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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 25 (1897)

Annalen der Bydrographie und Maritimen Meteorologie, Juli 1897, 
die Linie zwischen 150° und 155° W-Lg, 10° S-Br in 170°—175° W-Lg und 
verläuft dann nordwestlich der Samoa- und der Fidji-Inseln, südöstlich von Neu- 
Kaledonien nach dem Bestimmungsort; die Segeldistanz beträgt rund 6500 Sın, 
sie ist nur efwa 100 Sm länger als der kürzeste Weg. 
Von Mitte November bis Ende April folgen die Schiffe der südlichen 
Route, schneiden den Aequator in 145°—150° W-Lg, setzen dann ihren Kurs 
in Sicht der Insel Niue (Savage) und steuern von, hier südlich der Tonga-Inseln 
zum Bestimmungshafen. 
Für die Schiffe, welche die Reise von Mitte November bis Mitte Februar 
antreten, wird empfohlen, von der Nordgrenze des Nordostpassates nahezu gerade- 
wegs zwischen den Marshall- und Gilbert-Inseln hindurch nach einem Schnittpunkt 
der Linie in etwa 169° O-Lg zu steuern, dann südlich durch das Fahr- 
wasser zwischen den Salomon- und den Santa Cruz-Inseln nach dem Ende des 
d’Entrecasteaux-Riffes im Nordwesten von Neu-Kaledonien und von hier nach 
dem Bestimmungsort. 
Die Reisedauer von San Francisco nach Sydney schwankt zwischen 53 
und 61 Tagen, es liegen im Ganzen nur 15 Berichte vor. 
15. Von Australien nach Ostasien und zurück. 
Als die wahrscheinlich zweckmäfsigsten Routen ergeben sich aus den an- 
gestellten Untersuchungen: 
a) Von Newcastle (N. S. W.) und Sydney 
l. nach China und den Philippinen 
von Anfang August bis Mitte April östliche Route, im Uebrigen durch 
die Torres-Strafe; 
2. nach Singapore 
von Mitte September bis Ende Februar östliche Route, im März rund 
Kap Leeuwin und durch die Sunda-Strafse, von Anfang April bis Mitte 
September durch die Torres-Strafse; 
3. nach Java und der Bay von Bengalen , 
von Mitte September bis Ende März rund Kap Leeuwin, im Uebrigen 
durch die Torres-Strafe., 
b) Von Melbourne (die Reiseziele folgen in derselben Reihenfolge 
wie zu a), 
nach 1. von Anfang August bis Ende März östliche Route, im Uebrigen, je 
nach der Windgelegenheit beim Reiseantritt, durch die Torres-Strafse 
oder rund Kap Leeuwin und durch die Lombok-Strafße; 
von Anfang November bis Mitte Februar rund Kap Leeuwin und durch 
die Malakka-Strafßse; 
von Anfang April bis Mitte September, je nach der Windgelegenheit, 
entweder durch die Torres-Strafße oder rund Kap Leeuwin; 
von Mitte Februar bis Ende März und von Mitte September bis 
Ende Oktober rund Kap Leeuwin und durch die Sunda-Strafßse; 
von Mitte September bis Ende März rund Kap Leeuwin, von Anfang 
April bis Mitte Dezember wie zu 2. (Singapore), nach der Bay von 
Bengalen stets rund Kap Leeuwin. 
c) Von Kap Borda (wie oben) 
nach 1. von Anfang September bis Ende März, je nach der Windgelegenheit 
beim Reiseantritt, entweder auf der östlichen Route oder rund Kap 
Leeuwin und dann entweder durch die Allas- und die Makassar-Strafse 
oder die Ombai- und die Djilolo-Strafse; im Uebrigen rund Kap Leeuwin 
und durch die Lombok-Straße; 
nach 2. und 3. stets rund Kap Leeuwin. 
Die östliche Route führt, nachdem die Schiffe gut frei von Land sind, 
westlich von Neu-Kaledonien zwischen dieser Insel und den Chesterfield- und 
Bampton-Riffen hindurch. Von d’Entrecasteaux-Riff dringen die Schiffe dann 
zwischen San Cristoval und den Santa Cruz-Inseln nach dem Aequator vor, den 
sie zwischen 159° und 165° O-Lg schneiden. Durch die östlichen Inseln der 
Carolinen-Gruppe und durch die Mitte der Marianen führt der Weg zum Bashie- 
oder dem Ballingtang-Kanal weiter. 
Ueber die Durchsegelung der Torres-Strafse sind mehrere Berichte gegeben; 
dieser Wer findet, wie der Bericht im letzten Heft dieser Annalen (VI, S. 267) 
2908 
nach 2.
	        
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