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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 25 (1897)

Schiff „Pola“ 
November und 
Dezember 1895 
Schiff „Vitiaz“ 
März 1889 
Hydrographische Forschungen im Rothen Meere. 
Südlicher Theil der Hochsee 
Nördlicher Theil der Hochsee 
Tiefe in Metern 
‚Salzgehalt in ®/o 
Tiefe in Metern |Salzgehalt in %/o0 
10 
100 
512 Grund 
29,1 
39,1 
39,7 
40.4 
40 
100 
986 Grund 
40,4 
40,5 
40,5 
40,6 
U 
100 
200 
B00 
39,3 
39,7 
40,5 
40,5 
U 
100 
200 
500 
40.6 
40,5 
40,6 
40,6 
in 21° 30‘ N-Br, 
38° 5‘ O-Lg 
bei Dschidda 
in 26° 37 N-Br, 
i 34° 35’ O-Lg 
[bei Brothers-Inseln| 
39 
Die Uebereinstimmung zwischen den einzelnen Beobachtungssätzen des 
österreichischen und russischen Schiffes ist eine sehr befriedigende. 
Im Golf von Suez wurden von der „Pola“ die absolut höchsten specifischen 
Gewichte im ganzen Bereich des Uniersuchungsgebietes konstatirt, sie erreichten 
(Ste) im Norden des Golfes den Werth von 1,0326, entsprechend 42,7°%0o Salz, 
Makaroff fand in 29° 41‘ N-Br und 32° 31‘ O-Lg an der Oberfläche 41,9°%o, am 
Grunde 42,2 °%0. ; 
Nimmt man mindestens für die Wintermonate eine Zufuhr von Wasser aus 
dem Suez-Kanal und dessen Bitterseen zum Golf von Suez hin an — was schon 
bei der Diskussion der Temperaturen sich aufdrängte —, so hätte man zugleich 
eine ungezwungene Erklärung für die aufsergewöhnlich starke Zunahme des Salz- 
gehaltes im Golf von Suez, je weiter man nördlich geht. Denn der Betrag einer 
etwaigen Zunahme der Verdunstung kann nicht so grofs sein, um die grofsen 
Unterschiede gegen den Salzgehalt des offenen Rothen Meeres zu erklären; in 
den Bitterseen hat Makaroff den Salzgehalt zu 57,6% 0o bestimmt. 
Im Golf von Akabah endlich sind die Salzgehalte, ebenso wie die oben 
besprochenen Temperaturverhältnisse, denen des Rothen Meeres viel ähnlicher 
als denen des Suez-Golfes; die horizontale Vertheilung sowohl wie die vertikale 
ist sehr gleichmäfsig, die Schwankung der Beträge war nur 5°/0o (40,4 bis 40,9°/0o). 
Die Durchsichtigkeit des Seewassers im Rothen Meere scheint die des 
östlichen Mittelmeeres, speciell der Syrischen See, nicht zu erreichen; unter 
sämmtlichen Sichttiefen war nur eine, welche 50m eben noch überschreitet. 
nämlich 51 m bei 36° Sonnenhöhe; unter Land bei ähnlichem Sonnenstand fand 
man andererseits nur 10 bis 11 m, Auch die Farbe des Wassers ‚ist nicht 
durchweg so tief blau, wie es für das Mittelmeer die Regel ist; schon im Gebiet 
der Hochsee neigte sie sich vielmehr zum Grün (nach der Forelschen Farben- 
skala 4 bis 5 Theile Gelb zu 96 bis 95 Theilen Blau); in den Küstengewässern, 
ferner in beiden Golfen und in den von Korallen besetzten Gebieten war die 
nach Grün abweichende Färbung ganz deutlich ausgesprochen. 
Ueber den Seegang bemerkt Luksch vorläufig nur dies, daß nach den 
vorgenommenen Messungen und den gemachten Erfahrungen überhaupt der See- 
gang im Rothen Meere sich sehr rasch auszubilden und ebenso rasch sich zu 
legen pflegt, dafs ferner die einzelnen Wellen relativ hoch und sehr steil geböscht 
sind und mäfsige Längen bei kurzen Perioden besitzen. 
Ueber die Strömungen endlich wird sich etwas Zuverlässiges erst nach 
genauer Sichtung des Materials und unter Benutzung der gleichzeitig gewonnenen 
Temperatur- und Salzgehaltsbestimmungen sagen lassen. 
Am Schlusse des Berichtes ist ein Verzeichnißs der neuen, von der „Pola“ 
ausgeführten Tiefenlothungen gegeben. 
Ann. d. Hydr. etc., 1897. Haft IV
	        
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