Makassar-Strafse, Balabalagan- oder Kleine Paternoster-Inseln, 209
wird lebende Koralle nur hier und da gefunden, der Grund: besteht überwiegend
aus Sand, gemengt mit kleinen Muscheln. Hier nehmen die Tiefen regelmäfsig
von 31,1 bis 47,5 m (17 bis 26 vm) zu.
Auf der Westseite dieser Inselgruppe liegt eine Doppelreihe mehr oder
weniger trockenfallender Riffe. Ungefähr in der Mitte der inneren Reihe liegt
die kleine Insel Sangai,
Ambungi-Riff, die nordöstlichste Gefahr, liegt ungefähr in 2° 5’ S-Br
und 117° 16‘ O-Lg. Es ist nur 700m lang und halb so breit; ein kleiner Theil
bleibt stets über Wasser. Zwei Seemeilen südsüdöstlich von diesem Riffe liegt
ein anderes, das mit Niedrigwasser trocken fällt, 1 Sm östlich von diesem wird
mit 100 Faden (182,9 m) Leine kein Grund gefunden. Gut 1 Sm südöstlich vom
zuletzt genannten Riffe liegen ein paar Stellen mit 11 und 12,8 m (6 und 7 vm)
Wasser. Zwischen ihnen sind verschiedene, 36,6 bis 91,4 m (20 bis 50 vm) tiefe
Einschnitte.
Sebangkatan (N. Teleensing) ist die nördlichste gröfsere Insel auf dem
Rande der Borneo-Bank. Sie liegt in ca 2° 13‘ S-Br und 117° 24’ O-Lg und hat
fast die Gestalt einer Ellipse, deren grofse Axe in der Richtung NW—SO liegt
und 650 m lang ist. Ihre gröfste Breite beträgt ungefähr 300m. Sie ist mit
hohen Bäumen dicht bewachsen und leicht an dem besonders hohen Baume nahe
bei der Südosthuk zu erkennen, dessen Wipfel sich 52,7 m (173 vt) über das
Wasser erhebt. Das Küstenriff streckt sich an.der Südkante der Insel am
weitesten, nämlich 700m, aus. In reichlich 1 Sm Entfernung südlich und süd-
östlich von der Insel liegen einige Stellen mit 11 und 12,8 m (6 und 7 vm) Wasser.
Es ist hier überall guter Ankergrund. Oestlich und nordöstlich von der Insel
fällt der Grund steil ab, und man erhält schon in 1 Sm Entfernung von der Insel
mit 182,9 m (100 vm) keinen Grund. Drei Seemeilen NWzN von Sebangkatan
liegt ein Korallenriff, das mit Niedrigwasser trocken fällt. Zwischen diesem
Riffe und der Insel sind ein paar Untiefen mit 5,5 bis 7,3 m (3 bis 4 vm) Wasser.
In der zuletzt erwähnten Richtung liegen, 4 bis 6 Sm entfernt, noch ein paar
Untiefen 7,3 bis 12,8 m (4 bis 7 vm) unter Wasser.
Seturian (auch Tempilagaän genannt) liegt ungefähr in 2° 16’ S-Br und
117° 40‘ O-Lg. Es ist in der Richtung NW—SO ungefähr 450 m lang und hat
eine Breite von 150m. Die Insel ist dicht mit hohen Bäumen bestanden und
schon in 16 Sm Entfernung sichtbar. Das mit Niedrigwasser trockenfallende
Küstenriff ist steil und hat an der Nordostseite ungefähr 500 m Breite. Etwa
700m vom Strande wurde mit 182,9 m (100 vm) kein Grund gefunden.
Die mit Gras bewachsene Sandbank, welche noch nicht benannt ist, liegt
in ungefähr 2° 23‘ S-Br und 117° 48‘ O-Lg. Sie ist atollförmig, in der Richtung
NO— SW ungefähr 500 m lang, 20 m breit und von einem trockenfallenden Riff
umgeben, das sich an der Südostseite am weitesten, ungefähr 800 m, vorstreckt.
Auf diesem Theile liegt eine stets sichtbare bewachsene Sandplatte. '
Zwischen Seturian und dieser Sandplatte liegen sechs trockenfallende Riffe.
Auf dem nördlichsten derselben sind zwei kleine Sandbänke sichtbar, und
einzelne Untiefen liegen weniger als 5,5 m (3 vm) unter Wasser, Der Zugang zur
Bank von NO ist deshalb zum grofsen Theile gesperrt.
Kabala Duwa, auf den alten Karten fälschlich Lamudong genannt, ist
eine atollförmige, theilweise mit niedrigen Sträuchern und Gras bewachsene Bank,
in Ost — Westrichtung ungefähr 600 m lang und 20 bis 40m breit. Von Ost
oder West herkommend, erscheint sie als Insel, ist aber nur 6 Sm weit sichtbar.
Sie liegt ungefähr in 2° 30‘ S-Br und 117° 54‘ O-Lg innerhalb der Westspitze
eines ausgedehnten trockenfallenden Riffes, 400 m von dieser entfernt. Dieses
Riff hat in der Richtung WNW— O0SO eine Ausdehnung von ungefähr 4 Sm.
Auf seinem östlichsten Theile sind stets ein paar kleine Sandbänke sichtbar.
Balabalagan (auch Balakantua oder Embomatoöh genannt) ist die
östlichste Insel der Gruppe. Sie liegt in ungefähr 2° 32‘ S-Br und 117° 57 0-Lg,
ist in Nord — Südrichtung ungefähr 500 m lang und hat 300 m Breite. Da sie
mit hohen Bäumen bewachsen ist, kann man sie in reichlich 16 Sm Entfernung
sehen. .Von NO kommend und innerhalb 8 Sm Entfernung von ihr, . kann man
an der Nähe von Kabala Duwa erkennen, dafs man Balabalagan . und nicht
Seturian vor sich hat. Das mit Niedrigwasser trockenfallende Küstenriff ist
500 bis 700 m breit. Eine 250 m breite Enge, die über dem inneren Rand der
Ann. d. Hyär. etc... 1897. Heft YV-