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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Dezember 1896.
Was die starke Depression des Salzgehaltes westlich von den nördlichen
Maldiven betrifft, so zeigen die neuen englischen Strömungskarten!) für Februar,
März und April, dafs hier von der Westküste Vorderindiens her der Strom vom
Lande hinweg nach Südwesten setzt und also auch das schwächer salzige Küsten-
wasser dahin mit sich führt. Zwischen den Maldiven und Ceylon aber strömt
stärker salziges Wasser recht aus Osten und Südosten herzu, so dafs damit das
Ansteigen des specifischen Gewichtes auf der graphischen Darstellung zwischen
73° und 77° O-Lg nach Makaroff und Dahl verständlich wird. — Die im
Sommermonsun abweichend ausgebildeten Strömungen lassen vielleicht auch die
hier etwas abweichende Kurve nach Bouquet de la Grye verständlich er-
scheinen; der durchweg nach Ost und OSO gerichtete Strom könnte die Ost-
grenze des hohen specifischen Gewichtes leicht verwischen, so dafs das Minimum
des Salzgehaltes in 71° O-Lg nur 1,5 Promille unter dem Maximum im Westen
bleibt und östlich von den Lakkadiven und Maldiven dann das von der dann regen-
reichen Malabar-Küste nach SO abströmende schwächer salzige Wasser dazu
kommt. Das erneute sehr starke Ansteigen des specifischen Gewichtes dicht vor
Ceylon bleibt allerdings auffällig und schwer verständlich.
5. Aräometerbeobachtungen zwischen Colombo und Singapur.
Tag
28/3
29/8
29/3
30/3
30/3
31/3
1/4
9/4
Stunde |
6h 35m p
8h 10m a
5b 20m p
7h 35m a
5b 30m p
3h 50m a |
gb 35m a |
ba
Position
N-Br | O-Lg
5° 50'
5° 57'
6° 5
BO 19!
80° 21’
82° 40°
85° 00’
88° 12'
59 12°
5° 57'
4° 29°
19 381
90° 34’
93° 37’
938° 41'
102°40'
' 1 17,5°
5 © a1
Aräom.! Sazze
1,024°30
24:00
2245
28-10
28,1°
28,1°
27,6°
98 1°
1,027'01
26'73
25:00
25:80
28:05
23:45
21'95 |
29-15 ı
29,09
28,1°
28,6°
28,6°
2604
2615
24:80
25:00
Salz-
gehalt
30,38
35,02
32,75
33,80
34,11
34,25
32,49
30,75
Bemerkungen
(Nur 12 Sm südlich von Ceylon)
Nach einem sehr starken Regen-
guls
Diese Reihe bietet nur zu wenigen Bemerkungen Anlafs, Die erste Beob-
achtung erscheint auffallend hoch, Makaroff bat in derselben Gegend nur 1,0256
bis 1,0257; auf der übrigen Strecke ist die Uebereinstimmung besser. Am Eingang
zum Andamanischen Meer nördlich von Atsehin (in 95° und 96° O-Lg) fand auch
Dr. Schott Mitte Januar 1892 den Salzgehalt zwischen 33,7 und 32,1 Promille.
— Die Darstellung im Atlas des Indischen Oceans, Tafel 5, die sich wesentlich
auf englisches Material stützte, läft im Ganzen noch geringere Dichtigkeiten
des Seewassers erwarten, doch möchte ich den neueren Beobachtungen Makaroffs
und Dahls ein gröfseres Gewicht beilegen.
6. Aräometerbeobachtungen in der Banka- und Java-See.
Tag
9/4
9/4
10/4
LO |
11/4
12/4
12/4
13/4
18/4
14/4
14/4
Stunde
12b m
4b p
Bha
4h np
aha
3ha
4h p
3h a
4bhp
Bha
A1.
Position
Breite | O-Le
1° N
0°18‘N
2°10'8
9° 581 8
104° 12’
104° 1
105° 6’
106° 10°
5°30'8
6° US
6° 58
6° TUR
8° 78
6° 78
Ro
106° 48’
108° 52°
110° 12
112° 50
114° 10°
116° 47'
1180 m
Aräom.
L,021°80
22:25
(15°0) |
90:80)
21'80
2225 |
22'251
22:30
21°90
2130
2160
n
29,5°
29,5°
28,1°
99.929
29,1°
29,1°
30,00
29,1°
28,9°
28,9°
28,3°
17,59
5 17,5°
1,024'90
25:37
(17:4)
(23°8)
24:80
25°20
2554
25730
24 90
24°25
24:35
Salz-
zehalt
32,62
33,28
22,8)
(31,2)
32,49
33,08
33,46
33,14
32,62
81,76
31.89
Bemerkungen
Mit dem kleineren Aräometer
Aufserhalb der Theilung der
Skala geschätzt
Am11.inTanjongPriok(Batavia)
ı) .„Monthly Current Charts for the Indian Ocean“, London 1896.