Kapstadt — St...Paul de Loanda,
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F, Mossamedes — Espiegle-Bucht.
li. Kurse, Küste. Am 9. April verließ S. M. S. „Sperber“ den Hafen
von Mossamedes und steuerte, nachdem in der Bucht zur Deviationsbestimmung
Kreise gelaufen waren, mit NzW'/2W-Kurs aus der Bucht heraus. Um 10* wurde
der Kurs auf NOzN geändert und mit diesem Kurse bis 3" 45". längs der Küste
gedampft. Von 3"45* mit verschiedenen Kursen um Kap Martha herumsteuernd,
wurde um 4*40” p in der Espiegle-Bucht in 14m Wasser geankert. Anker-
peilung war wegen nicht richtiger Lage der Objekte in der Karte nicht zu er-
halten. Nach mehreren in den folgenden Tagen gemachten Beobachtungen lag
der Ankerplatz auf ungefähr:
13° 52’ 34“ S-Br,
12° 31' 4” O-Lg.
Ein ziemlich gleichmäfsig verlaufender Höhenzug, oft unterbrochen durch
Einschnitte, zieht sich längs der Küste hin; seine Färbung an der Seeseite ist
hellgelb.
5 Die Tiger-Bai sowie die einzelnen gröfseren Einbuchtungen waren gut
auszumachen. Kap Martha wurde schon auf ungefähr 12 Sm deutlich als solches
erkannt. Zum Einsteuern wurde die Karte von S. M. Knbt. „Habicht“ vom Jahre
1889,90 benutzt, jedoch zeigte sich hierbei, sowie auch nach den an den folgenden
Tagen gemachten Beobachtungen, dafs in dieser Karte sowohl die angegebene
Länge, als auch die Küstenkonturen der Bucht nicht richtig sind. Die Länge
des Observationspunktes ist auf 12° 25‘ 30" Ost angegeben, sie ist jedoch nach
mehreren Beobachtungen ungefähr 4=12° 30‘54“. Auch in der englischen
Specialkarte (Titel VIII, No. 11, 86) ist die Länge nicht richtig, die Bucht
sowohl wie die Küste herauf bis zur St. Mary-Bucht müssen in derselben 2'/4 Sm
weit westlicher liegen. ‚,
Die Gestalt der Bucht, in welcher der Ankerplatz angegeben, ist die in
der englischen Specialkarte (Titel VI1II, No. 11, 86) verzeichnete, die nach NO
zu sich weiter erstreckende Küste dagegen ist in der deutschen Karte richtiger.
2. Wind, Wetter, Strom. Der Wind war NNW bis westlich, Stärke 1,
das Wetter klar und schön, Strom war, soviel festgestellt werden konnte, nicht
vorhanden.
Das Wasser nahm bei der Annäherung an die Bucht eine grünliche
Färbung an.
6. Espiegle-Bucht — St. Mary-Bucht — St. Paul de Loanda. ;
il. Kurse, Küste. Am 13. morgens verliefs das Schiff die Bucht und
steuerte mit Nz01/sO0 und NNO'40 längs der Küste. Während der Fahrt wurde
festgestellt, dafs die Küste in der Karte mindestens 2'/4 Sm zu weit östlich liegt.
Pine Islet kam auf ungefähr 15 Sm !/2 Strich St. B. voraus in Sicht. Als dieselbe
querab war, wurde Kurs auf N0z0!/40 geändert und von 9"15" an mit ver-
schiedenen Kursen in die Bucht hineingesteuert. Die in der Karte auf Kap
St. Mary verzeichnete Säule ist ein Kreuz. Dasselbe befindet sich auf der zweiten
Erhebung von See aus gerechnet und war gut zu erkennen.
Während des Vormittags wurde zur Abhaltung der KRevolverkanonen-
schiefßübung in der Bucht auf die Bay Island zu und von derselben abgedampft
und um 12* 40” mit NNO%sO Kap Palmarinhas angesteuert, Vom Mittagsbesteck
des folgenden Tages wurde der Kurs auf N’/sO geändert. a
Das Feuer von Kap. Palmarinhas kam 11* 35” p in einer Entfernung von
ca 15 Sm in Sicht; “dasselbe brannte nicht ganz regelmäfsig, es war einmal
während der Dauer von einigen Minuten nicht zu‘ sehen. Von 2"15”a am
15, April wurde NO*40 und von 6" an mit verschiedenen Kursen in den Hafen
hineingesteuert. Das Feuer von Kap Lagosta wurde 4* 30" a in einer Entfernung
von 18 Sm gesichtet, dasselbe brannte regelmäfsig. N
Um 8 a wurde in 31 m Wasser in der Peilung: Kap Lagosta-Feuerthurm
07/sN, Loanda Reef-Bake NO'/0, Fort San Miguel WSW'/sW, geankert,
Die Bake von Loanda Reef war erst auf kurze Entfernung ‚gut auszumachen,
sie hebt sich sehr schlecht vom Hintergrunde ab.
2, Wind, Wetter, Strom. Der Wind wehte während des Aufenthaltes
in Espiegle-Bai mit Stillen abwechselnd hauptsächlich aus nördlicher und nord-