546 ‚ Aunalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Dezember 1896.
wu | Stunde | Se | 012
19/4 Ssha
19/4 4hp
20/4 aha
20/4 4bp
21/4 8ha
21/4 4bp
22/4 Sha
22/4 10h 3509
0° 42'
1° 23°
1° 28°
1° 46
2°22'
2° 47'
3° 31°
20 40°
134° 36'
135° 58°
135° 9‘
139° 26°
40° 54'
42° 9
144° 13°
144° 36‘
22/4
/5
1/5
2/5
9/5
4h p
Sha
4hp
8ba
4h p
4° 14°
6° 25‘
6° 32
6° 22
3° 49!
145° 19°
147° 583°
148° 32'
150° 23
1A1? 34
äom. 9 1 g!75°
| Aräom, t Sige
| Salz-
gehali
1,023:25
23720
22:65
2380
23:25
2315
2240
“18 0)
28,7°
29,8°
28,3°
29,6°
291°
29,69
28.6°
(28,09)
1.026'15 34,25
26:40 34,64
25:40 33,27
27:00 35,37
26:25 34.38
26:30 34,45
25-25 | 33.08
(20:5) ı (26,9)
2375
2580
23°80
23-55
23'80
28,5°
28,8°
29,0°
28,7°
29,2° |
2660
2675 |
26:80
26:50 |
26'884
34,85
35,04
35.17
34,77
35.1€
Bemerkungen
Oestlich von Mefur-Insel
‚ Nordöstlich von Kap D’Urville!)
Zwischen Lesson - Insel und
Kaiserin Augusta-Flufs?}
Nördlich von Finsch-Hafen
Mitte der Dampier-Strafse
Vord, Hansa-Bai,Neu-Pommern
Querab von Kap Cunmningham
Die Windhose vom 5. Juli 1890 bei Oldenburg und die Gewitterböe
vom 10. Juli 1896 in Ostholstein.
(Beiträge zur Kenntnifs der Böen und Gewitterstürme, vierte Abhandlung.)
Von Dr. W, KöPrEN.
(Schlufs.)
C. Zeit, Verlauf und Natur der Erscheinung. — Vergleich der Böe mit der
Trombe, dem Wassersprung und der Sprungwelle.
Die Feststellung der genauen Zeit des Ausbruches und der Dauer des
Gewittersturmes ist dieses Mal nicht so gelungen wie bei der Gewitterböe vom
9. August 1881. Sicher ist nur, dafs er sich an der Lübeck — Eutiner Bahn
innerhalb der Zeit 4" 0” bis 4" 38” mitteleuropäischer Zeit abspielte. Es ist
kein Eisenbahnzug von der vollen Kraft des Unwetters getroffen worden, da die
beiden Züge, die um diese Zeit unterwegs waren — Zug 7 von Eutin nach
Lübeck, und der um 4" 5" von Ahrensbök abgehende Zug —, sich in ziemlich
vom Unwetter verschonten Gegenden bewegten; als Zug 7 Pansdorf erreichte,
war das Unwetter längst vorüber; hatten doch Wind und Regen schon aufgehört,
als er um 4* 38” (verspätet) nach Gleschendorf kam. Vom Personal des Zuges 7
konnte ich nur erfahren, dafs in Eutin der Regen um 4" 12” begonnen?) und
während der Fahrt bis in die Nähe von Gleschendorf angehalten babe; der
Windstofs scheint auf diesem Zuge nur wenig bemerklich gewesen zu sein. Ein-
gehender waren die Schilderungen der beiden Bediensteten der Kleinbahn
Ahrensbök—Gleschendorf, leider aber unter sich widersprechend. Sie stimmten
zwar darin überein, dafs es während der ganzen Fahrt, die von 4" 5“ bis 4* 25"
dauerte, blitzte und donnerte, doch sollten nach Aussage des Lokomotivführers
erst bei der Ankunft in Gleschendorf Wind, Regen und Hagel ausgebrochen sein,
die erst 5 bis 8 Minuten später ihren Höhepunkt erreichten, während nach jener
des Schaffners diese schon bei der Abfahrt des Zuges in Ahrensbök begonnen
hatten und bald nach der Ankunft in Gleschendorf aufhörten. Und zwar setzte
Letzterer die interessante Bemerkung hinzu, dafs der Regen zuerst nur in die
nördlichen Fenster des Zuges geschlagen habe, später aber die südlichen
geschlossen werden mufsten, weil der Wind anscheinend sich gedreht hatte. Am
verläfslichsten dürfte die Angabe des Stationsvorstehers in Gleschendorf sein,
wonach dort der Wind seinen Höhepunkt um 4#* 18” oder 4* 20“ . erreichte,
1) „Liki-Insel liegt auf der Karte 10 Sm zu weit westlich.“ Prof. Dahl.
2) „Das graue Wasser des Kaiserin Augusta-Flusses geht bis Lesson-Insel und nach Osten
bis Vulkan-Insel.“ Prof. Dahl.
3) Nach dem Gewitterbeobachter des „Preufs. Met. Inst.“ dagegen schon um 3h 55m,