Stat.
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Die Witterung an der deutschen Küste im November 1896, .
575
Mittl,
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(Beaufort)
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Vgl. die Erläuterungen bei der Januartabelle.
Durch die Abweichung der Monatswerthe von den vieljährigen Mitteln
charakterisirte sich der November bei hohem Luftdruck als relativ kalt, heiter,
meist trocken und ruhig. Der Verlauf der Witterung bot viele Abwechselung;
heitere oder zum wenigsten trockene und trübe, zu Niederschlägen geneigte Tage
wechselten häufig miteinander ab, entsprechend der sich ablösenden Herrschaft
von Cyklonen oder Anticyklonen. Stürmische Winde wurden an der Nordsee
und der westlichen Ostsee bis Wismar hin nicht beobachtet, und auch die öst-
licheren Theile der Küste hatten aufser einem Nordsturm am 4., wo die Stärke 9
im Osten häufig eintrat, keinen Sturm, der über mäfsige Stärke hinausschritt.
Die Morgentemperaturen lagen, außer am 1., 2. und 11. und an der Ostsee
am 22. und 28., fast durchweg unter den normalen Werthen und zeigten, in den
wesentlichen Zügen nahe übereinstimmend, ein mehrfaches Hin- und Herschwanken,
bedingt durch den Wechsel der heiteren und kühleren mit der trüben, Erwärmung
herbeiführenden Witterung. Auf wärmere Tage zu Beginn des Monats folgte zu-
nächst Abkühlung, dann trat, nach einer theilweise nicht unerheblichen vorüber-
gehenden Erwärmung während der zweiten Pentade, ein stärkeres Steigen ein,
so dafs die Temperatur am 10. und 11. wieder die Morgentemperatur vom Anfang
des Monats nahe erreichte oder überschritt; hierauf sank die Temperatur zu-
nächst rasch, dann langsamer bis zum 17. oder 18., wo durchweg die zweit-
niedrigsten Stände des Monats eintraten. Nach einer weiteren Periode wärmerer
Tage vom 20. bis 25. folgte wieder starkes Sinken bis zu den niedrigsten
Temperaturen, die meist am 27. eintraten. Dann folgte, nach rascher Zunahme
am 28., abermals wärmeres Wetter, mit Ausnahme von Memel, wo die
Morgentemperatur am 30. wieder stark gesunken war und zum 31. wenig
Aenderung erfuhr. Während die höchste Mittagstemperatur an der Küste gleich-
mäßig 9 bis 11° betrug, sank die niedrigste Temperatur im Osten, wo auch die
höchsten Maximumtemperaturen erreicht wurden, bis auf — 10° bis — 11°, er-
heblich tiefer als im Westen. Die mittlere Veränderlichkeit von Tag zu Tag
war am Morgen und Abend durchweg gröfser als um 2 Uhr. |
Die Niederschläge fielen an der Nordsee und. westlichen Ostsee wesentlich
am 1. bis 3., 7. bis 8., 10. bis 11., 14. bis 15., 19. bis 20. und am 30., während
heitere Witterung von gröfserer Verbreitung hier am 5. und 6., 9., 13., 17. bis
18., mehrfach am 22, und 23. und am 29, eintrat; an der pommerschen und
preufsischen Küste fielen die Niederschläge am 1. bis 4., 7. bis 12., 18. bis 20.
und 27. bis 30., heitere Witterung herrschte hier am 14. bis 17.. und an der
pommerschen Küste am 26. Sehr ergiebige, 20 mm überschreitende Nieder-
schläge (innerhalb 24 Stunden) wurden nicht beobachtet. . Die gröfste Monats-
zumme erreichten die Niederschläge an der pommerschen und ostpreufsischen
Küste mit rd. 50 bis 60 mm und übertrafen hier die normalen Werthe, während
an der Nordsee und der westlichen Ostsee meist erheblich zu wenig Niederschlag
fiel. Ein kurzes Gewitter wurde nur in Hamburg am 3. beobachtet. Nebel trat
in größerer Ausdehnung am 1. an der Nordsee, am 7. an der Nordsee und