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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 25 (1897)

Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Januar 1897, 
eine richtige ist, indem die Willaumez-, Raoul- und Gicquel - Insel thatsächlich 
Theile einer gebirgigen Halbinsel bilden. 
Im Gegensatz zur Südküste Neu-Pommerns fand ich diesen westlichen Theil 
der Nordküste mit Korallenriffen dicht besetzt bis auf eine Entfernung von 10 bis 
12 Sm von der Küste ab, so dafs mit äufserster Vorsicht navigirt werden mulfste. 
Von der Willaumez - Halbinsel nahm man dann geraden Kurs nach der 
Gazelle-Halbinsel und versuchte bei dieser Gelegenheit, das Vater- und Sohn-Riff 
sowie die Legelis - Bank auszumachen, da diese Riffe gerade im Dampferkurse 
vom Bismarck-Archipel nach Friedrich Wilbelms-Hafen liegen, 
Trotz genauester Positionsbestimmung an Ort und Stelle ist es 
nicht gelungen, dieselben auszumachen. Gelegentlich soll aber noch- 
mals eine Untersuchung dieser Bänke vorgenommen werden. ; 
Am 16. abends ankerte S. M. S. „Möwe“ auf Herbertshöh-Rhede, um hier 
den Abgang der Post am 20. November zu erwarten. 
Eine zeitweise Verpflegung mit frischem Fleisch kann in allen Haupt- 
plätzen. des Schutzgebietes erfolgen. 
Von Matupi nach Sydney. 
Aus dem Reisebericht S. M. S. „Falke“, Kommandant Korv.-Kapt, KRIEG. 
Während des ersten Theiles der Reise vom 23. bis 29. Januar 1896 
herrschte bei schwachen südöstlichen bis nordöstlichen Winden ruhiges Wetter 
bei entsprechender See. Der Himmel war meist bewölkt. Das Barometer zeigte 
einen fast gleichmäßigen Stand von 761,0 mm. Am 29, Januar abends trat nach 
vorangegangenem heftigem Regen fast plötzlich schwerer Sturm aus SSE ein, 
ohne daß das Barometer durch Fallen denselben angekündigt hätte. Im Gegentheil 
stieg, während der Sturm noch zunahm, das Barometer am nächsten Tage auf 
763,0 mm. Der Sturm dauerte fast 36 Stunden und wehte während des ganzen 
Tages am 30. mit Windstärke S bis 10. In der Nacht vom 30. zum 31. flaute 
er allmählich ab, während das Barometer wieder auf 76L mın herabging, und nun 
folgte bis zum 1. Februar nachmittags ein heißer gleichmäfsiger Nordwestwind 
von Stärke 4 bis 5, welcher die Lufttemperatur von ca 24° C bis auf 31,5° € 
steigerte. Am Nachmittage des 1. Februar sprang plötzlich der Wind, mit einigen 
heftigen Böen einsetzend, auf SW und wehte während der Nacht zum 2. Februar 
und an diesem Tage mit grofser Stärke aus dieser Richtung, eine schnelle Ab- 
kühlung der Luft bis auf 20° € bewirkend. Das Barometer stieg dabei auf 
768,0 mm. Am 3. und 4. Februar wehte der Wind wieder aus östlicher Richtung 
mit Stärke 2 bis 3. Das Wetter war klar, der Himmel theilweise bedeckt. Das 
Barometer behielt seinen hohen Stand von durchschnittlich 767,0 mm. 
Die Stromversetzungen während der Reise waren folgende: 
Br 
55 28 
13 33° 
16° 52 
19° 55° 
23° 6,5 
26“ 14,5 
28 0r 
O-Lg 
154° 56’ 
155° 9 
155° 22 
455° 317,5 
1547 17° 7 
154° 14‘ 
154° 10° 
Stroun 
S 83°0, 26 Sm 
5 63,5° W, *7,5 
S18°W, 5 
N35°W, 8 
S 41° W. 94% 
Süd, 40,3 
KR BOW. 9715
	        
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