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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 25 (1897)

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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Juli 1897. 
dafs er nicht als zufällig angesehen werden kann; er erklärt sich auch aus den 
herrschenden Windverhältnissen. 
Nach Honolulu schwankt die mittlere Reisedauer vom Kanal zwischen 
124 und 136 Tagen; die kürzeste Reise wurde in 105 Tagen gemacht. Der 
Aequator ist auf diesen Reisen auch nicht östlicher zu schneiden, als es für die 
nach San Francisco empfohlen wird. 
Küstenbeschreibungen u. 8, w. werden nach Berichten deutscher Schiffsführer 
mitgetheilt über: San Diego (Kalifornien), San Pedro (Wilmington), San Francisco, 
Humboldt Bay, Portland (Oregon), Port Discovery und Port Townsend (Washington), 
Everett (Possession Sound, Admiralty Inlet), Port Blakely (Bainbrigde-Insel, Ad- 
miralty Inlet), Tacoma (Commencement Bay, Admiralty Inlet), Burrard Inlet (Bri- 
tisch Kolumbia), Vancouver und Port Moody am Burrard Inlet; und zum Schlufs 
die Reise S. M. S. „Alexandrine“, Korv.-Kapt. Schmidt, von Callao nach 
Honolulu. 
6. Von Centralamerika und Mexiko nach Kalifornien und Oregon 
und zurück. Für die Reisen von der Westküste Südamerikas nach einem Platze 
Nordwestamerikas gilt als Regel, dafs man mit dem Südostpassat, indem man im 
Striche frischester Briese die meiste Länge abläuft, den in den früheren Ab- 
schnitten bezeichneten Schnittpunkten des Aequators zusteuern und dann den 
weiteren Anweisungen für Reisen von Kap Horn folgen soll. 
Für die Reise von Panama nach Nordwestamerika wird empfohlen, nicht 
über den Aequator hinauszugehen, also eher nach SW als nach Süd aufzuarbeiten 
und den Aequatorialstrom zur Förderung der Reise auszunutzen. Auch für die 
Reisen von den nördlichen Häfen Kaliforniens nach Norden gilt es zunächst, mit 
dem nordwestlichen Küstenwinde südwest- bis westwärts in den Passat zu steuern; 
ebenso müssen die von San Francisco nordwärts bestimmten Schiffe aus dem 
Gebiet des Küstenwindes und der südlich setzenden Küstenströmung heraus- 
steuern, bis in etwa 131° bis 133° W-Lg, und dann mit den veränderlichen 
Winden ihren weiteren Weg machen. 
Versegelungen von Kalifornien nach Mexiko sind mit dem nordwest- 
lichen Küstenwinde leicht auszuführen, wenn man sich dem Land nahe genug 
hält. Diese Route ist auch für Reisen von Kalifornien nach Centralamerika die 
vortheilhafteste von Anfang Oktober bis Ende April. In den übrigen Monaten 
mufs man zunächst dem in 123° bis 122° W-Lg nach Süden führenden Weg nach 
Kap Horn folgen, bis man jenseits der äquatorialen Grenze des Nordostpassates 
südliche Winde trifft, mit denen man den Bestimmungsort ansteuert. 
Die „Norder“ vor dem Golf von Tehuantepec sind keine gute Gelegen- 
heit, da sie häufig sehr stürmisch sind und einen nach WNW 1,5 bis 2 Sm 
setzenden Strom hervorrufen. 
7. Vom Indischen Ozean und Australien nach den Südsee- 
Inseln. Mit Ausnahme der Hawali-Inseln und zeitweilig der Gesellschafts- 
Inseln gehen die Reisen von Europa um das Kap der guten Hoffnung. Der 
nach den westlichen Inseln der Südsee eingehaltene Weg fällt zum gröfsten Theil 
mit dem im Segelhandbuch für den Indischen Ozean behandelten Weg nach 
Australien zusammen; der in den Stillen Ozean fallende Theil der Reisen ist 
entsprechend den Reisezielen behandelt, und zwar zunächst die Reisen nach dem 
Bismarck-Archipel, die von deutschen Schiffen meist von Sydney angetreten 
werden. In der Zeit des Nordwestmonsuns ist die Reisedauer von hier nach 
Matupi bezw. Mioko im Durchschnitt 30 Tage, zur Zeit des Südostpassates 
20 Tage. 
Auf Reisen nach den Marshall-Inseln ist eine gut östliche Richtung 
einzuschlagen, besonders im südlichen Sommer, wo die westliche Strömung am 
stärksten ist. Nach den Inseln der Gilbert-Gruppe ist die Route entsprechend 
östlicher zu nehmen, 
Nach den Samoa-Inseln direkt von Europa bestimmte Schiffe sollten 
südlich von Tasmanien, oder besonders im Winter besser noch durch die Bafs- 
Strafse gehen und dann ihren Weg nördlich von Neuseeland nehmen. Treffen 
sie jedoch bei Tasmanien nordöstlichen Wind mit Anzeichen des Stehenbleibens, 
so thun sie besser, südlich der neuseeländischen Inseln zu gehen. Von der Nord- 
spitze Neuseelands bis zum Passat ist der Weg je nach der Jahreszeit ver- 
schieden. Wird die Reise von Sydney aus angetreten, so nchme man von
	        
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