Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Februar 1896.
V. Abweichungen vom mehrjährigen Mittel in Stunden.
(Die hinter der Station eingeklammerten Zahlen geben die Beobachtungsreihen an, auf welche sich das Mittel bezieht.)
Station
Marggrab. (1889/94)
Dirschau (90/94). .
Kolberg (90/94) . .
Samter (90/94) . .
Breslau (89/94) ©.
Erfurt (89/94) .
Inselsberg (89/94)
Kassel (89/94) .
Poppelsdorf (90/94)
Geisenheim (89/94)
Meldorf (89/94) .
Helgoland (91/94)
Kiel (89/93) . .
Hamburg (89/94)
Winter Frühjahr | Sommer | Herbst $
. 1 = #; Si
3/5318 | ul) „1E:[2]13 513
= | 5 [ser =i 32.518523) 31 8 5
© S g ® m! Sms S = | S > © SS SS m
ASS, Ei=m|E 3 3|5)E'21E58°15|E 5
1894‘ 1895 MH 15 | < | ASS ElA bo IE SE.
—11'—16, —32{—28 —31 +32|+51 —18' —28| +13 — 9'4+16[— 63|—59, —27'4+ 5+ 20
—10 —27'—27!_35 +20 H41]+67—10 —2 + 5'— 9 HE 27|—64! +26 + 374 28
— 7,—27 —281—17 + 1—30 +21 —43 —4 +22 —23 +20 —1511—62' —46— 62 + 19
—13'—38 — 71—58 —13 +10+49 —13, —19 +48 —40 + 5 — 80153 —59-+ 24 + 8
10 —38 —121._35 —920 391-160 +14 30 4+54—21 425: 501—66l —36.4104 + 38
— 6—15—1 —14 +14 24 5— 4 +32
+ 5:—31—27 — 9. 4+ 8 — 44-23 410 +32
— 623 — 1—37. + 7— ‚+30—16, +52
—161—18'— 438: —28 — 14-74 —21 +37
13 — 13 -4192' 30 4 92 4191464 6 444
+81 414 +1” + 91 —40| —11,-+ 334-109
+99 + 2101130 —51;— 5+ 75-111
+75 + 1 +3"H-114—30, —31'4+ 67/4108
+85/—15 +1?|-H 61|—38| —75 + 91 + 83
102.4 5-4+ 418° —14' — 94 96110
— 71—15l— €—26 + 2—18|+43 —46 +31 +46|— 8 +34+ 30J—28! —42'+ 28'4+ 72
—18+4 2+8:,—21, —23 — 54] +45 —34 +32: +28—18 +33]+ 6/+18 —98 + 43.+ 43
— | 95 —1: —28' + 4—38] +14 —39 +22 +87/— 3+ 2| — | — |—57— 3+ 86
— 8/— 9—10—18 — 5 154 2—26, +16 374 2-+181— 14125 —38— 84 57
Klima des Kamerun-Hafens.
Die meteorologischen Journale, die an Bord der deutschen Kriegsschiffe
„Habicht“ und „Hyäne“ während deren Aufenthalte im Hafen von Kamerun
geführt worden sind und sich gegenwärtig im Besitz der Seewarte befinden,
enthalten ein reichhaltiges Material zur Kenntnis des Klimas von Kamerun,
das besonders durch die täglich sechsmalige Anstellung der Beobachtungen von
Werth ist. Allerdings ist es, da die deutschen Kriegsschiffe nur zeitweise im
Hafen lagen, die übrige Zeit aber auf Reisen begriffen waren, schwierig, einiger-
mafsen zusammenhängende Beobachtungsreihen zu beschaffen. Da nun in den
sieben Jahren 1885 bis 1891, die der Bearbeitung unterworfen wurden, nur
während 1889 und 1890 in allen zwölf Monaten ein deutsches Kriegsschiff im
Hafen von Kamerun gelegen hat, andererseits aber alljährlich im Juni und Juli
dieses der Fall war, so wird im Folgenden einerseits eine Zusammenstellung
der Monatsmittel von 1889 und 15890 zwecks Ableitung der jährlichen Periode
mitgetheilt, andererseits eine detaillirtere Behandlung der in die Monate Juni
und Juli fallenden Beobachtungen aller sieben Jahre auf S. M. S. „Habicht“.
Die Beobachtungen sind durchweg alle 4 Stunden, um 4, 8 und 12a
und p angestellt worden. Die Schiffe lagen vor Anker im Kamerun-Strome,
dessen Oberflächentemperatur gleichzeitig mit den meteorologischen Beobachtungen
gemessen wurde. Die in den Journalen angegebenen Korrektionen der Instru-
mente sind angebracht.‘ Das Psychrometer war in Jalousiekästen mit Schirm,
auf dem „Habicht“ unter dem Kartenhause hinter dem Ruder, auf der „Hyäne“
unter dem Vorbau der Kommandobrücke aufgestellt.
Die Mittel aus den Jahrgängen 1889 und 1890 stellen wir in der Tabelle 1
zusammen.
Hieraus ergiebt sich als Jahresmittel für den Luftdruck 759,7 mm, für die
Lufttemperatur 26,0° C. Da die Seehöhe des Barometergefäfses auf dem „Habicht“
+ 0,8 m, auf der „Hyäne“ — 0,2 m betrug, so kann das Luftdruckmittel für das
Meeresniveau gelten, Die Temperaturmittel der beiden Jahre sind etwas ver-
schieden: 1889 26,3°, 1890 25,8°. Noch gröfser ist der Unterschied zwischen
beiden Jahrgängen in den Beobachtungen der Landstation‘) in Kamerun; hier
ist er aber überwiegend durch eine Aenderung in der Aufstellung der Instrumente
bedingt: von Januar bis November 1889 hingen die Thermometer auf der Veranda
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Vel. A. v., Danckelman: „Mittheil. aus den deutschen Schutzgebieten“, Bd. 2, 4 und 5.