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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 24 (1896)

563 Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Dezember 1896. 
Theile theilt, die durch die Theilpunkte senkrecht zum Durchmesser gelegten 
Ebenen schneiden dann aus der Kugelfläche die 4m Zonen von gleicher Ober- 
gäche aus. Die Fig. 1 stellt einen durch den zu theilenden Durchmesser gelegten 
ebenen Schnitt durch die Kugel und die die Einheitsröhren begrenzenden Kegel 
dar. Der Durchmesser ist in zwölf gleiche "Theile getheilt, entsprechend einer 
Polstärke von 12/4;r. Die Radien ergeben die Richtung der Kraftlinien in der 
Ebene der Figur. Die Feldstärke an den einzelnen Punkten des Feldes ist um- 
gekehrt proportional der Entfernung (b) zweier solcher benachbarter Radien und 
der Entfernung (r) von dem als Achse genommenen Durchmesser, Die Figur 
giebt also in den Radien ein Diagramm des magnetischen Feldes eines Einzel- 
poles. Wird in derselben Ebene noch das Diagramm des magnetischen Feldes 
eines zweiten Magnetpoles entworfen und dabei die Verbindungslinie der beiden 
Pole als gemeinschaftliche Achse für beide Diagramme genommen, so können in 
einfacher Weise die gemeinsamen Wirkungen der beiden Felder konstruktiv dar- 
gestellt werden (Fig. 2 und 3). Nach dem Gesetz der Summation von Vektor- 
Fig. © 
Fi 
&, 
gröfsen erhält man die Kraftlinien des gemeinsamen Feldes dadurch, dafs man 
die Diagonalen in den durch die sich schneidenden Kraftlinien der Einzelpole 
gebildeten Vierecken zieht, wobei jedoch die Richtung der Kraftlinien zu beachten 
ist. Ein Bild des gesammten Feldes gewinnt man, wenn man sich die Zeichnung 
um die Verbindungslinie der beiden Pole gedreht denkt; der Raum, welcher von 
zwei benachbarten Kraftlinien durch diese Rotation herausgeschnitten wird, stellt 
dann eine Einheitskraftröhre dar. Auch hier ist die Feldstärke an den einzelnen 
Punkten umgekehrt proportional der Entfernung zweier benachbarter Kraftlinien 
und der Entfernung von der Achse. Fig. 2 stellt in seinen stark gezogenen 
Linien demnach ein Diagramm des magnetischen Feldes zweier ungleichnamiger 
Pole von der gleichen Polstärke ir dar, Fig. 3 ein solches zweier gleichnamiger 
A7E 
Pole der Stärke 79 und A, 
7 4x 
Unter einem homogenen magnetischen Felde versteht man ein Feld, 
in welchem die Kraftlinien einander parallel verlaufen und die Feldstärke überall 
die gleiche ist. Ein solches zeigt für Gebiete von nicht allzu grofser Ausdehnung 
der Erdmagnetismus. Will man ein solches Feld in Einheitskraftröhren zer- 
legen, die Rotationskörper um eine Achse darstellen, so wird dies durch Cylinder 
zu geschehen haben, deren Achse der Kraftlinie parallel ist und deren dazwischen
	        
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