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Volltext: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 25 (1897)

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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Mai 1897. 
Das Klariren mufs in Parahyba geschehen, von dort ınufs auch der Proviant 
besorgt werden. 
Arbeitslohn ist nicht sehr hoch. 
Bahnverbindung mit Parahyba und von da nach dem Innern und Pernambuco 
ist vorhanden. 
6a geht ein Zug nach Parahyba ab und 6" p kommt ein solcher von da 
Zeitweise ist mehrmals am Tage Verbindung. 
Ausgehend wurde gleich nach dem Passiren der äufseren Boje mw. 
0S0'/.0 gesteuert. 
Beim Passiren der Barre ein bis zwei Stunden vor und nach Hochwasser 
wurden überall 4 bis 5 Faden Wassertiefe gefunden. 
Von Puerto Cabello nach Curacao. 
Von Kapt, VON LEVETZOW vom Danıpfer „Bolivia“ 
Am 15. März 1897 abends 6! Uhr verliefs ich Puerto Cabello; das Wetter 
war klar und mondhell, die Briese, anfangs frisch aus NE, flaute gegen Mitter- 
nacht etwas ab. Während der Reise liefßs ich etwa alle zwei Stunden den Schiffs- 
ort durch genaue Sternbeohachtungen bestimmen. Ks wurden zur Längenbestimmung 
stets zwei verschiedene Sterne benutzt, während für die Breite mehrere Polar- 
sternböhen genommen wurden. Es stellte sich hierbei heraus, dafs ungefähr bis 
zur Höhe von Chiehirivichi die Strömung mäfsig nördlich und vielleicht eine 
Kleinigkeit östlich gesetzt hatte, dann hatten wir bis etwa 11° N-Br rein nörd- 
lichen Strom, von hier ab wendete derselbe sich mehr nach Westen, bald WNW 
werdend, und erreichte ungefähr auf 11° 40‘ N-Br seine gröfßste Stärke, nämlich 
fast 3 Sın die Stunde. Un: 3"1%"a befanden wir uns anf 11° 54‘ N-Br und 
68° 43‘ W-Lg, also querab von Little Curacao, etwa 7 Sın ab; von dem Feuer 
war jedoch nichts zu sehen, obgleich die Luft so klar war, dafs wir eine halbe 
Stunde später den Tafelberg deutlich ausmachen konnten; das Feuer hat also, 
wie auch schon wiederholt berichtet, nicht gebrannt, Um 4°/14 Uhr sichteten wir 
das Hafenfeuer von Santa Ana in etwa 5 bis 6 Sın Abstand, stoppten, um den 
Tag abzuwarten, und liefen um 6 Uhr in den Hafen ein. 
Port Natal. 
Von Kapt, FF. NIEJAHR, Bark „Anna Schwalbe“, 
Ueber diesen Hafenplatz ist schon verschiedentlich in den Annalen 
geschrieben worden, und um Wiederholungen zu vermeiden, möchte ich nur noch 
erwähnen, dafs die Hafenordnung schnelles Löschen und Laden vorschreibt, Kin 
Dampfer muß täglich mindestens 250 Tons, ein Segelschiff nicht unter 120 Tons 
löschen oder laden — falls die Natur der Ladung solches erlaubt —, sonst ver- 
liert: es seinen Werftplatz. Kairaum ist bei dem bedeutenden Verkehr nur 
knapp vorhanden, und erhalten die Schiffe iln nach Zeit ihrer Ankunft, wobei 
es vorkommt, dafs einige mehrere Tage warten müssen und während der Zeit 
Jängsseits eines anderen Schiffes vertäut werden. Das Hafengeld einschliefslich 
Lootsen, Werft und Leuchtfeuer beträgt 1 Schilling per Tonne für die ersten 
400 Registertons, 9 Pence für jede Registertonne über 400 bis 1500, 4 Pence 
{ür jede Tonne über 1500 bis 2000, 3 Pence für jede Tonne über 2000 und 
1 Schilling für jede Tonne Deckladung. Die Schiffe haben für diese Summe 
jedoch nur Berechtigung auf drei Wochen zur Beuntzung des Hafens und müssen 
für weitere drei Wochen oder einen Theil derselben '/4 der obigen Taxe extra 
zahlen. Schiffe, welche innerhalb 28 "Tage wieder in den Hafen einlaufen, 
erbalten dann einen Rabatt von 25° o, und Schiffe, die ausschliefslich Kohlen 
laden oder Bunkerkohlen auffüllen, einen solchen von 50%. Küstenfahrer 
6 Penece für die Registertonne einschl. Werftgeld.
	        
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