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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 25 (1897)

Meufs: Segelhandbuch für den Stillen Ozean. 
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frische südwestliche Winde von 3 bis 4 Tagen Dauer vor. Der Strom setzt in 
der Regel zwischen WNW und SW 0,5 Sm stündlich. 
Obgleich die Niedrigen oder Paumotu-Inseln ganz in der Zone des 
Südostpassates liegen, ist dieser doch nicht der vorherrschende Wind, nordöstliche 
Winde sind zu allen Zeiten häufiger hier als südöstliche. Orkane kommen vor. 
An der Westseite der Inseln herrscht schwere Brandung, eine Folge der Südwest- 
dünung des Ozeans. Die Meeresströmung zwischen den Inseln ist sehr unregel- 
mäfsig, bei anhaltendem Passat nach West, in der Regenzeit zeitweilig nach Ost. 
Es ist daher räthlich, die Inseln zu meiden, falls der Weg des Schiffes in deren 
Nähe vorüberführt. 
Soweit auch die Gesellschafts-Inseln, die Schiffer- oder Samoa- 
Inseln und die Phönix-Inseln räumlich auseinanderliegen, so sind doch ihre 
Windverhältnisse im Wesentlichen übereinstimmend. Von Mai bis August haben 
sie Südostpassat, Dezember bis März veränderliche östliche und nordöstliche 
aber oft auch Nordwestwinde. Die Gesellschafts-Inseln und die Phönix-Inseln 
haben in der Regenzeit bäufig Nordweststürme und Böen, auf den Samoa-Inseln 
kommen Orkane vor. Die Strömung ist bei den Gesellschafts- und Phönix-Inseln 
im Allgemeinen westlich, an der Nordküste von Upolu (Samoa-Inseln) setzt sie 
im Passat nach NW, in der Regenzeit ist sie veränderlich. An der Südküste 
dieser Insel setzt sie fast immer östlich, nahe der Nordwestküste Tutuilas 
nach NW. Beim Ostwärtskreuzen sollte man daher die Südseite der Inselgruppe 
halten, auch weil dort der Wind beständiger ist. 
Die Tonga-Inseln haben in der Trockenzeit, April bis November, ziem- 
lich beständigen Südostpassat, in der Regenzeit östliche bis nordöstliche Winde, 
im Februar und März treten hier Orkane auf, und zwar häufiger als bei den 
Samoa-Inseln. 
Bei den Fidji-Inseln wird der Passat vielfach abgelenkt, von April bis 
Oktober, der guten Jahreszeit, schwankt er zwischen SE und ENE, von Dezember 
bis März ist er am flauesten und durch nördliche Winde unterbrochen. Diese 
Zeit, die Regenzeit, bringt auch Orkane. Die Strömungen sind zum Theil vom 
Winde abhängig. 
Auf und in der Nähe der Tonga- und der Fidji-Inseln kommen Erd- und 
Seebeben vor. 
Auf Neukaledonien herrschen östliche Winde, die nur ausnahmsweise 
die Stetigkeit wirklichen Passats erlangen. Januar und Februar sind die Orkan- 
monate. Die Strömung setzt nach NW. innerhalb der Riffe wird sie durch die 
Durchfahrten beeinflußt. ; 
Das Klima der Neuen Hebriden ist sehr feucht, der Passat herrscht 
während der Trockenzeit, Juli bis Oktober einschliefslich. Während der Regen- 
zeit wehen veränderliche Winde aus Nord und Ost, dann sind auch Orkane zu 
erwarten. 
Im Bismarck-Archipel sind vollständig entwickelte Monsunverhältnisse 
vorhanden, von Anfang Mai bis Ende Oktober Südostmonsun (Passat), von Anfang 
Dezember bis Ende März Nordwestmonsun, April und November sind die Kenter- 
monate. Die hohen Inseln lenken häufig den Wind ab. Die Strömung setzt 
dem Winde entsprechend. 
Neuseeland liegt bereits in der grofsen überwiegend westlichen. Luft- 
strömung der gemäfsigten Zone. Es hat daher sehr veränderliche, zum Theil in 
ihrer Richtung durch die Gebirge der Inseln beeinflußste Winde. An der Ost- 
küste der Mittel-Insel kommt ein föhnartiger NW vor, dem ein Südwester folgt. 
In der Cook- und der Foveaux-Straßse weht der Wind meist in Richtung der 
Strafsen, Stürme sind häufig. ; 
Die Auckland-Inseln haben ein unwirthliches Klima, Stürme und Regen 
sind vorherrschend. 
Der folgende Abschnitt V, der Luftdruck und seine Beziehungen 
zu den Luftströmungen, bringt im Wesentlichen dasselbe wie die gleichen 
Abschnitte der früher erschienenen Segelhandbücher. Zur Erläuterung der Ge- 
setze ist eine Wetterkarte für Ausiralien als Textfigur beigefügt und ein Diagramm, 
welches die Druckvertheilung für Januar bis Februar und Juli bis August auf 
den Linien Berings-Straße bis Australien einerseits und Berings-Strafse bis Kap 
Horn andererseits veranschaulicht. Die monatliche Barometerschwankung in den 
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