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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 25 (1897)

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Notizen. 
i. Ueber den Stand der Hafenarbeiten in Santos ausgangs Mai 1896 
berichtet der dortige Kaiserlich deutsche Konsul Folgendes: 
Der Kai ist auf eine Länge von 1170 m fertiggestellt und dem Verkehr 
übergeben, die Fortsetzung vom Zollhause bis zu dem Lagerhause Paquetä. 960 m 
soll Ende 1897 fertig sein. 
Die Kaiufer und die Lagerhäuser sind mit Schienengeleisen in ausgiebiger 
Weise versehen, 
Es sind in Betrieb zum Laden bezw. Löschen: 
15 hydraulische Drehkrähne von je 1,5 t Tragfähigkeit, 2 Dampfkrähne 
von je 6t Tragfähigkeit, 1 feststehender Dampfkrahn von 30t Trag- 
fähigkeit und 7m Ausladung, 7 eiserne Speicher. 
Die Companhia Docas de Santos, welche die Anlagen betreibt, besitzt 
überdem eine vollständige elektrische Beleuchtungsanlage mit 50 Bogenlampen 
von 1200 N. K., 40 Glühlichtlampen. 
2. Bemerkungen über den Hafen von Huelva. Nach einem Bericht 
des Kaiserlichen Konsuls in Huelva liegen im Odiel bezw. auf der Barre von 
Huelva 19 Gasbojen, System Pintsch, aus. Das französische Segelhandbuch 
„Instructions nautiques sur les cötes nord et ouest d’Espagne et de Portugal“ 
von 1896 führt nur. 12 an. Von den 19 Gasbojen liegt eine mit rothem Feuer 
und eine mit grünem Feuer in See vor dem 128 m breiten Kanal über die Barre, 
zwei Bojen mit rothem Feuer bezeichnen die Westseite, zwei mit grünem Feuer 
die Ostseite des Kanals. Sieben Bojen mit grünem Feuer liegen an der Nord- 
seite, sechs mit rothem Feuer an der Südseite des Fahrwassers des Odiel, so dafs 
man, von See kommend, die Bojen mit grünem Licht an St. B., die mit rothem 
Licht an B. B. halten mufs. 
Ueber die Lade- und Löschanlagen des Hafens sagt der Bericht: die 
Schiffe laden und löschen an Ladebrücken oder mit Leichtern im Strom. Von 
ersteren sind vorhanden: 
ı. Muelle de Mercancias oder Muelle de los Obras de Puerto; 
hat direkte Bahnverbindung mit den Eisenbahnen Sevilla—Huelva und Jafra— 
Huelva. Die Kailänge beträgt 154 m, die Breite der Brücke 22,9 m, die Wasser- 
tiefe Jängsseit bei Hochwasser 10,3 m, bei Niedrigwasser 7 m. Vier Dampfer 
können gleichzeitig dort laden oder löschen, wozu: acht Dampfkrähne mit einer 
Ladefähigkeit von je 90 t die Stunde vorhanden sind. Vor dem Kai liegen 
acht Festmachetonnen. 
2. Muelle de Viajeros, 89m lang, Wassertiefe längsseit 5 m hei 
Hochwasser, 2,10 m bei Niedrigwasser zum Verkehr von kleinen Fahrzeugen. 
3. Rio Tinto Pier, 222 m lang, 18m breit, Tiefe längsseit 9,3 m bei 
Hochwasser, 5,6 m bei Niedrigwasser, gehört einer Privatgesellschaft — Rio 
Tinto Company —, welche die oberen Stockwerke für die Erzverschiffung benutzt, 
während das untere dem öffentlichen Verkehr dient. Längs des Kais liegen im 
Strom zehn Festmachetonnen aus, Die Sevilla — Huelva- sowie die Rio Tinto- 
Eisenbahn münden hier aus. 
An Hülfsmitteln sind vorhanden: 6 hydraulische Ballastkrähne von 2 t, 
jeder mit einer Ausladefähigkeit von 30 t die Stunde; 4 Schütten mit hydrau- 
lischem Betrieb für die Erzverschiffung zu je 250 bis 380 t Ladefähigkeit die 
Stunde; 1 hydraulischer 4 t-Krahn; 1 Handkrahn von 15 t; eine 12 £ hydrau- 
lische Schiebebühne. 
4. Jafra—Huelva Pier dient nur zum Löschen und Beladen von 
Leichtern; Schiffe dürfen nicht dort anlegen. ; 
Die Kailänge ist 15 m, die Wassertiefe 4,9 m bei Hochwasser, 1,5 m bei 
Niedrigwasser. 
5. Tharsis Pier, Privatbesitz, ist 97 m lang und 18 m breit mit 
folgenden Wassertiefen: an der Ostseite 7,8 m bis 7,5 m bei Hochwasser, 4,6 m 
bis 4,4 m bei Niedrigwasser; an der Westseite 9,5 m bis 7,0 m bei Hochwasser, 
66m bis 4,0 m bei Niedrigwasser. Es sind zwei Dampfkrähne von je 124%
	        
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