Rauschelbach, H.: Auflösung eines Systems linearer Gleichungen usw, 181
Die Tab. 3 zeigt, daß die Berechnung der Hilfsgrößen zur Ermittlung der
Q-Werte eine sehr übersichtliche Form angenommen hat, Für die Q-Werte
selbst ergibt sich z. B.
In = — (1.10) — (2.21) (2.21) — (3.31) (3.31) — (4.41) (4.41) —
Qu = (2.21) — (3.31) (3.32) — (4.41) (4.42) —
Qi = (3.31) — (4.43) (4.43) —
Qu = (4.41) -
Zu
12.20} — (3.32) (3.32) — (4.42) (4.42) —
(3.32) — (4.42) (4.43) —
(4.42 — .
LE
Die 80spaltigen Lochkarten werden wie folgt aufgeteilt:
Lochfeld a (vierspaltig) enthält die Karten-Nummer.
Lochfeld b (vierspaltig) enthält die Nummer, die dem Gleichungssystem
gegeben wird.
Lochfeld © (dreispaltig) bezeichnet die Unbekannte, die jeweils ausge-
sondert wird. ;
Lochfeld d (dreispaltig) gibt die Zeile an, in der der Koeffizient steht.
Lochfeld e (dreispaltig) gibt die Spalte an, in der der Koeffizient steht.
Lochfeld f£ (achtspaltig) enthält den Wert des Koeffizienten, z. B. (1.22).
Lochfeld g (achtspaltig) enthält den Wert des Koeffizienten, z. B. (1.12),
der mit dem Quotienten, z. B. (1.12), zu multiplizieren ist,
(achtspaltig) enthält das Produkt, z.B. (1.12)' + (1.12) =(1.22)”.
(achtspaltig) enthält die Summe, z, B, (1.22} + (1.22)” = (2.22),
d. h. den „reduzierten“ Koeffizienten.
Im vorstehenden sind die Grundlagen gegeben, auf denen sich das Loch-
kartenverfahren zur Gleichungsauflösung aufbaut. Wie die Auflösung im einzelnen
mittels der Hollerith-Maschinen durchgeführt werden kann, soll einer späteren
Arbeit vorbehalten bleiben.
Sichtbarkeit von Seezeichen von der Seite der physiologischen
Optik aus gesehen.
Von Herbert Schober, Wien, z. Z. Deutsche Seewarte.
Die Frage der Sichtbarkeit von Seezeichen gehört zu den ältesten und meist
behandelten Themen der Nautik, Wenn dieses Thema dennoch nicht erschöpft er-
scheint, so ist dies darauf zurückzuführen, daß die Entwicklung der Lichttechnik
in den letzten Jahrzehnten eine Unmenge neuer Gesichtspunkte eröffnet hat, die,
richtig angewandt, auch für die Praxis der Seefahrt manchen Erfolg zeitigen können,
Die Sichtbarkeit von Seezeichen, seien es selbstleuchtende Feuer oder nicht
selbstleuchtende Tageszeichen wie Türme, Windmühlen, Dalben, Tonnen,
Stangen usw. hängt immer von drei Umständen ab, nämlich von den optisch-
lichttechnischen Eigenschaften des Seezeichens selbst, von der Beschaffenheit
der dazwischen liegenden Atmosphäre und endlich von den Eigenschaften des
Empfängers, in den meisten Fällen also des menschlichen Auges. Dabei sei
vorausgesetzt, daß das Seezeichen die rein geometrisch-geographischen Be-
dingungen genügender Seezeichenhöhe bzw. Augenhöhe unter Berücksichtigung
der Erdkrümmung und der terrestrischen Strahlenkrümmung befolgt, so daß
derartige Umstände kein Hindernis für die Sichtbarkeit sein können.
Von den obengenannten drei Punkten sind zwei, nämlich die optisch-licht-
technischen Eigenschaften des Seezeichens und die des Auges heute weitest-
gehend erfaßbar und beeinflußbar. Der für die Sichtbarkeit des Seezeichens be-
sonders wichtige Zustand der Atmosphäre entzieht sich leider fast gänzlich
unserer Beeinflussung und soll aus diesem Grunde und zumal über ihn genügend
Literatur vorhanden ist’), in dieser Arbeit außer acht gelassen werden.
2) F. Löhle, Sichtbeobachtungen vom meteorologischen Standpunkt, Julius Springer,
Berlin 1941 und die dort angegebene Literatur.
Die