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van Bebber: Rückblick auf das Wetter in Deutschland im Jahre 1895,
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‚Frühjahr Sommer
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b. S bis NNW.
Borkum —4 | —32*) — 91] +22 +23 3] +183| +14 Da 21413'—24] —19 | +20 ! + 5
Hamburg +7 | ——16* — 4 | +14 We ba + a1 7 + 5|— 1 [+19 —12| —15 | +27 1+ 5
Swinemünde +8 | —32* 0f-+6 +14 — 9 0 +15 + 5/+ 5 ' +18 —10| —23 | +20 |—11
Neufahrwasser 0 | 29 —16 | +1 38 —27 2 — 1— 2— 5 . +131+ 6] —22 | —59 |—81
München 9/9 0l+4|—12 | + 3 | —25| —10| —10l —11| — 8]—22*l + 4|+13]| + 2 | —18 |—18
10. Zahl der Windstillen.
Borkum +23| 1 2207 0 20— 214 2/—3*) 4 4) + 41— 11 0} 3]+ 51414
Hamburg 145 0/+1 o| o—1 0 2) 0) + 4/—10*+ 5 if} 2/23
Swinemünde |-—- 3 —1ı])]—1i] 0 0—1—2—2-—38—2-— 8 1]— 61 19120
Neufahrwasser |] +5 / 6| + 29 E10 | + 8 + + 7 +2 13 +21 |+ 4 |+ 2*| +27 [1057 +97?
München 9% | -+25 | E21 | E11*] +20 |-+25| 4151 4+18| 420 -+22| 42 |-+24 |-429 | +16 |+ 50?| 449
11. Mittlere Windgeschwindigkeit.
Borkum - +A+1,0' +1,22 —0,8 | —0,8| 0,0/+0,1|—1,4!-41,8/-—0,2|—0,9*] +0,7| 4+1,7| F2,2| +0,2' +0,3
Hamburg —0,5| —1,1|—1,2*| —0,6 |—0,1/—1,1/—0,4/+1,4-0,2/—0,8 | +0,1' 4+-0,9| —0,1 | —0,3] —0,3
Swinemünde | —08| —0,3|—0,5 | —0,8 |-+0,2/-0,9*/ +0,2/+0,8|—0,2/—0,4 | —0,1| 0,3| —0,2 | —0,2 | —0,2
Der Witterungsverlauf des Jahres 1895 war, abgesehen von einigen
wenigen, ganz außergewöhnlichen Erscheinungen, im Allgemeinen nahezu normal;
so dafs die Jahresmittel keine besonderen KEigenthümlichkeiten zeigen. Das
Jahresmittel der Temperatur weicht in Deutschland durchschnittlich nur um
einige Zehntel ab. Ein sehr kalter Winter, der bis weit in den März anhält;
steht einem warmen Sommer, der sowohl in das Frühjahr als in den Herbst
hinübergreift, gegenüber, so dafs sich die Abweichungen im Jahresmittel wieder
ausgleichen. .Umgekehrt verhalten sich die Niederschläge: reichlich waren sie im
Allgemeinen in der kälteren Jahreszeit, spärlicher dagegen in der wärmeren;
dabei zeichnete sich der Sommer durch grofse Gewitterhäußgkeit aus. Winde
mit östlicher Komponente waren in diesem Jahre viel seltener und solche mit
westlicher Komponente viel häufiger, als es dem Durchschnitt entspricht, nament-
lich im Frühjahr und Sommer, während im Winter die Verhältnisse umgekehrt lagen.
Als besonders hervorragende Witterungserscheinungen des verflossenen
Jahres 'heben wir hervor: die lang anhaltende, bis weit in den Frühling sich
hineinziehende Frostepoche, verbunden mit häufigen und starken Schneefällen;
und die ausgebreiteten schweren Stürme vom 5. bis 8. Dezember 1895.
Der heftigen, von Sturmfluthen, Schiffbrüchen, schlimmen Verwüstungen
zu Wasser und zu Lande und vielen Verlusten von Menschenleben begleiteten
Stürme um die Weihnachtszeit 1894 haben wir schon in dem Rückblick auf das
Wetter in Deutschland im Jahre 1894 gedacht, weshalb wir hierauf verweisen.
Nach einem ungewöhnlich milden Dezember stellte sich mit Anfang des
Jahres 1895 eine Frostepoche ein, welche am 7., 8. und 13. Januar in Süd-
deutschland und am 12. im centralen Frankreich ihre gröfste Intensität erreichte
und am 15. zu Ende ging, worauf dann wieder ein kurzer Zeitraum, vom 16. bis
zum 21. Januar, mit milder Witterung folgte. Am 22. Januar setzte wieder eine
neue Frostperiode ein, welche bis weit in den März hinein anhielt. Die De-
pressionen, welche vom 22. bis zum 28. Januar zuerst über Nordwesteuropa er-
schienen und dann südostwärts über das Nordseegebiet hinaus nach Deutschland
fortwanderten, gaben Veranlassung zu ergiebigen Schneefällen in Begleitung von
starken Wärmeschwankungen. Schon am 22. Januar hatte sich über. ganz
Deutschland eine zusammenhängende Schneedecke ausgebreitet, welche sich in
den folgenden Tagen westwärts bis zur Biscaya-See vorschob und sich bis zu
Ende der Frostperiode im März erhielt, nach und nach auch weit über die Alpen;
vyegenden hinaus nach dem Mittelmeergebiet sich ausbreitend. Das Vorhanden-