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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, November 1896,
4. Auch die kleine Insel, auf welcher die Kaiserbake steht, ist als Peil-
objekt geeignet, jedoch nur bei günstiger Beleuchtung.
5. Auf dem westlichen Ufer markiren sich die einzelnen Huken gut, da
sie sämmtlich durch Steilabhänge gebildet werden.
6. Ferner ist beim Einsteuern die Insel Phaktia ein gutes Peilobjekt.
Anweisung für das Einlaufen in den Hafen. Man steuert von der
Ansegelungstonne, welche man 5 Kblg. an St. B. läfst, mit N!4O0-Kurs direkt
auf die Nordosthuk; von Westen kommend, mufßs man darauf achten, dafs diese
Huk freikommt von der südlich davon gelegenen scharf markirten Ecke. Die
Nordosthuk markirt sich gut durch den vor ihr gelayerten Felsen. Den oben
genannten Kurs steuere man, bis die Pagode 0zS peilt und dann mit N020140-
Kurs in den Hafen, Falls man nördlich der 6 m - Stelle ankern will, empfiehlt
es sich, an B. B.-Seite mit NNO%sO-Kurs von derselben zu passiren.
Anmerkung. S. M. S. „Kaiser“ lag zu Anker in den Peilungen: Pagode
S8’40, Phaktia WSW14W.
Zur Hydrographie der Samoa-Inseln,
Aus dem Reisebericht S. M. S, „Bussard“, Kommandant Kory.-Kapt. WINKLER.
(Hierzu Tafel 7.)
1. Rhede von Aleipata. S. M. S. „Bussard“ ankerte den 7. Dezember 1895
vor Aleipata in der Peilung Namua NzW 800m ab. Nach Angabe des Lootsen
Silva sollte der Ankerplatz in SO%4S von Namua liegen (siehe „Nachr. f,
Seef.“ 1895, No. 970). Das Schiff wurde auf den Ankerplatz gebracht durch
einen früheren Schonerkapitän der deutschen Handels- und Plantagengesellschaft,
welcher mit der Oertlichkeit genau bekannt ist und jetzt als Ansiedler auf der
Insel Namua lebt.
Die Ansteuerung der Rhede ist im Allgemeinen klar; eine gefährliche
Stelle, auf welcher schon ein Schoner verloren gegangen ist, ist ein Felsen,
welcher ungefähr O0zN von der Südhuk von Namua ca 800m abliegt (siehe
Skizze) und auf welchem bei Niedrigwasser etwa 4 Fuß (1,2 m) Wasser stehen.
Der Stein wurde beim Einlaufen an der darüber steil auflaufenden See erkannt,
später jedoch bei steigendem Wasser nicht mehr gesehen, Die Insel Fanuatapu
ist nach Aussage des Lootsen Laban an der Östseite frei von vorliegenden
Untiefen oder Felsen und kann auf nahe Entfernung passirt werden; S. M. 58.
„Bussard“ passirte sie auf ca 1 Sm Abstand.
Um auf den Ankerplatz zu steuern, hat man in die Mitte zwischen den
Inseln Fanuatapu und Nuutele zu halten, es kommt dann südlich von Namua ein
Haus mit Blechdach am Strande von Upolu bei Aleipata frei von der Insel, es
ist dies das südlichste von drei derartigen Häusern. Auf dieses Haus mit
mw. NWzW-Kurs zugehalten, führt auf den Ankerplatz. Kenntlich ist der
Ankerplatz auch noch durch eine Balkenboje, welche von der deutschen Handels-
und Plantagengesellschaft als Marke für ihre Kopraschoner ausgelegt ist und
welche von den Riffen 400m entfernt liegt.
Der Ankergrund ist schwerer Korallensand mit Steinen, zum Ankern
nicht günstig, die Wassertiefe 25 bis 30 m, und da die Rhede nach NO, Ost und SO
gänzlich ungeschützt ist und bei Winden aus dieser Richtung hohe Dünung
daselbst steht, so ist sie für längeres Liegen ungeeignet. S. M, 8. „Bussard“
trieb an dem Vormittag in einer Böe und mußte Kette stecken.
Vom Ankerplatz bezw. der Boje in der Richtung auf das vorerwähnte
Haus mit Blechdach (mw. NWzW) führt durch das Riff eine Passage für
kleinere Fahrzeuge und Boote (siehe Skizze). Dieselbe ist 250 m, an der
engsten Stelle jedoch nicht ganz 100 m breit bei einer Wassertiefe von 10,5 m
abnehmend bis auf 3 m. Dieselbe wird von den Kuttern der deutschen Handels-
und Plantagengesellschaft benutzt und führt auf einen guten und geschützten
Ankerplatz mit 2 bis 3m Wasser dicht vor Aleipata; Grund Sand.
Nach Angaben des Kapt. Lewis des deutschen Schoners „Aele“ führt
außerdem noch eine Passage von 3 bis 4m Wassertiefe von Tapanga Point