897)

316 Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Juli 1897. 
zinem und demselben Jahre die Verhältnisse auf den verschiedenen Theilen der 
besprochenen Eisgrenze manchmal durchaus verschieden. Wenn z. B. Island für 
lange Zeit im Norden und Osten von Eis blockirt ist, so ist damit nicht gesagt, dafs 
auf der Strecke Island — Spitzbergen viel Eis sein müsse; die Jahre 1887 und 
1888 können dafür als Beispiel dienen. Umgekehrt können ziemlich bedeutende 
Kismassen zwischen Jan Mayen und Island lagern, ohne doch Island selbst in 
Mitleidenschaft zu ziehen; so im Jahre 1883. 
{mmerhin wird als Regel gelten dürfen, dafs schwere KEisjahre auf der 
nördlichen Strecke sich auf Island ebenfalls geltend machen, wie die Jahre 1881 
und 1882 zeigen. 
Notizen, 
Ein Südlicht von ungewöhnlicher Schönheit wurde, wie „Nature“ 
berichtet, am 20. April d, J. in 471° S-Br auf der Reise vom Kap der guten 
Hoffnung nach Sydney vom Kapt. Hepworth, britischer Postdampfer „Aorangi“, 
beobachtet. Es erschien zunächst um 6" 30" p als zerstreutes Licht über dem 
südlichen Theil des Horizonts. Bald breiteten sich von hier leichte Blinke aus 
und zuckten in jeder Richtung aufwärts, an Länge und Helligkeit zunehmend, 
bis sie um 7* 30” p über den Himmel bis 30° nördlich vom Zenith reichten. Um 
83h 30” p bildete sich ein Bogen hellen grünen Lichtes, allmählich in Gelb über- 
gehend über dem südlichen Horizont und stieg schnell zu immer gröfserer Höhe 
auf. Ihm folgten in regelmäfsiger Folge ähnliche Bogen, bis schliefslich sechs 
solcher Bogen am Himmel sichtbar waren, deren Scheitelpunkte von 10° Höhe 
über dem südlichen bis 60° Höhe über dem nördlichen Horizont lagen. Sie 
wurden gebildet von vertikalen Lichtstreifen von 5° bis 20° Breite, welche grün 
und gelb am oberen Ende, rosig am Fufse waren. In der Folge veränderten 
sich ihre Formen, andere entstanden, doch blieb die Bogenform im Allgemeinen 
gewahrt. Um 9"p bildete sich um den Zenith ein Kreis, in welchem eine 
kreisende Bewegung beobachtet wurde, ebenso wie in den vorbeschriebenen 
Bildungen; alle bewegten sich nach Westen. Nach 9" 15”p war das Südlicht 
weniger hell, um bald darauf wieder stärker hervorzutreten, namentlich im nörd- 
lichen Halbkreis. Die Erscheinung dauerte bis 9"45”p, von 9*30”p an all- 
mählich absterbend. 
Eingänge von meteorologischen Tagebüchern bei der Deutschen 
Seewarte im Monat Juni 1897. 
Von Kauffahrteischiffen. 
a. Segelschiffe: 
l. Hamburger Vollschiff „Pera‘‘, Kapt. J. Neumann. Lizard—Talcahuano, 
31/10 1896—5/1 1897, 66 Tage. Talcahuano—Iquique, 5/2—16/2 1897, 11 Tage. 
[quique—Lizard, 26/2—17/5 1897, 80 Tage. 
2. Bremer Vollschiff „Louise“, Kapt. E. Loof. Lizard — Philadelphia, 
19/1—3/3 1897, 43 Tage. Philadelphia — Gibraltar, 25/3 —19/4 1897, 22 Tage. 
Cibraltar— Marseille, 19/4—26/4 1897, 7 Tage. 
3. Bremer Vollschiff ‚Helene‘, Kapt. L. Kohlsaat. Lizard- New York, 
18/12 1896 —. 5,2 1897, 49 Tage. Philadelphia — Gibraltar, 27/2 -— 29,3 1897, 
30 Tage. Gibraltar — Marseille, 29/3—11/4 1897, 13 Tage. 
4. Bremer Vollschiff „Klise“, Kapts. E. Backhaus und A. Weger. 
Fair Eiland — New York, 12/8 — 17,9 1896, 36 Tage. New York — Garonne- 
Mündung, 16/10 — 14/11 1896, 29 Tage. Garonne-Mündung— New York, 3/1— 
26/2 1897, 54 Tage. Philadelphia — Lizard, 7/4—7,5 1897, 30 Tage. 
5. Bremer Bark „Werra“, Kapt. J. Horstmann, Lizard — Allas-Strafse, 
25/5—21,9 1896, 119 Tage. Allas-Strafse— Surabaya, 21,9—25,9 1896, 4 Tage. 
Besuki— Bali-Straße, 28/10—3/11 1896, 6 Tage. Bali-Strafse — Ponta Delgada, 
Azoren, 3/11 1896-——6/3 1897, 123 Tage. Ponta Delgada— New York, 9/3—4/5 
1897, 56 Taye,
	        
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