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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 24 (1896)

Flaschenposten, 
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liegend; Trift der Flasche 912 Sm nach 0’!AN; zwischen der Absendung und 
der Auffindung derselben sind 9 Jahre, 8 Monate und 7 Tage verflossen. + + 
Eingesandt vom Reichs-Marine-Amt, 
x) Ausgesetzt von dem Dampfer „Tai-Cheong“, Kapt. P. Duhme, auf der 
Reise von Amoy nach Singapore, am 9. Juni 1895 auf 10° 25‘ N-Br und 110° 36‘ O-Lg, 
mit Sand beschwert; gefunden von dem Eingeborenen Basıilio Tampilic am 
18. August 1895 an der Südwestküste der Insel Luban, auf 13° 50’ N-Br und 
120° 13’ O-Lg, am Strande liegend. Trift in 70 Tagen 600 Sm nach ONO'!A40. 
Eingesandt vom Gouverneur der Insel Mindoro durch Vermittelung des 
Kerl. Konsulates in Manila und des Auswärtigen Amtes. 
y) Ausgesetzt von dem Schiffe „Jessonda“, Kapt. A. Oesselmann, auf 
der Reise von Newcastle N. S. W. nach Coquimbo, am 3. Dezember 1893 auf 
46° 15‘ S-Br und 134° 30‘ W-Lg; gefunden von Rodolfo Bourgeois am 22. No- 
vember 1895 an der Westküste der Insel Chiloe, in 42° 40‘ S-Br und 74° 6‘ W-Lg, 
auf dem Strande von Cucao liegend. '"Trift in 719 Tagen 2592 Sm nach O’/AN. 
Eingesandt vom Ksrl. Konsulat in Valparaiso. 
z) Kapt. H. Reuter, Führer des Schoners „Flink“, theilt der Seewarte 
aus Jaluit mit, dafs ihm im Juli 1895 in Ligieb ein Flaschenpostzettel übergeben 
sei, den er an das „Hydrographic Office“ in Washington weiter befördert habe, 
der am 18. Februar 1894 von dem Schiffe „Mang-King“, Kapt. G. C. Karran, 
ausgesetzt und im April 1895 von einem Eingeborenen am Strande der Insel 
Uderik, Marschall-Inseln, auf ungefähr 11° 18‘ N-Br und 169° 56’ O-Lg aufgefunden 
wurde. Trift in rund 14 Monaten 4956 Sm nach W54N. 
Notizen. 
ı. Ankerplatz vor der Mündung des Ketapang (Borneo, West- 
küste).') Nach einem Bericht des holländischen Regierungsdampfers „Djambi“ hat 
die Fahrrinne des Ketapang nur 0,46 bis 0,61 m (1'/» bis 2 voet) Tiefe. Der 
Grund besteht aus Sand, und der mittlere Fluthwechsel beträgt 0,91 m (3 voet). 
Vor der Mündung hat man bei gutem Wetter und ruhiger See einen guten 
Ankerplatz in 5,5 m (3 vm) Wasser. Von diesem aus peilen: Tandjung Beras 
Bassa S 25° O0, Südhuk, Mündung des Karbauw N 48° O0, die Kugelbaken vor dem 
Wachthäuschen S42°O. Der Ankerplatz liegt ungefähr in 1°48' S-Br und 
109° 52'/' O-Lg. Es ist nicht räthlich, dichter am Lande zu ankern. Als Mils- 
weisung wurde 2° 30‘ O-Lg angenommen. . 
2. Mofia-Insel und -Untiefe, Nordküste von New Guinea, Kapt. 
C. Dewers, Führer des in der Fahrt zwischen Singapore und dem Kaiser Wilhelms- 
Lande (via Zwischenplätzen) beschäftigten Dampfers des Norddeutschen Lloyd 
„Stettin“, schreibt in seinem meteorologischen Journal: 
„Am 10. September 1895, um 12 Uhr mittags, befanden wir uns nach 
astronomischen Beobachtungen‘ auf 0° 26‘ S-Br und 135° 8’ O-Lg, etwa 5 Sm 
westlich der Insel Mofia, und konnten feststellen, dafs diese Insel in der von 
ans benutzten holländischen Karte, herausgegeben vom Hydrographischen Amt 
in Batavia, verbessert bis zum Jahre 1894, um etwa 5‘ zu südlich niedergelegt 
ist. Um 0*45" p, nachdem wir rw. SOz0'/40 7 Sm seit Mittag gelaufen waren, 
befanden wir uns auf der Mofia-Untiefe und konnten deutlich den Korallengrund 
sehen. Aber bevor wir noch das Tiefseeloth fertig bekommen konnten, waren 
wir schon über die Untiefe hinweg und wieder auf tiefem Wasser. In der 
oben angeführten Karte ist diese Stelle ohne weitere Bemerkung mit 10, 13 und 
14 Faden bezeichnet.“ 
4‘) Aus: Meededelingen op zeevaartkundig gebied, over Neederlandsch :Oost-Indi&, Afdeeling 
Hydrographie, van het Ministerie van Marine. 1896. No. 1/2.
	        
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