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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 24 (1896)

Krümmel: Aräometerbeobachtungen auf der Fahrt von Neapel nach Matupi. 545 
Diese Reihe ist wieder darum wichtig, weil sie Meeresstriche betrifft, 
deren Salzgehalt noch sehr unbekannt ist, was, merkwürdig. genug, namentlich 
von der Java-See gilt. Dr. G. Schott hat in seiner Karte des Salzgehaltes der 
ostasiatischen Gewässer!) die Isohalinen für die Java-See ganz weglassen müssen, 
da er die Beobachtungen Bouquet de la Gryes für unzuverlässig zu halten 
scheint. Ich möchte sje, wie aus dem Vorigen schon zu schliefsen ist, durchaus 
hicht verwerfen; seine Route führte ihn Ende Juli 1874 von Singapur nach 
Batavia und' von da über Surabaya nördlich an Bali, Lombok und Sumbawa 
entlang, sodann durch die Sapi-Strafse und die Sawu-See weiter östlich, während 
Prof. Dahls Route in der Java-See bedeutend nördlicher liegt und mit recht 
Ostkurs auf die Strafse zwischen Celebes und Selajar führt. Aufserdem besteht 
noch der wichtige Unterschied, dafs der Franzose bereits vollen Ostmonsun hatte, 
während Dahl in der Uebergangszeit (vgl. auch die hohen Beobachtungs- 
temperaturen) den Weg zurücklegte. Im westlichen Theil zwischen Singapur 
und Batavia passen die Beobachtungen Dahls recht wohl zu der Darstellung 
Schotts; die sehr geringen Salzgehalte in der Banka-Strafse (am 10, April). sind 
vollkommen verständlich, wenn sie auch nur genähert richtig beobachtet werden 
konnten. In der Java-See hat Dahl zunächst einen ‚höheren Salzgehalt wie 
Bouquet de la Grye, der näher an der javanischen Küste (184 Sm östlich von 
Batavia in ca 109142° O-Lg) 31,7 Promille fand, gegen Dahls 33,1 bis 33,5, 
Vor der Madura-Strafse, in 6° 42' S-Br, 112° 52‘ O-Lg, erhielt der Franzose 
33,5 Promille, Dahl nördlich davon am 13. April morgens 33,15. Weiter nach 
Osten wird der Unterschied wieder grofs, denn Bouquet de la Grye fand 
nördlich von Bali 34,2 Promille, nördlich von Lombok 34,8 und vor der Sapi- 
Straße 35,6 Promille. 
7. Aräometerbeobachtungen aus der Banda- und Molukken-See. 
Tag | Stunde 
15/4 
15/4 
16/4 
16/4 
17/4 
17/4 
18/4 
18/4 
sh a 
4b p 
aha 
4h p 
Sha 
4h p 
sha 
hp 
Position 
Q.Br | O-Le 
5° 40 
5° 42' 
4° 33° 
3° 31‘ 
3° 25° 
1° 38’ 
0° 40' 
0° 19 
120° 38' 
22° 3 
24° 10 
25° 8' 
‚26° 52' 
28° 9‘ 
830° 37 
1399 1 
Aräom. 
1,022°25 
22'50 
22-20 
22‘95 
23:15 
2295 
24'45 
98.05 
o 
‚oo } 1250 
17.5° 
28,7° 
29,1° 
28,8° 
28,6° 
98,1° 
29,1° 
97,2° 
99.79 | 
02515 
25:50 
25-13 
25°80 
2585 
25-95 
2690 
26:60 
Salz- 
gehalt 
32,95 
33,44 
32,92 
33,80 
33,87 
34,00 
15,24 
34,85 
Bemerkungen 
Südlich von Pulo Obi 
\ In der Dampier-Strafse 
. Die für diese Gebiete etwas komplicirte Zeichnung auf G. Schotts Karte 
beruht wesentlich auf den Beobachtungen des „Challenger“ im Oktober 1874 
zwischen Amboina und Ternate, wobei in der Pitts-Passage Salzgehalte zwischen 
34,4 und 34,95 Promille notirt wurden. Aehnliche Salzgehalte fand auch die 
„Gazelle“ nördlich von Ceram Mitte Juni 1875. Vielleicht sind Dahls hier 
durchweg um 1 Promille: kleinere Werthe auf die abweichende Jahreszeit zurück- 
zuführen. 
8. Aräometerbeobachtungen bei Neu-Guinea und Neu-Pommern. 
Von diesen Beobachtungen (S. 546) erscheint die am 20. April nachmittags 
4 Uhr erhaltene auffallend hoch. Die übrigen stimmen ganz vortrefflich zu den 
vom „Challenger“ im Februar 1875 nördlich von Neu-Guinea bis zur Admiralitäts- 
Insel angestellten, namentlich ist für 140° und 141° O-Lg volle Identität vor- 
handen. Die „Gazelle“ hielt sich auf ihrer Fahrt nach Osten nördlich vom 
Aequator, so dafs nur wenige Beobachtungen in der Gegend südlich von der 
York-Strafse hier zum Vergleich stehen. Diese stimmen ebenfalls recht gut. 
Die Eintragung der Linie für das specifische Gewicht = 1,0265 auf Tafel 5 des 
Atlas des Stillen Oceans der Seewaärte erscheint nach alledem durchaus zutreffend. 
') „Petermanns Mittheilungen“, Ergänzungsheft 109, 'Fafel 3. 
Ann, d. Hydr., ete., 19%6, Heft XH.
	        
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