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Volltext: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 25 (1897)

Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Januar 1897. 
Auf der Strecke von der Strafse von Gibraltar bis zum St. Georgs-Kanal 
sind durch gute astronomische Beobachtungen und genaue Loggrechnungen die 
folgenden Stromversetzungen gefunden: 
Datum 
12h mittags 
30. Januar 
3 
1, Februar 
2 
de 
6. 
N-Br ' W-Le 
36° 2 
38° 297 
40° 27’ 
41° 41’ 
42° 47° 
44° 39’ 
46° 40° 
48° 27° 
8° 5' 
11° 12‘ 
11° 31° 
13° 19’ 
13° 41’ 
13° 6 
10° 58’ 
8° 0 
Wind 
ESE—E 
ENE—NNE 
NNE—ENE 
NE—ENE 
ENE-—E 
E-—ESE 
ESE—SSE 
Tas. 1] Strömung in den letzten 
Stärke 924 Stunden 
7 
7—3 
3—4 
2—3 
3—4 
5—6 
6 
N 75° W 31 Sm 
NI°W2L, 
N14°W 15 , 
S48°W 3. 
N 4°0 16 , 
NSW, 
N 6°0O 3. 
Einige Bemerkungen über Mazatlan, La Paz und Puget Sound, 
Von Kapt. HÖOCKELMANN, Bark „Antigone“, 
Mazatlan. 
Den vielen Berichten über Mazatlan möchte ich noch hinzufügen, dafs es 
mir gerathen erscheint, in der schlechten Jahreszeit den Ankerplatz in gehöriger 
Entfernung von der Insel Creston zu nehmen, mehr nach Black Rock hinüber; man 
liegt hier viel besser mit dem Kopf auf die See, während man unter Creston 
ast immer quersees liegt und heftig schlingert. Ich habe während meines 
dortigen Aufenthaltes zweimal den Ankerplatz gewechselt und den besten Platz 
in. ca 21/3 Kabllg. Abstand von Black Rock gefunden, diesen SSE peilend. 
Wir lagen dort so ruhig, daß wir z. B., trotzdem wir noch 600 bis 800 Tons 
Ladung im Schiff hatten, die Ballastpforten offen haben konnten, während die 
unter Creston liegenden Schiffe, die dänische Bark „Peruvian“ und die deutsche 
Bark „Mimi“, derartig schlingerten, dafs sie kaum die Leichter längsseits halten 
konnten. Auch kann man von genanntem Platz aus bei eintretender schlechter 
Witterung am besten unter Segel kommen, da der Wind fast immer aus südlicher 
Richtung zu wehen anfängt. 
Die beiden zur Zeit angestellten Lootsen sind nicht sehr zuverlässig; 
wenn ich mich auf dieselben verlassen hätte, so wäre in zwei Fällen der Verlust 
des Schiffes unvermeidlich gewesen. Der eine legte auch zu nahe an Creston 
heran, so dafs ich am nächsten Tage mit Hülfe eines kleinen Dampfers den 
Ankerplatz weiter hinaus verlegen mußte, und der andere hätte das Schiff, wenn 
ich ihm nicht das Kommando abgenommen hätte, ruhig an Black Rock heran- 
treiben lassen. 
Einiges über die von uns während des Aufenthaltes vom 21, September 
bis 26. Oktober 1895 angetroffenen Witterungsverhältnisse dürfte vielleicht von 
allgemeinem Interesse sein: 
Von gröfter Wichtigkeit ist hier die Beobachtung des Barometers. Die 
Schwankungen desselben sind nur sehr gering, wenn es jedoch unruhig wird und 
sich längere Zeit unter 760 mm hält, so ist schlechtes Wetter zu erwarten; hält 
28 sich hingegen dauernd über 761 bis 762 mm, so kann man auf gute beständige 
Witterung rechnen. Wir hatten im Allgemeinen Ende September böiges, 
unbeständiges Weiter; fast jede Nacht Gewitter mit heftigen Böen. Am 28. 
nachts sturmartige Böen aus östlicher Richtung, welche uns nöthigten, den 
zweiten Anker fallen zu lassen. 
Am 30. September stellte sich hohe südwestliche Dünung ein, so dafs 
mittags die Leichter von der Seite gingen und binnen liefen. Die Luft bekam 
ein drohendes Aussehen, besonders nach südwestlicher Richtung hin, es blieb 
den Tag über jedoch windstill, so dafs Hinaussegeln unmöglich war, obgleich 
wir nicht mehr daran zweifelten, daß ein Sturm im Anzuge begriffen.
	        
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