Einige Bemerkungen über Rangun.
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die Luke ausspannte, aber dieses mufste oftmals weggenommen werden, wenn die
Böen zu stark waren. Eine dieser Böen, die von einer Windhose begleitet war,
entführte einem englischen Schiffe die Sonnensegel, schlug mehrere Sampans auf
dem Flusse um, entwurzelte beim Zollhause fünf große Bäume und warf eine
Anzahl Wagen sammt den Pferden um.
Von unserer Mannschaft waren stets einige Leute krank; sie hatten leichte
Fieberanfälle und bedurften der gröfsten Pflege, weil aus dieser Krankheit leicht
Gelenkrheumatismus entstehen konnte. Am besten ist es, für die ganze Zeit
einen Arzt anzunehmen, der dann jeden Morgen an Bord kommt, um nach dem
Befinden der Leute zu sehen. Ferner ist es sehr gut, darauf zu achten, dafs die
Leute nicht barfuls gehen, sondern Strümpfe und Schuhe tragen, erstere auch
wegen der Mosquitos in der Nacht anbehalten. Durch das Kratzen der Mosquito-
stiche entstehen Wunden an den Füßen, an denen man manchmal noch auf See
monatelang zu leiden hat..
Einiges über das Seezeichen- und Beleuchtungswesen in Schweden,
Von Korv.-Kaptı z. D. DARMER, Küstenbezirks-Inspektor für Ost- und Westpreulsen.
Im Auftrage des Herrn Ministers der öffentlichen Arbeiten wurde Ende
September 1895 der Regierungsdampfer „Wilhelm Lorck“ von Neufahrwasser
nach Schweden gesandt. Zweck der Reise war die Abnahme und Ueberführung
einer Engström’schen Signalkanone, welche zur Aufstellung in Hela bestellt
worden war. Von Seiten der Königlichen Regierung in Danzig war der
Regierungs- und Baurath Anderson und der Hafenbau-Inspektor Wilhelms
beauftragt worden, das Signalgeschütz abzunehmen. Beide Herren forderten
mich zur 'Theilnahme an der Reise auf, und ertheilte der Herr Staatssekretär
des Reichs-Marine-Amts seine Zustimmung.
Die Fahrt ging zunächst nach Kalmar, wo die erste Station gemacht
wurde, dann weiter durch den Kalmar-Sund nach Kräkelund, wo die Scheeren-
Fahrstrafsen bis zur Brä Vik benutzt wurden. In Sandviken, an der Brä Vik,
wurde das Signalgeschütz an Bord genommen, nachdem es in Staffsjö erprobt
und abgenommen war. Am 28. September konnte die Fahrt nach Stockholm
über Oxelö-Sund und Södertelje fortgesetzt werden. Der Aufenthalt in Stockholm
währte drei Tage. Die Rückreise wurde am 2. Oktober von Stockholm aus an-
getreten und ging über Wisby nach Danzig, wo wir am 4: Oktober nachts nach
stürmischer Ueberfahrt wieder eintrafen. .
Die. Reise gab die Veranlassung zu den im Nachstehenden aufgeführten
Wahrnehmungen,
I. Die schwedischen Scheeren-Fahrstrafsen.
Bezeichnung, Beleuchtung und Navigirung,
Die Fahrt mit dem Regierungsdampfer „Wilhelm Lorck“ wurde nach dem
Passiren des Kalmar-Sundes: durch das Scheeren-Fahrwasser von Kräkelund nach
Norrköping und später über Oxelö-Sund nach Stockholm fortgesetzt. . Dadurch
hatte ich Gelegenheit, den interessanten Theil der schwedischen Scheeren-Fahr-
strafßsen, welcher zur Reichshauptstadt führt, kennen zu lernen und aus eigener
Anschauung einige Erfahrungen über die Bezeichnung, Beleuchtung und Navigirung
zu sammeln.
Dem Nichtortskundigen fällt es beim Fahren bei Tage zunächst auf, dafs
er bald rothe Seezeichen an St. B., bald an B. B. lassen mufs, und unwillkürlich
drängt sich ihm die Ansicht auf, daß diese ohne System ausgelegt sind. .
Dem ist jedoch nicht so. Auch in Schweden hat man, nachdem andere
Länder vorangegangen, ein allgemein gültiges Betonnungssystem eingeführt.
Dort’ in den Scheeren-Fahrstralßsen war es indessen der vielen Krümmungen wegen,
welche sie machen, nicht so einfach als bei uns. Da die Fahrstraßen selten in
nord—südlicher oder in ost— westlicher Richtung laufen, und da die Hauptrichtung
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