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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 25 (1897)

Daß 
Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Mai 1897. 
Das merkwürdigste Ergebnifs, welches mit überraschender Deutlichkeit 
hervortritt und den Charakter eines allgemein gültigen Naturgesetzes zu haben 
scheint (welches jedoch erst durch Vergleichung an anderen Wahrnehmungs- 
punkten mit Gewißheit zu bestätigen sein wird), ist: 
I. dafs die Auf- und Abwehung dem Winddrucke proportional ist, und 
II. dafs die Verfrühung oder die Verspätung der Zeit proportional 
ist mit der Geschwindigkeit des Windes. 
Eine specielle Untersuchung, ob bei anhaltendem Wind die Wirkung auf 
das Hochwasserniveau zu- oder abnimmt, hat keine deutlich gültige Regel gezeigt. 
Im Allgemeinen war ein geringer Unterschied in Höhe merkbar zwischen dem 
ersten und dem zweiten Hochwasser bei demselben Windregime. 
Es scheint jedoch, dafs bei starken Landwinden das zweite, doch mehr 
noch das dritte und die folgenden Hochwasser bei demselben Windregime 
weniger gesenkt werden wie das erste, so dafs durch die anhaltende Dauer der 
Einflußs des Landwindes vermindert zu werden scheint. 
Die obigen Formeln erlauben jetzt eine Formel zusammenzusetzen für 
praktische Benutzung. Diese ist: 
L. für die Höhe des Hoch- und Niedrigwassers zu Ymuiden und Hoek 
van Holland 
O=kR-—3— Rb (B — 76,0), ausgedrückt in Centimetern, 
2, für die Zeit des Hochwassers zu Ymuiden und Hoek van Holland 
Cr = krRr + RbT (B — 76,0), ausgedrückt in Minuten. 
Diese Formeln geben in Bezug auf das Zeichen, die Korrektion, welche 
an der Höhe und der Zeit der Gezeitentafeln anzubringen sei, 
Der Werth der Koefficienten ist ersichtlich aus nachstehenden Tabellen: 
Richtung 
N 
NNO 
No 
ONO 
D 
080 
so 
So 
S ; 
SSW ! 
SW 
WSW 
Wr 
WNW 
SW 
sw A 
R 
I Rb 
0,6 
0 
—0,7 
— 1,0 
—121,8 
—1,2 
— (1,8 
— 0,1 
0,4 
0.6 
0,9 
1,2 
16 
L5 
1,3 
0,9 
12 
i1 
10 
9 
7 
6 ! 
h 
G 
t 
(0 
LE 
i4 
19 
Rr 
1, A 
1,4 
1,3 
6 
— 0,2 
— 0,8 
—1,9 
= 1,2 
18 
— 11 
—0,8 
— 0,6 
— 0,8 
0,2 
0,6 
2.9 
| RbrT 
ü 
9 
Cs 3 
Die Art, in welcher der Werth von k und kr gefunden wird, hängt davon 
ab, wie die Windstärke beobachtet wird. 
Wenn der Winddruck bekannt ist in kg pro qm, so kann man diese Zahl 
zetzen statt des Koefficienten k, und dann ist kr = V8k, oder annähernd 
gleich 3Vk, 
Ist die Geschwindigkeit des Windes bekannt, so kann die Zahl, welche 
die Geschwindigkeit in Metern pro Sekunde ausdrückt, gesetzt werden für den 
Koeffcienten kr, und der Werth von k ist alsdann k —_ (kr)* oder an- 
2 
nähernd (*)
	        
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