a
Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, März 1897.
Man berechnet dann zunächst
a,» = sind, cos d, cos tr, — sin d, cos d, cos 7,
b,, = sind, cos d, sin 7, — sin 0, cos d, sin r,
0,2 = cos d, cos d, sin (r, — r1,)
a;ı = sind, cos d, cos 7, — sin d, cos d, cos 7,
b,, = sind, cos d, sin 7, — sind, cos d, sin 7,
2, = cos dd, cos d, sin (r, — 7,)
Hiermit berechnet man dann:
A =— Dia zu — Day Org
B = Cjia 8,4 — Cya Bir
C = a, by, — 834 by
die gesuchten Gröfsen e,. und 409 aus den beiden
en Alsdann findet man
Gleichungen:
eig ee sin dO =— —
A
eig & cos 10 =—
a
Verwandelt man den gefundenen Betrag von A aus dem Bogenmals in
Zeitmals und dies wieder aus Sternzeit in mittlere Zeit, so erhält man die
gesuchte letzte Verbesserung des Uhrstandes für die Mitte der vier beobachteten
Uhrzeiten.
Wenn es irgend möglich ist, sollte man es aber der unvermeidlichen Be-
obachtungsfehler wegen nicht bei diesem Mindestmafs von Beobachtungen
bewenden lassen, sondern etwa eine ganze Stunde oder länger alle die beiden
Fadenebenen passirenden Jahrbuchsterne beobachten. Man berechnet alsdann in
der eben angegebenen Weise aus vier von den beobachteten Sternen — und
zwar solchen, die dem Zenith möglichst nahe waren — Vorläufige Werthe der
Polhöhe © und der Uhrkorrektion A403. Hiermit berechnet man dann vorläufige
Werthe der Zenithdistanz und des Azimuths für jeden einzelnen beobachteten
Stern nach den Formeln:
t=7+ 19
eig A = 080 cost sing — sin d cos
cos d’ sin t
eu Z sein A cos d cos t cos g +4 sin dsinge
cos d’ sin t
Hierin ist das Azimuth immer von Süden über Westen gerechnet. Vermehrt
man das Azimuth bei den an der nördlich vom Zenith gelegenen Hälfte jeder
Fadenebene beobachteten Sternen, deren Azimuth also größer als 90° und kleiner
als 270° ist, um 180°, so erhält man für alle Sterne einer und derselben Faden-
ebene nahe übereinstimmende Werthe, und man berechne für jede Fadenebene
das arlthmetische Mittel aller dieser Werthe = X,, bezw. U,,, da man sich
die Gesammtheit der beobachteten Sterne nach den vier Himmelsrichtungen in
vier Gruppen zerlegt denken mul,
Für jeden Stern bildet man nun folgende drei Größen:
a = sinZ b = cosZ n‘ = a(A— X)
worin für X das betreffende Mittel für die Gruppe zu setzen ist, zu welcher der
Stern gehört, nachdem es bei der zweiten und vierten Gruppe (die nördlich vom
Zenith beobachtet sind) wieder um 180° vermehrt worden ist. (A — 4) und also
auch n‘ sind in Bogenminuten und deren Decimalstellen auszudrücken. Diese
Einzelwerthe a, b und n‘ für jeden Stern werden nun für alle Sterne jeder der
vier Gruppen summirt, und man erhält so die 12 Gröfsen:
0, = X, cosZ
D, == X, cosZ
b, = X, cosZ
bb, =— X. coasZ
3, = X, sinZ
a, = XYısinZ
= X, sinZ
a, = X, sinZ
Hiermit berechnet man:
e= Zn
ee, = Y,n'
03‘ = SW
Q,* = X, N“
a, C, — 3, Cl
2. b. + a,b
8, Cl — Da 0,
and Ya = AL 3°,
ab. + a,b.