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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 24 (1896)

Die Witterung an der deutschen Küste im Oktober 1896. 
Stat. 
Windrichtung, Zahl der Beobachtungen (je 3 am Tage) 
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Windstärke 
(Beaufort) 
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2,4] 2,5 |2,4 
3,0| 2,7 13,4 
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2,9| 3,2 {2,4 
3 
$ 
» 
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3,41 3,4 13,0 
30 3,1 2,4 
12,3 2,9 11,9 
[3.218,53 12,9 
Vgl. die Erläuterungen bei der Januartabelle. 
Die Wetterlage über Europa zeigte im Oktober reiche Abwechselung. 
Depressionen boten in ihren Wandlungen und ihrem Fortschreiten mannigfachen 
Wechsel, während Hochdruckgebiete Centraleuropa kaum berührten. Die Herr- 
schaft der Depressionen deutet sich durch die niedrigen Monatsmittel des. Luft- 
druckes an, die in ihrer Zunahme nach Osten hin zugleich deren gröfsere. Häufg- 
keit auf der Westseite :Europas erkennen lassen. In..den Monatswerthen der 
übrigen meteorologischen Elemente charakterisirt sich der verflossene Monat ‘als 
mild, mit Ausnahme der westlichen Nordsee; der Ueberschufs der Monatstemperatur 
über die normale nahm nach Osten zu. Bei nahezu normaler Bewölkung lagen 
die Niederschlagssummen vorwiegend erheblich unter den vieljährigen Werthen. 
Den schwersten Sturm hatte aus östlicher Richtung die mittlere und westliche 
Ostsee am 14. 
Die Morgentemperaturen lagen an der östlichen Ostsee fast. beständig. 
über der Normale, an der westlichen Ostsee und der Nordsee jedoch am 1. bis 3., 
6., 12., 13. und 19. bis 31. meist. darunter. Bis gegen Monatsmitte zeigte die 
Morgentemperatur meist nur geringe Schwankungen um eine. ziemlich gleich 
bleibende hohe Mittellage, abgesehen von kühleren Morgen an der.Nordsee am 
12, bis 14., dann trat starke Abkühlung ein, und es schlofs sich eine  kühlere 
dritte Dekade an, in welcher die Morgentemperatur, aufser im Osten, wieder 
nur kleine Schwankungen um eine ziemlich konstante Lage ausführte. Nur in 
Neufahrwasser sank die Temperatur bis auf den: Gefrierpunkt, während als 
höchste Temperatur 20° noch vielfach erreicht wurde, am 8. Oktober, dem’ fast 
durchweg wärmsten Tage des Monats. 
Vorwiegend trockenes Wetter herrschte nur am 1., 2. und. 8. an der. 
ganzen Küste, am 9. und 10. an der mittleren und östlichen Ostsee, am 11. und 
13. an der Nordsee und westlichen Ostsee, am 15. an der ganzen Küste, am 16. an 
der-Nordsee und der westlichen Ostsee, mit Ausnahme. der schleswig-holsteinschen 
Küste, am 19. an der östlichen Ostsee, am 25. und 26. an der mittleren und 
östlichen Ostsee, am 27. bis 29, an der östlichen Ostsee, am 30. an der west- 
lichen und mittleren Ostsee und am 31. an der Ostsee. Die regnerische Witterung 
erfuhr demnach an der Nordsee nur kurze und geringe Unterbrechungen. Sehr 
ergiebige, 20mm übersteigende Niederschläge fielen am.5. auf Helgoland (25) 
und in Flensburg (21), am 6. in Schleimünde (24) und am 11. in Rügenwalder- 
münde (20). Heiteres Wetter in gröfserer Ausbreitung trat nur vereinzelt auf, 
am 1. an der Nordsee, am 8. ostwärts der Elbe, am 9. und 10.-an ‚der mittleren 
and östlichen Ostsee und am 25. an der östlichen Ostsee. Ausgebreiteter Nebel 
berrschte am 1. an den mittleren Theilen der Küste, am 2. an der Nord- 
see und östlichen Ostsee, am 10. an der westlichen Ostsee, am 13. an der ganzen 
Küste, am 15. an der Nordsee, am 22. und 23. an der Nordsee und westlichen 
Ostsee und am 31. an der Nordsee. 
Gewitter wurden am 5. an der ganzen Küste und am 6. an der. Ostsee 
vielfach beobachtet.
	        
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