Krümmel: Aräometerbeobachtungen auf der Fahrt von Neapel nach Matupi.
343
Vertheilung der speeifischen Gewichte (S55:) an der Oberfläche zwischen Aden
und Colombo.
a5 80° 85° 60° 65° 70° ars
A BL AA a -
la0280
„.
a
EI
10225
DPA
x
102902
4,0255
a a A
45° 50° 55° 60°0.L_ 65° nn
ÖKrümmel del m m
Prof Dr. Dahl , Ende Märx 1896.
— Bouquet. dela Grye ‚Anfarıgq Jule 1874 .
MakarofF, Februar 1889.
—_
m.
Nachmittag des 25. März so frappirt, daß er die Beobachtung sofort wiederholte.
Makaroff, der seine Officiere alle vier Stunden beobachten liefs, erhielt, von
Osten kommend, einen etwas komplicirten, aber doch auch sehr deutlichen
Anstieg. Die von mir im Atlas des Indischen Oceans der Seewarte auf Tafel 5
eingetragene Zunge des über 1,0275 betragenden specifischen Gewichtes beruhte
auf Bouquet de la Gryes Beobachtungen; diese Grenze von 1,0275 wird also
nunmehr um etwa zwei Längengrade weiter westlich zu verschieben sein (für
{0° N-Br), im Uebrigen aber ist an der Existenz dieser aus dem Golf von Aden
nach Osten hin sich erstreckenden Region von 8o auffällig hohem Salzgehalt kein
Zweifel mehr übrig, und es bleibt nur noch ihre Ausdehnung nach Norden in
das Arabische Meer hinein und nach Südwesten hin auf die Seychellen zu fest-
zustellen, wofür leider das mir zugängliche Material versagt. Auch zwischen
70° O-Lg und der Küste Vorderindiens werden die Verhältnisse in Wirklichkeit
viel komplieirter liegen als auf meiner sehr schematisch gehaltenen Zeichnung
im genannten Atlas, Tafel 5, dargestellt ist. Dies aufzuklären mufs indeß der
Zukunft vorbehalten bleiben.
Das Minimum des specifischen Gewichtes (mit ca 1,026) Hegt nach Dahl
und Makaroff zwischen 69° und 73° O-Lg, reicht also ostwärts über die Maldiven
(in 9° Breite) nicht hinaus, vielmehr nimmt anscheinend der Salzgehalt auf Ceylon
hin wieder zu (1,0268 nach Dahl und Makaroff in 77° O-Lg). Wenn Makaroff
in nächster Nähe der Westküste dieser Insel wieder einen Abfall der specifischen
Gewichte unter 1,026 fand (9. Februar 1889), so hängt das muthmafslich mit der
von Osten um Ceylon herum aus dem Bengalischen Golf kommenden Meeres-
strömung zusammen, die nicht nur an sich schwächer salziges Wasser mit sich
führt (vgl. die folgende Tabelle 5), sondern auch noch zeitweilig an der Ostküste
Ceylons selbst durch die Regenfälle des Nordostmonsuns beeinflulst werden kann.