Ebert: Magnetische Kraftfelder.
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liegende Schalen. einen Querschnitt haben, welcher, mit der konstanten Feld-
intensität multiplieirt, 1 ergiebt, Die Quadrate der aufeinander folgenden Radien
müssen sich daher verhalten wie die aufeinander folgenden natürlichen Zahlen,
also wie 1:2:3 u. 8. w. .
In Fig. 4 stellen die schwach gezogenen Linien die Kraftlinien eines
homogenen Feldes und eines Magnetpoles von der Polstärke - dar, die starken
Linien ergeben die Kraftlinien des gemeinsamen Feldes,
In gleicher Weise, wie im Vorhergehenden geschildert wurde, sind auch
die magnetischen Wirkungen eines Drahtes, der von einem galvanischen Strome
durchflossen: wird, zu untersuchen. Stellt man die magnetischen Kraftlinien durch
Eisenfeilicht her und zwar einmal in einer Ebene parallel zum Stromträger, dann
senkrecht zu demselben, so erhält man
im ersteren Fall rippenförmig quer zum
Draht gerichtete Linien, im zweiten
Falle ringförmig denselben umgebende
Gebilde, Die Kraftlinien sind also auf
Cylinderflächen aufgereiht, welche den
Stromträger als Achse besitzen. Kine
dem Stromträger genäherte Magnetnadel
zeigt durch ihre Ablenkung, dafs diese
Kraftlinien auch einen bestimmten
Richtungssinn besitzen Es muß daher
auch dem Stromträger eine bestimmte
Richtung zugewiesen werden, und zwar
denkt man. sich denselben in positivem
Sinne durchlaufen, wenn, in dieser Rich-
tung blickend, die Kraftlinien uhrzeiger-
mäfsig um ihn herumzugehen scheinen.
Damit sind alle Wechselwirkungen
zwischen Magneten und Stromirägern,
soweit Massenbewegungen in Frage
kommen, festgestellt, wenn nur beachtet
wird, dafs längs der Kraftlinien ein Zug,
quer zu denselben ein Druck stattfindet,
Das Fremdartige, welches das
koncentrische ‘ Ringsystem magnetischer
Linien um den Träger eines galvanischen Stromes zunächst bietet, verliert sich,
wenn der Draht zu einer ebenen Schleife umgebogen wird. Man kann dann
leicht in der Vorstellung erkennen, dafe im Innern der Schleife die die einzelnen
Theile des Drahtes umgebenden Kraftlinien gleichgerichtet sind; sie treten also
3ämmtlich auf der einen Seite in die Ebene der Schleife ein, auf der anderen
aus und divergiren nach ihrem Austritt. Ks ist dies also das Kraftlinienbild
eines Magnets von aufserordentlich geringer Länge, einer magnetischen Lamelle,
Legt man mehrere solcher gleichgerichteter Schleifen übereinander, indem
man also den Draht auf einer Cylinderfläche aufwindet und damit ein sogenanntes
Solenoid herstellt, so können die Kraftlinien nicht zwischen den einzelnen
Windungen austreten, da zwischen denselben die Kraftlinien der benachbarten
Windungen für sich genommen entgegengesetzt zu einander verlaufen, sich also
wegdrücken; sondern sie gelangen erst bei den äufsersten Windungen zum KEin-
tritt und Austritt. Die magnetischen Kraftlinien nehmen daher außerhalb des
Solenoides einen Verlauf wie im Felde eines Magnets, während der Innenraum
von parallelen Kraftlinien von gleicher Dichte durchflossen wird, also daselbst
ein homogenes Feld besteht.
Bei der graphischen Darstellung eines koncentrischen Kraftliniensystemes,
wie es einen Stromträger umgiebt, werden einfachere Festsetzungen als für die
Magnetfelddiagramme getroffen werden können. Wir können hier die Kraft-
röhren von zwei parallelen, senkrecht zum Stromträger gelegenen Ebenen
begrenzt denken. Der Abstand dieser beiden Ebenen betrage 1 cm. Ueber den
yezeichneten Kraftlinien senkrecht zu den Ebenen errichtete Kreiscylinder
Fig. 4.