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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 25 (1897)

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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, April 1897. 
logischen Vorbedingungen für das Auftreten der Mistpoeffers zweifelsfrei festzustellen, 
und die Nothwendigkeit, zur Aufklärung dieser räthselhaften Erscheinung nach 
sinheitlichen Grundsätzen Beobachtungen zu sammeln. Da die meteorologischen 
Verhältnisse, unter denen die Mistpoeffers zumeist beobachtet wurden, auch solche 
sind, welche der Fortpflanzung des Schalles besonders günstig sind, so dürfte es 
sich zunächst darum handeln, festzustellen, ob nicht die an jenen Küsten nicht 
seltenen Schiefsübungen mit Küsten- bezw. Schiffsgeschützen die Ursache der 
behandelten Erscheinung sind, deren weite Fortpflanzung eben durch die so sehr 
günstigen atmosphärischen Verhältnisse begünstigt wird. 
Wir lassen daher den anfangs erwähnten Fragebogen folgen. 
Fragebogen hetreffs der Mistpoeffers. 
1) 
Wie war zur Zeit der Beobachtung des Mistpoeffers der Stand der 
Tide? Hoch- oder steigendes Wasser? Niedrig- oder fallendes Wasser? 
Stillwasser? 
War ein Fallen oder Steigen der Lufttemperatur unmitttelbar mit der 
Erscheinung verbunden? 
Wie waren: die Durchsichtigkeit der Luft? 
die Lufttemperatur? 
der Luftdruck? 
Richtung und Stärke des Windes? 
Nebelbildung? 
Luftfeuchtigkeit? 
elektrische Spannung? 
Ist eine ausgeprägte Wetteränderung, Gewittiererscheinungen in 
der Nähe oder Ferne, elektrische oder magnetische Krscheinungen 
irgend welcher Art an den beiden dem Auftreten der Mistpoeffers vor- 
hergehenden bezw. an den ihr folgenden beiden Tagen beobachtet? 
An welchem Tag und zu welcher Stunde sind Mistpoeffers beobachtet 
worden? Wo befand sich der Beobachter, in welcher Richtung, gleich- 
bleibend oder wechselnd hörte er den Knall? 
Falls die Erscheinung mehrfach am selben Orte beobachtet wurde, 
trat sie zu verschiedenen Zeiten verschieden auf? 
Kam der Knall aus höheren Luftschichten, kam er vom Horizont 
her oder aus dem Erdboden bezw. dem Meeresgrunde? 
Schien er nur auf den Beobachtungsort beschränkt oder auf eine 
weite Entfernung ausgedehnt? 
Kam er von weit oder nah? 
Wie war die Charakteristik des Tones? Kurz, lang, einfach, mit 
Echo oder Rollen? 
War er von veränderlicher Siärke oder stets gleichmäfsig? 
Trat nur ein Knall auf, oder mehrere reihenweis; in letzterem 
Falle in welchen Zwischenräumen? Waren beide Arten unregelmäfsig 
miteinander verbunden? 
Schwächt sich der Ton ab in seiner Klangfarbe und -stärke, wenn man 
sich in gröfserer Entfernung hinter natürlichen Schirmen befindet, 
z. B. Gehölzen, Schluchten, Dünen, Hügeln, Baulichkeiten, oder in 
geringer Entfernung hinter Booten, Badekarren, ja selbst hinter dem 
Regenschirm? 
Aendert sich der Ton mit der gröfseren oder geringeren Höhe 
des Beobachtungspunktes über dem Erdboden bezw. der See? Hat er 
ein besonderes Gepräge, wenn man ihn im Meeresspiegel oder mit dem 
Ohr am Erdboden hört? 
Hat der Beobachter Ohrensausen oder Zittern des Zwerchfelles, über- 
haupt körperliche Ergriffenheit gefühlt oder nervöse Empfindungen, 
ähnlich wie manchmal bei Gewittern? 
Hat er sicher eine Beeinflussung der Magnetnadel festgestellt 
oder erdbebenartige Erscheinungen? 
Welche Ansicht hat er über die Entstehung der Erscheinung und 
welche Ansicht hat sie ihm gelassen? 
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