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Metadata: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 24 (1896)

Reise des deutschen Schiffes. „Columbus“ von Cardiff nach Singapore, 485 
-.. Im.der. China-See hielt: der Wind sich meistens südlich, war.aber nur flau, 
so: dafs wir. erst am 25. Mai um 11 Uhr vormittags. den Eingang zur Rhio-Strafse 
erreichten. Der. Wind. wehte zur Zeit steif aus SW, mit Regen, wurde aber bald 
wieder. flau, und. da der Strom südlich..setzte, hatten wir erst um 8‘ Uhr: abends 
das Feuer von Klein Garras hinter uns. Ganz leiser Zug aus SSE, bei dem das 
Schiff nur ;eben steuerte, führte uns während der Nacht durch die Straße, Bis 
zur. Rhede von Singapore gebrauchten wir dann noch eine unverhältni/smäfsig 
lange. Zeit, indem wir zu den letzten 6 Sm volle 12 Stunden benöthigten. .Bei 
rasch aufeinander folgenden Gewitterschauern kam der Wind immer aus West ‘bis 
NW und liefs uns nicht vorankommen, zumal der mitlaufende Strom sehr schwach 
war. Eine 20 Minuten anhaltende Böe aus SE liefs uns endlich um 6 Uhr abends 
den 26, Mai den Ankerplatz auf der Rhede erreichen. Reisedauer 108 Tage von 
Cardiff, 103 Tage von 50° N-Br.' ; 
Nachdem in Singapore eine hauptsächlich aus Gambier, Sago, Sagomehl; 
Pfeffer und Kaffee bestehende‘ Ladung eingenommen worden war, verließen: ‚wir 
am 23. Juli 1895 die Rhede, um nach New York zu segeln. Bei flauer südlicher 
Mallung- erreichten wir erst am nächsten Mittage den‘. östlichen Ausgang: der 
Singapore-Straße und standen nun bei mäfsigen Südsüdwest- und Südsüdostwinden 
nach der. Borneo-Küste hinüber, welche wir am Mittage ‚des. 27, Juli. in einer 
Breite etwa 25 Sın südlicher. als die der Singapore-Strafse ansegelten. In Sicht 
der. Küste kreuzten wir südwärts, hatten aber „bis zum nächsten Mittage nichts 
gewonnen, da der Wind zu flau gewesen war und der Strom 30 Sm nach‘ Nord 
gesetzt hatte. Im folgenden: Etmale halfen. uns aus WNW ‚kommende Böen 
besseren Fortgang erzielen, ünd..auch später wurden wir durch gute Schlagbugen 
begünstigt. Wir überschritten am 29. Juli in 108,1° O-Lg die Linie .und am 30; 
war. unser Schiffsort schon ;1,1° S-Br: und: 108,4° O-Lg. In den, letzten zwei 
Tagen: hatten wir. eine Versetzung. von ‚16 bezw. 17 Sm nach. Nord: gehabt, 
Unbeständig leichte Briese aus SSW: bis. SE, bei welcher die: Strömung: mit 
Yı Knoten Geschwindigkeit. nach: NW: und NzW setzte, brachte uns am 1. August 
zum Nordeingang des Stolze-Kanals (Gaspar-Strafse). Bis 4 Uhr morgens des 
2.. August arbeiteten wir bei Süd- bis Südostwind bis zum Feuer von Ayer Langtu 
auf und’ hielten‘ dann, da bei Südostwind und. Gegenstrom ein Durchkreuzen der 
engen Passage langwierig geworden wäre, durch den Middle-Pafs, durch welchen 
wir, ohne wenden- zu‘ brauchen, gegen Mittag die Sunda-See erreichten. - Hier 
brachte uns mäfsiger Monsun aus SE bis ESE. am 3. August um 9.Uhr morgens 
in Sicht‘ von Two Brothers und nachmittags‘ um 4 Uhr nach Toppers-Insel in 
der Sunda-Strafse, Um 5 Uhr, in der Nähe von Brabands-Insel, lief der Wind 
mit einem ‚Schauer nach SSW, doch trieben wir mit der starken, gegen .den Wind 
setzenden Strömung rasch bis Anjer, wo der Wind wieder raumte, so: dafs. wir 
Kurs steuern konnten. Am Morgen desselben Tages war nach Aussage von 
Bootleuten. ein engl. Vollschiff Anjer passirt, welches 13 Tage vor uns vom 
Singapore. gesegelt war, aber den Weg durch die Banka-Straßse genommen hatte. 
Von einer‘ weiß gestrichenen -Bark, die wir in.Sicht liefen, konnte der. Name 
nicht ausgemacht werden. Bei mehr und mehr auffrischender Briese .aus SE. 
waren wir am nächsten Morgen um 4 Uhr — den 4. August — so weit gekommen, 
dafs das Feuer von Java Head aus Sicht ging. Fahrtdauer von Singapore 12 Tage, 
Bei ziemlich steifem Passat erst südwestwärts, dann nach und nach west- 
licher haltend und die Route nördlich von Rodriguez nehmend, wurden wir rasch 
vorwärts geführt, so dafs die genannte Insel schon am 15. August in Sicht kam, 
Am 18, August, in 23°-S-Br und 54° O-Lg, ging das ‚erste Nördlichholen des 
Windes vor sich, wobei. derselbe zugleich flauer. wurde; doch ging er nicht weiter 
als bis NNE. Am 21. August, in 27° S-Br und 45° Ö-Lg, wurde der Wind aus 
östlicher. Richtung für. einige Stunden fast still; dann kam’ er als. steife. Briese 
aus Süd. durch, drehte sich. allmählich.nach links und war am 25. August wieder: 
NE geworden, Aus letzterer Richtung wehte er-so stark, dafs wir vom 25. zum 
26. das: heste: Etmal ‚der Reise — 244.,Sm — machten. ‘ 
Am. 27. August, in. 34° S-Br und 27° O-Lg, erfolgte das erste Herumholen- 
des Windes: durch : Nord nach‘ West, wobei wir zugleich :eine Versetzung nach. 
SW: von .100 Sm: in -24- Stunden hatten.‘ Steife bis mäßige Briese aus: West: undi 
WSW. hielt. die: nächsten. beiden‘ Tage :an,: und wurden ‚wir hauptsächlich: durch; 
die Strömung weitergeführt, welche uns in. 48 Stunden : 109 Sm nach: WSW 1/0 Wi:
	        
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