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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 25 (1897)

Meufs: Segelhandbuch’ für den Stillen Ozean, 
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ostasiatischen Gewässern sind für Februar und August durch kleine Kärtchen 
veranschaulicht. Den Angaben über die Eisverhältnisse, denen eine Liste der 
im Ozean getroffenen Eisberge angefügt ist, folgt eine Abhandlung über die 
Wassertemperaturen an der Oberfläche, in 400 und 1000 m Tiefe, welche 
als besonders wichtige Thatsache ergiebt, dafs die Meeresströmungen sich hier 
bis zu einer Tiefe von 400 m auszudehnen scheinen, und dafs das wärmste 
Wasser sich nicht in der Nähe des Aequators, sondern zwischen 20° und 
30° N-Br und zwar lediglich auf der westlichen Hälfte des Ozeans befindet. 
In Bezug auf das specifische Gewicht steht das Wasser des Stillen 
Ozeans dem der anderen Ozeane nach. ; 
Den Schlufs bilden einige Angaben über die Wellen wie auch in den 
frühern Segelhandbüchern. 
Abschnitt II, „Allgemeine Uebersicht der Windverhältnisse auf 
dem offenen Ozean“, giebt diese in knapper Form unter Hinweis auf den Atlas, 
ebenso Abschnitt I1I die mittleren Windverhältnisse und die Windkarten 
der verschiedenen Jahreszeiten, Tafel 20 des Atlas „vorherrschende Wind- 
richtungen“ ist in einfacherer Form dem Buch beigefügt. Aus diesen Abschnitten 
entnehmen wir, dafs der Stille Ozean ebenso wie die anderen seine Passate, 
Monsune und veränderlichen Winde hat, und dafs diese genau der Luftdruck- 
vertheilung entsprechend auftreten. 
Der folgende Abschnitt IV, „Die Winde und die Witterungs-Ver- 
hältnisse an den Küsten des Stillen Ozeans“, ist sehr umfangreich, was 
sich aus der schon oben erwähnten räumlichen Ausdehnung der Küsten. des 
Weltmeeres. und aus seinem Inselreichthum erklärt. Die Beschreibung beginnt 
mit den Ostküsten von Tasmanien und Australien und wird nach Norden und 
Osten fortschreitend, also rechts herum gegeben, die der Inseln von Nord 
nach Süd. , 
Den gefährlichen. Southerly Bursters wird eine eingehende Be- 
schreibung zu Theil, ihr Auftreten südlich von Sydney wird sofort den gröfseren 
Küstenplätzen telegraphisch gemeldet und durch ein Signal dem Publikum be- 
kannt gegeben. Im Uebrigen weht namentlich an der nördlichen Hälfte der Ost- 
küste der Südostpassat von April bis September beständig, dagegen herrschen 
hier im übrigen Jahr veränderliche Winde. Kigentlicher Nebel ist ungewöhn- 
lich und kommt nur gelegentlich in den Sommermonaten zwischen Sonnen- 
aufgang und 10"a vor. Neu-Guinea hat unter dem Einflufs des nahegelegenen 
Festlandes von Australien regelmäfsige Monsune. ; 
Da die Philippinen und die südlich von ihnen gelegenen Inseln sich 
im Bereich der Monsune der China-See befinden, so ist hier lediglich auf das 
Segelhandbuch für den Indischen Ozean, Seite 108 ff., verwiesen. 
Dagegen sind die Windverhältnisse an den Küsten Ostasiens eingehend 
behandelt, zunächst die im Monsungebiete liegende Südchinesische Küste und 
Formosa. Im Gelben Meer sind besonders im Golf von Petshili und von Liao- 
tong unsere Kennfinisse über die. Wind- und Witterungsverhältnisse noch recht 
mangelhaft. Ueber die Eisverhältnisse im Peiho (Tientsin) und Lianho (Niutshnang) 
erfahren wir, dafs ersterer Flufs von Mitte Dezember bis Anfang März, letzterer 
von Mitte November bis Ende März geschlossen ist; die ganze westliche Bucht 
des Golfes von Petshili erhält im Winter einen Eissaum, der stellenweise be- 
trächtliche Ausdehnung nach See zu erlangt. ; . 
Das Klima der Küsten von Korea ist durch die verdienstvollen Beob- 
achtungen des Hafenmeisters in Tshimulpo, Herrn Mörsel, seiner Kollegen in 
Fusan und Yuenzan, sowie der meteorologischen Behörde in Japan einigermafsen 
bekannt geworden. Danach nimmt Korea an dem allgemeinen Charakter des 
Klimas Ostasiens zwar Theil, jedoch werden die Monsune durch lokale Land- 
winde im Sommer und Seewinde im Winter etwas verdeckt, 
Die russische Küste von Vladivostök bis zur Amur-Mündung ist im 
Verhältnifs zu ihrer geographischen Breite sehr unwirthlich, während des Sommers 
herrschen südöstliche Seewinde, während des Winters Landwinde vor. Die Eis- 
saison dauert durchschnittlich 3,2 Monate. 
Obwohl Japan seit 1883 ein vortrefflich organisirtes Netz meteorologischer 
Stationen besitzt, die zum Theil schon seit 1876 beobachten, hat das grofse Material 
noch wenig zusammenfassende klimatologische Bearbeitung gefunden; die hier
	        
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