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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 25 (1897)

Menufs: Segelhandbuch für den Stillen Ozean; 
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beweist, immer mehr Anklang. Für die Reise rund Kap Leeuwin ist es räthlich, 
im Sommer so nahe der australischen Küste zu bleiben, als es sich mit der 
Sicherheit verträgt. 
Die Reisedauer beträgt: 
a) auf der östlichen Route: 
von Newcastle (N. S. W.) nach Hongkong 39 bis 79 Tage, nach Singapore 
50 bis 64 Tage, nach Manila 44,5 bis 50 Tage; 
b) durch die Torres-Strafse: 
von Newcastle (N, S, W.) nach Surabaya sowie nach Singapore 34 bis 
38 Tage, nach Rangun 67 Tage; 
rund Kap Leeuwin: 
Nach Singapore 60,7 Tage, nach Rangun 57,0 Tage im Mittel. 
Rückreisen von China nach Australien wurden von deutschen 
Schiffen sehr selten und in letzter Zeit gar nicht mehr gemacht. Zur Zeit des 
Nordostmonsuns Ostasiens führt der Weg durch die China-See zur Sunda-Strafße, 
zur Zeit des Südwestmonsuns meistens östlich der Philippinen durch die Djilollo- 
und die Ombi-Strafse, ferner durch den Südostpassat des Indischen Ozeans und 
mit den westlichen Winden ostwärts.. Die kürzeste Reise von Futschau nach 
Melbourne nahm 72 Tage, die längste 85 Tage in Anspruch. 
_ Ein ausführliches Register erleichtert das Zurechtfinden in dem Segel. 
handbuch, dessen äufsere Ausstattung, klarer übersichtlicher Druck, der Verlags- 
handlung alle Ehre macht. . 
So gilt denn, wie aus dieser Inhaltsangabe hervorgeht, die sich nur auf 
Hervorhebung des Bemerkenswerthesten beschränken mufste, für das Segelhand- 
buch. des Stillen Ozeans das Goethesche Wort: 
„Wer Vieles bringt, wird Manchem etwas bringen!“ ; 
Möge das Segelhandbuch ein treuer Freund und ein nie versagender Be- 
rather unserer deutschen Seeleute werden! Möge es dazu beitragen, dafs die 
deutschen Schiffe sicher und schnell das Weltmeer durchfahren! 
Möge es befruchtend auf die Beobachtungsthätigkeit unserer deutschen 
Schiffsführer wirken, deren hohe nautische Bildung in diesem Werke so vielseitig 
zum Ausdruck kommt! - 
Einem Wunsch noch möchten wir Ausdruck geben. Der Inhalt des vor- 
liegenden Werkes baut sich zumeist auf den Beobachtungen auf, welche Führer 
deutscher Segelschiffe in treuer Mitarbeit und richtiger Erkenntnifs ihres praktischen 
Nutzens der Seewarte lieferten. Die Zahl der Segelschiffe verringert sich von 
Jahr zu Jahr, Dampfer drängen sich mehr und mehr auch in die Routen ein, 
welche der Segelschiffahrt allein noch gesichert schienen. Wenn in dem vor- 
liegenden Werk den Dampfern fast gar kein Platz eingeräumt werden konnte, 
so lag dies an dem Mangel an Berichten und Beobachtungen über die Dampfer- 
routen. Mögen die Führer der deutschen Ozeandampfer Sorge tragen, dafs in 
den Neuauflagen der Segelhandbücher der Seewarte, von denen die des Atlantischen 
Ozeans zur Zeit in Arbeit ist, die Dampfer die ihrer hohen Bedeutung im Welt- 
verkehr entsprechende Berücksichtigung finden können, Meufs, 
c) 
Bericht der Deutschen Seewarte über die Ergebnisse der 
magnetischen Beobachtungen in dem deutschen Küstengebiete 
und in den deutschen Schutzgebieten während des Jahres 1896. 
Die magnetischen Deklinationsbeobachtungen sind nach der für Wilhelms- 
haven ermittelten täglichen Periode auf das Tagesmittel reducirt worden, wenn 
es nicht ausdrücklich anders erwähnt wird, und darf wohl daran erinnert werden, 
dafs diese Periode für die Jahre 1886. 1887 und 1888 abgeleitet wurde. 
Hamburg. Die Störungen durch die elektrischen Bahnen im Kompals- 
Observatorium der Seewarte, von welchen schon im vorigen Jahresbericht die 
Rede war, steigerten. sich noch erheblich im Berichtsiahre. Genauere Unter-
	        
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