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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 25 (1897)

Meufs: Segelhandbuch für den Stillen Ocean. 
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In den Abschnitten VOII, IX und X sind dann in übereinstimmender An- 
ordnung, knapp und klar, die tropischen Orkane der Südsee zwischen 
Australien und den Paumotu-Inseln, die Stürme des ostasiatischen 
Monsungebietes (Taifune) und die Stürme im mexikanischen Stillen- 
gebiet behandelt. Es werden zunächst die Windverhältnisse der betreffenden 
Meerestheile einer Besprechung unterworfen und ‚die Bedingungen des Vor- 
kommens von Orkanen beleuchtet. Die Häufigkeit ihres Auftretens ist in Tabellen 
bezw. Textfiguren übersichtlich zusammengestellt, desgleichen die Bahnen auf 
Tafel III, V und VI; die letzteren beiden Tafeln werden noch durch eine 
Textfigur ergänzt, welche auf einen Blick die mittleren monatlichen Grenzen der 
Hauptbahnrichtungen von Taifunen giebt. Es folgen die aus den Beobachtungen 
abgeleiteten Fortpflanzungsgeschwindigkeiten, das Verbalten des Barometers, 
die Dauer und die Ausdehnung der Orkane und die so überaus wichtige Peilung 
des Centrums. Das Auftreten von Orkanwellen bezw. Anstauungen in Flulfs- 
mündungen und engen Häfen und die von den stürmischen Winden verursachten 
Strömungen werden: erörtert, sowie einige besondere Beobachtungen angeführt. 
Den Schlufs bilden in kurzer Zusammenfassung die für die Praxis wichtigen 
Gesichtspunkte und Winke für das Manövriren, sobald man mit Sicherheit das 
Schiff im Bereich eines Wirbelsturmes vermuthen darf. - Hierbei ist besonderer 
Nachdruck darauf gelegt, die Dampfer davor zu warnen, im Vertrauen auf ihre 
Maschinenkraft einfach durchzuhalten, unbekümmert darum, ob sie in einen Orkan 
hineinfahren oder nicht. Ks dürfte bei diesem Anlafs auf die kürzlich durch die 
Zeitungen gehende Nachricht hinzuweisen sein, daß die japanischen Dampfer- 
gesellschaften jeden ihrer Kapitäne unnachsichtlich entlassen, der mit seinem 
Schiff in einem Taifun Havarie gehabt hat. Es wird auch für den stärksten 
Dampfer immer seemännisch richtiger sein, einem Orkan und den unberechen- 
baren durch ihn veranlafsten Strömungen selbst unter Zeitverlust aus dem Wege 
zu gehen, als durchhaltend sich unabsehbaren Folgen auszusetzen. Um. aber den 
richtigen Zeitpunkt ermessen zu können und ihn nicht zu verpassen, legen wir 
den Schiffsführern, welche in Orkangegenden fahren, das eingehendste Studium 
des betreffenden Abschnittes des Segelhandbuches dringend ans Herz. Das Ver- 
ständnifs des Wesens der Wirbelstürme wird wesentlich durch die jedem Abschnitt 
beigegebenen Tagebuchauszüge und namentlich durch die auf besonderen Tafeln, 
IV und VII, dazu gegebenen Figuren, welche den Verlauf des Orkans darstellen, 
gefördert. Leider ist durch ein bedauerliches Versehen die Tafel VI, auf welche 
im Abschnitt IX mehrfach Bezug genommen wird, ausgelassen, so dafs für die 
Taifune nur auf Tafel V und VI die Bahnen gegeben werden. Schliefslich 
bringt noch jeder dieser Abschnitte eine Zusammenstellung aller beobachteten und 
zur Bearbeitung benutzten Stürme bezw. die sonstigen Quellen, aus der wir 
ersehen, dafs für die Südsee 138 Orkane, für Ostasien 364 Taifune, von denen 
162 zur Ableitung der Bahnen benutzt werden konnten, und für den mexikanischen 
Stillengürtel 45 Stürme Verwendung fanden. 
In Abschnitt XI, die Stürme des aufsertropischen nördlichen 
Stillen Ozeans, ist eine von der früheren abweichende Behandlungsart ge- 
wählt worden, welche namentlich mit Rücksicht auf das im Verhältnifs zu der 
grofsen räumlichen Ausdehnung geringe Beobachtungsmaterial geboten schien. 
Ks ist. zunächst eine Uebersicht der Beispiele gegeben, welche, nach Monaten 
für den westlichen, den mittleren und den östlichen heil geordnet, die beob- 
achteten Stürme enthält. Lassen auf einem in irgend einem "heil des nördlichen 
aufsertropischen Stillen Ozeans befindlichen Schiffe die Wetteranzeichen auf 
Sturm schließen, so suche man in der Liste die in Frage kommenden Beispiele. 
Das unter der Liste befindliche Kärtchen giebt schnell Auskunft über die Anfangs- 
richtung des betreffenden Sturmes und die etwaige Windänderung während des- 
selben, so daß man durch Vergleichung mit der selbst beobachteten Wind- 
richtung sofort ein Bild über den voraussichtlichen Verlauf des Sturmes erhält. 
In einer Liste der 41 Beispiele ist dann noch eine Charakteristik der Stürme 
gegeben, deren Verlauf zum gröfsten Theil auf Tafel VIH dargestellt ist. Man 
hat also ein bequemes Nachschlagebuch. An die Beispiele sind dann noch Be- 
merkungen geknüpft und die besonderen Beobachtungen hervorgehoben. Schliefs- 
lich sind die allgemeinen Beobachtungen zusammengefafst und Folgerungen über 
das Vorkommen und Wesen der Stürme in diesem Meerestheil' und das Verhalten 
der Schiffe je nach ihrer Route gezogen.
	        
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