Zur Hydrographie. der Samoa-Inseln,
nördlich auf Aleipata und von dort längs der Küste nördlich von Namua und
Fanuatapu über das Riff. ;
Zwischen dem bei Tapanga Point weit vorspringenden Riff und Nuutele
ist eine ca 600m breite freie Durchfahrt mit 25m Wasser; südlich davon liegt
ein Stein in der Peilung „Westhuk von Nuutele in Eins mit einer Palme auf der
Mitte von Fanuatapu“,
Aleipata ist ein. grofser und bevölkerter Ort, Sitz einer französischen
Mission, sowie eines schwedischen uud eines deutschen Händlers; die deutsche
Handels- und Plantagengesellschaft hat ebenfalls eine Niederlassung daselbst
und die Hauptausfuhr von Kopra. a .
2, Saluafata. Die Bake auf der Ariadnehuk wurde während des Auf-
enthaltes S. M. S. „Bussard“ .ausgebessert und frisch gemalt und das Gestrüpp,
welches um dieselbe wucherte und den Fufs verdeckte, beseitigt. Die Bake ist
jetzt wieder gut zu sehen.
— 8. Witterungsverhältnisse im Dezember. In der ersten Hälfte des
Monats war das Wetter fast durchweg gut bei verhältnifsmäfsig hohem Barometer-
stande (über 760 mm). Am 7. auf der Fahrt von Aleipata nach Apia an der
Nordküste Upolus sowie während des Liegens in Apia war stark böiges
regnerisches Wetter, und es wurde in der Fangaloa-Bucht beim ‚Vorbeidampfen
eine Wasserhose beobachtet. 2
Vom ‚23. ab fiel das Barometer bis auf 755,5 mm und erreichte auch
seinen früheren Stand. nicht wieder; zugleich mit dem Fallen des Barometers
wurden die Regenböen häufiger... Am 25. vormittags wurde ein starkes Erd-
beben beobachtet, welches auch an Bord fühlbar war. Das Schiff wurde zunächst
in andauerndes starkes Zittern versetzt, dem dann eine Reihe heftiger Stöfse
folgte. Nach Aussage von Angesessenen in Apia war es das stärkste Erübeben,
welches je beobachtet worden ist, in einem in der Nähe liegenden Dorfe ist die
steinerne Kirche eingestürzt. Am 26. mittags folgte ein. abermaliger Erdstofs,
der aber an Bord nicht beobachtet ist. Allmählich stellte sich hohe nördliche
Dünung ein und der am 28. einkommende Postdampfer von San Francisco
bekundete, dafs er schwere Nordstürme gehabt habe.
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Reise des deutschen Schiffes „Columbus“ von Cardiff nach.
Singapore und von dort nach New York..
Von Kapt. FR. STÖVER,
Am 6. Februar 1895 verliefsen wir, beladen mit 2050 Tonnen Kohlen und
23 Fuls engl. (7,0 m) tief gehend, zu einer Reise nach Singapore Penarth Dock,
nachdem wir zwei Tage aufgehalten worden waren, weil.der schon längere Zeit
steif wehende Ostwind das Wasser nicht so viel ansteigen liefs, dafs wir. auf die
Rhede kommen konnten. Der Wind holte dann während der Nacht bei fallendem
Barometer auf SSE und blieb auch während der nächsten. Tage steif bis stürmisch
aus den südlichen Strichen; da aber das. Schiff zu steif war, und auch. aus
sonstigem Grunde konnten. wir leider diesen Wind uicht zum‘ vollen ausnutzen
und passirten infolgedessen erst am 11. Februar den Parallel von 50° Nord. in
14° W-Lg. ‚In der nächsten Zeit aus .südöstlicher Richtung vorherrschender
Wind, bei verhältnifsmäfsig niedrigem Luftdruck, veranlafste mich dann zu einem
30 ‚westlichen Kurse, dafs wir nur eben im Osten der Azoren frei liefen, doch
erwies sich dies später als von Vortheil, da die westlichen Winde der Südseite
der Depression bis 20° Nord anhielten und erst in dieser Breite der Passat ‚ein:
setzte... Letzterer wehte ziemlich frisch bis 2° N-Br, worauf bis 2° S-Br,.wo wir
den Südostpassat erhielten,. leichte nördliche Mallung .herrschte, Die .Linie
achnitten wir am 8. März in 25° W-Lg nach 25tägiger Reise von .50° N-Br ab:
Eine. norwegische Bark, mit der wir bei den Kapverden Signale wechselten, war
6. Tage vor uns von Newport und eine deutsche Bark, die wir unter der Linie
ansprachen, 8. Tage. vor uns. von Liverpool. gesegelt. . Die ‚Schiffe. hatten. also
entweder zu Anfang der Reise nicht eine so günstige Gelegenheit .gehabt,. wie