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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 25 (1897)

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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, April 1897. 
Notizen. 
ll. Bemerkungen über Galveston (Texas). Nach dem Bericht des 
Kaiserlichen Konsuls in Galveston vom Februar d. J. ergänzen wir den in Heft II, 
Seite 82 dieses Jahrganges gebrachten Bericht über die Häfen von Texas, 
Nach dem vom Leiter der Hafenarbeiten in Galveston, Major im Ingenieur- 
korps der Vereinigten Staaten-Armee, A. M. Miller, am 1. und 2. Februar d. J, 
aufgenommenen Plane beträgt die Wassertiefe des Galveston Bar Channel durch- 
zängig 25 Fufß (7,6 m). Die schmalste Stelle, welche durch einige Erhebungen 
von 24 bezw. 23'/4 Fuls (7,3 hezw. 7,1 m) eingeengt wird, ist 100 Fufs (30,4 m) 
breit. Im Uebrigen hat der Kanal mit Tiefen von mindestens 25 Fuls (7,6 m) 
nirgends weniger als 300 Fuls (91m) Breite, Da die Tiefen im Kanal auf 
längeren Strecken schon auf 28 bis 30 Fufs (8,5 bis 9m) gestiegen sind, so läfst 
sich in absehbarer Zeit eine Vertiefung des Kanals auf 9m (30°) erhoffen. Zur 
Zeit können Schiffe mit 24 Fuß (7,3 m) Tiefgang durch den Kanal in den Hafen 
einlaufen, wodurch das bisher für tiefer gehende Schiffe vor der Barre, welche 
7 Sm von der Stadt entfernt ist, erforderliche kostspielige Leichtern überflüssig wird. 
Der südliche, vom äufsersten Ostende der Insel Galveston in See geführte 
Damm hat eine Länge von 37 000 Fuß (11277 m), der nördliche, von Bolivar 
Point auslaufende eine solche von 24 000 Fufßs (7315 m), ihre gegenseitige Ent- 
fernung beträgt 5280 Fufs (1609 m). Auf eine Entfernung von 1200 m vom 
nördlichen Hafendamm nach Süden sind nirgends weniger als 19 Fuß (5,8 m) 
Wasser, die Tiefen nehmen nach dem südlichen Damm zu ab, 
2. Für Japan- und Chinafahrer. Ausdehnung des japanischen wetter- 
telegraphischen Dienstes. Die drei täglichen, vom Kaiserlich japanischen Central- 
Observatorium in Tokio herausgegebenen Wetterkarten haben eine für den 
Sturmwarnungsdienst an der japanischen, koreanischen und der ganzen nord- 
chinesischen Küste werthvolle Ausdehnung erfahren. Seit dem 16. Oktober 1896 
erscheint nämlich in ihnen die Station Naha auf Grofs - Liukiu, in 26° N-Br, 
128° O-Lg, und seit dem 20. Dezember auch die Station Oshima auf Amami 
Oshima, in 28° N-Br, 129° O-Lg. Bisher lagen alle dem Central- Observatorium 
zu Tokio täglich dreimal berichtenden japanischen Stationen auf oder in un- 
mittelbarer Nähe der vier Hauptinseln, die beiden neuen Stationen dagegen, 
deren tägliche Berichte die erfolgreiche Kabellegung von Kiushu nach den 
Liukiu-Inseln bestätigen, liegen als Vorposten in 200 und 400 Sm Abstand von 
den Hauptinseln, in der meteorologisch. günstigsten Richtung SSW davon. In 
diesen Annalen, besonders Jahrg. 1895, Seite 340, ist bereits auf die Bedeutung 
von Naha und Oshima für den japanischen Sturmwarnungsdienst hingewiesen 
worden, Nach den bisherigen Untersuchungen und Erfahrungen, wonach die 
meisten und besonders die gefährlichsten japanischen Taifune aus südsüdwestlicher 
Richtung die Hauptinseln erreichen, darf man erwarten, dafs Naha und Oshima 
schon im nächsten Sommer eine Hauptrolle im dortigen Sturmwarnungsdienst 
spielen werden. Die in den japanischen Häfen verkehrenden Kapitäne können 
sich also durch Einsicht in die Wetterkarten oder -berichte, die auch in manchen 
Zeitungen erscheinen, täglich von dem bei den Liukiu-Inseln herrschenden Wetter 
auf dem Laufenden erhalten, 
Da ferner in den die Wetterkarten begleitenden Tabellen auch schon für 
Ishigaki (Miyakojima) in 25° N-Br, 125° O-Lg, ein Platz vorgesehen ist, wird 
mit der Ausfüllung dieser Lücke zwischen Liukin und Formosa die Kette von 
Stationen für das ganze Östchinesische und Gelbe Meer geschlossen. Bei richtiger 
Ausnutzung dieser Stationen auch von Seiten Chinas ist die Möglichkeit gegeben, 
von je zehn Taifunen nördlich von 25° N-Br immer neun 1 bis 3 und mehr Tage 
vor ihrem Eintreffen in allen Häfen nördlich von Futschau anzuzeigen, denn die 
Kette ist eng genug, um ein unbemerktes Durchschlüpfen eines Talfuns in nord- 
westlicher Richtung unmöglich erscheinen zu lassen. 
3. Ueber aufserordentliche Sichtigkeit der Luft und sehr starkes 
Meerleuchten berichtet S, M. S. „Prinzefs Wilhelm“, Kommandant Korv.-Kapt, 
mit Oberstlieutenantsrang Thiele (Adolf): Am 2. November 1896 verließ das
	        
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