accessibility__skip_menu__jump_to_main

Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 25 (1897)

114 
Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, März 1897, 
her, beide Depressionen trennend, ein Maximum über der westlichen Nordsee 
vor, das rasch an Umfang und Intensität zunahm und am 3. bis 5. ostwärts nach 
der Ostsee fortsehritt; das Umgehen der vorher östlichen Winde nach NW auf der 
Vorderseite dieses heranrückenden Maximumrückens und das Zurückspringen auf SE 
auf seiner Rückseite führte, wie angegeben, grofßse Temperaturänderungen herbei, 
Auf der Rückseite des Maximums entwickelte sich unter der Mitwirkung 
mehrerer kleiner Minima bald wieder eine Depression, die am 5. bis 7. vom 
Kanal her durch die südliche Nordsee und Nordwestdeutschland nach Oesterreich 
wanderte, während sich das über der Ostsee lagernde Maximum weiter über 
Skandinavien ausbreitete, so dafs die Küste wiederum von östlichen Winden 
beherrscht wurde. 
Diese hielten auch an den folgenden "Tagen an, nachdem das Maximum 
am 7. mit einem Maximum über der Biscaya-See in Verbindung getreten war 
und sich ein Rücken hohen Druckes hergestellt hatte, der zunächst SW—NE 
gerichtet und über den Kanal nach Finnland hin gestreckt lag und sich dann 
vom 7. bis 9. ostwärts verschob, wobei eine Drehung in mehr meridionale 
Lage eintrat, 
Unter dem Einflufs eines am 9. bis 12. über Nordskandinavien ostwärts 
fortschreitenden Minimums, das seinen Wirkungskreis bis zur Küste ausdehnte, 
gingen die Winde am 9, und 10. längs deren ganzen Ausdehnung nach SW 
herum und frischten am 10. an der östlichen Ostsee mehrfach zu Sturm auf. 
Kin am 13. und 14. vom Norwegischen Meere über Südschweden nach 
Westrussland wanderndes Minimum rief an der Ostsee vielfach starke westliche 
und im Osten stürmische westliche bis nordöstliche Winde hervor, in Wechsel- 
wirkung mit hohem Luftdruck, der von Norden her über Skandinavien vordrang 
und am 15. längs der Küste meist nordöstliche Winde herbeiführte. 
Hoher Luftdruck breitete sich am 15., von SW und Westen her, über fast 
ganz Europa aus und erhielt sich dann bis Monatsschlufs über dem Kontinent 
und Südeuropa, vom 22. bis 26. die höchsten Barometerstände über Frankreich 
aufweisend und nur zeitweise unter dem Einflufs von Depressionen etwas zurück- 
gedrängt. Diese Tage, an denen in der zweiten Monatshälfte die Küste aus 
dem Bereich hohen Luftdruckes heraustrat, und meist auch stürmische Winde 
auftraten, waren der 16. und 17. für die Ostsee, als ein tiefes Minimum über 
Lappland zog und einen Ausläufer südostwärts entsandte, der 21. für fast die ganze 
Küste, als ein ebenso fortschreitendes Minimum einen Ausläufer südwärts nach 
der Nordsee entsandte, der ostwärts nach der Ostsee fortschritt, der 24. für die 
Ostsee unter nahe den gleichen Verhältnissen wie am 16. und 17., und der 25, 
und 26. für die ganze Küste (Ostsee auch 27.), als eine Depression im Nord- 
westen über dem Ocean lag, die am 25. ein Theilminimum über Mittelskandinavien 
nach dem Rigaschen Busen und am 27. ein zweites vom Norwegischen Meere 
über den Bottnischen Busen nach Westrussland entsandte. 
Berichtigung. 
In der Besprechung der Arbeit des Herrn Marine-Baumeisters Peck, Konstrukteur für das 
Seezeichenwesen: „Organisation, Entwickelung, neuere Fortschritte und gegenwärtiger Stand des 
französischen Leuchtfeuerwesens“, Annalen 1597, Heft II, S. 68 ff., soll es heifsen: 
S. 69, Zeile 17 von unten, anstatt „der andere dagegen“; „der andere Dampfmotor 
dagegen“. 
S. 71, Zeile 19 von uben, anstatt „Luft“: „Licht“. 
Diesem Heft liegt eine zu Seite 67, Heft II, dieses Jalrganges gehörige Textfigur bei, 
Gedruckt und in Vertrieb bei E. S. Mittler & Sohn 
Königliche Hofbuchhandlung und Hofbuchdruckerei 
Berlin SW, Kochstralse 68+—71.
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.