Knipping: Das Wetter zwischen dem La Plata und Kap Hom,
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Abweichung von dem Wege bedingen, so wird ihnen empfohlen, sich an der
Landseite zu halten, mit der Beschränkung: nicht zu dicht unter Land, weil man
unter Land erfahrungsmäfsig schneller nach Süden kommt. Der kürzeste Abstand
dieses Seglerweges von Land in 48° S-Br ist rund 70 Sm. Die Schiffsorte des
„Cerastes“ am 31. Juli (s. Figur) zeigen aber, dafs sich Segler unter Umständen
im Vertrauen auf die vorherrschend westlichen Winde der Küste viel mehr, hier
bis auf 30 Sm, nähern. Bei den am 31. herrschenden Verhältnissen gewährte
diese Stellung unter der Küste dem „Cerastes“ in der That gegenüber der 100 Sm
weiter östlich stehenden „Iris“ den Vortheil, dafs jener nur Windstärke 9, diese
11 beobachtete. Unter anderen Verhältnissen dagegen, wie sie z. B. am 20. Juli,
elf Tage früher, herrschten, wäre die Stellung eines Seglers so dicht unter Land
bedenklich gewesen, denn bei orkanartiger Windstärke aus Ost hätte er bei der
schweren See und bei dem auf Land zu setzenden Strome weder nach Süden
noch nach Norden auf die Dauer frei liegen können. Das sind aber gerade die
Fälle, wo man mehr Segel führt und führen muß, als das Schiff eigentlich ver-
tragen kann und wobei es leicht auf die Seite geworfen wird. Das Barometer
fiel während des Sturmes von 770 bis 761 mm, und als es nach dem Sturme bei
westlicher Briese sein Minimum, 758 mm, erreichte, stand es noch immer 2 mm
über dem Mittel für die Jahreszeit und Gegend. Auch der dem Sturm acht
Stunden vorhergehende höchste Stand von 774 mm war anscheinend ungewöhnlich.
Zwei Tage später, am 23./24., machte der „Kambyses“ einen ganz ähnlichen
Sturm durch. aber in 36° S-Br und weniger heftig, zugleich mit der „Iris“ (s. oben).
Auszug aus dem meteorologischen Tagebuche des Dampfers „Kambyses‘“,
Kapt. Ad. Vofs, von Punta Arenas nach Montevideo.
Juli 1890.
Tag. |
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S-Br,
W-Lg
L9. Juli | Mitt.
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50° 3°
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2
20. Juli
A
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Mitt. 46° 59°
62° 581
3
2
21. Juli:
3
Mitt.
+ |
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44° 57'
60° 55"
rw. Kurs | Sml
Wind rw.
Bar.|
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WSW 4/5 [763 15:7 7,6
N321000! 38 WSW/SSW3/4! 767 [49 71
Nato 36 | SSW a4 [160 «| 7,0
N30037 9wWw 2 770142 7.2
be
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be
N32°0 |36 Veränd. je 7.1
N31°O 36 EzS 83/4 l77316,6| 7,8
N30°01351E 451774 6,71 8,4
N33° 0 |32 Ostsüdöstıl.5/7' 772 16,6 | 8,6
N33°0 26 |ESE wi) een 8,6
Nas l98 ESE Ssnol76415.771 9.6
be
o
°
OÖ
°
or
N3200 10
N74°0 5
N714°0 6
N32°0 BB
N 32° 0 |30
N3012°0/ 32
N301/°0| 40
ESE sol 5,7] 6! or
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Nw 28 1601651106)
Westlich 2/31758|6,7|10,6} £
w 4j5 | 760 6,6 | 11.6 | £be
Bewegte See,
Bewegte See.
Ruhige See.
Ruhige See,
Bewegte See.
See zunehmend,
See zunehmend.
Grobe See,
OrkanartigerWind,hoheSee,
Orkanartige Windstöfse,
hohe See,
Beständig dick von Nebel.
Hohe Dünung von SO u. Ost.
HoheDünung von SO u. Ost.
| Von WSW durcheinander-
lanfende See.
Die Strömungen sind hier mehr als 50 Sm von der Küste entfernt bei
zutem Wetter schwach, ungefähr !/a Knoten nördlich oder südlich setzend; aber
bei starken Winden und zwär so lange sie wehen, ist der Strom 1 bis 2 Knoten
mit dem Winde. Innerhalb 50 Sm vom Lande ist der Strom stärker, 2 bis
3 Knoten, besonders nahe bei den Vorsprüngen, Innerhalb 20 Sm.vom Lande
fühlt man den Einfluß der Gezeiten.