392 > Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, September 1896.
und Matafao sind unverkennbar. Die Karte Tit. XII, No. 162, . bietet trotz
kleineren Mafsstabes besseren Anhalt.
Die Einsegelung in den Hafen von Pango Pango bewerkstelligte sich an
der Hand der Segelanweisung ohne Schwierigkeiten. Die Richtbake war gut
sichtbar. Sowohl beim Ein- wie beim Aussegeln wurden die Untiefen Whale
Rock, Grampus Rock und Lunklu Rock gesehen.
Von der dem Hafen vorgelagerten Taema-Bank war bei der ruhigen See
nichts zu bemerken.
HN. Wind und Wetter.
Während der ganzen Zeit der Rundreise S. M. S. „Falke“ vom 17. Sep-
tember bis 2. Oktober herrschte, ungewöhnlich für die Jahreszeit, fast ausnahms-
los schönes, ruhiges und klares Wetter. In der Regel wehte am Tage ein
gleichmäfsiger Passatwind aus südöstlicher bis östlicher Richtung von Stärke 2
bis 4, nachts ein leichter Landwind von Stärke 1 bis 3. Nur am 19. September
ging bei Windstille ein heftiger Regenschauer von kurzer Dauer nieder, und
ebenso wies der 24. und 27. September einige kurze Niederschläge auf. Das
Barometer hatte während der ganzen Zeit einen hohen Stand von 765,0 mm im
Durchschnitt; die täglichen Schwankungen waren gering und regelmälsig.
III. Strom.
Sowohl an den Nord- wie an den Südküsten der Inseln machten sich nur
nordwestliche Stromversetzungen bemerkbar.
Vertonungen aus der Singapore- und Malakka-Strafse.
Nach photographischen Aufnahmen von Kapt. P. DUHME, Dampfer „Taicheong“.
1. Raffles Light. 2. Pedra Branca, 3. Kap Rachada, 4. BukitJugru, 5. One Fathom-Bank Lighthouse.
Kapt. Duhme bemerkt zu den Photographien: Sie sind mit einer Weit-
winkel-Linse (Aplanat) von Voigtländer & Sohn aufgenommen. Trotzdem ich
für wirklich gute Küstenaufnahmen eine bessere, theurere Linse für erforderlich
halte, hoffe ich doch, auch mit dieser Linse noch bessere Aufnahmen erzielen
zu können.
Um Gegenstände in weiter Entfernung gröfser zu erhalten, habe ich das
vordere Glas der Linse abgeschraubt und dann nur mit der einfachen hinteren
Linse photographirt. Hierdurch wird die Brennweite dann noch einmal so grofs,
und die Camera mufs mit einer Vorrichtung versehen sein, dafs man sie genügend
weit ausziehen kann. Die Belichtungszeit bei einfacher Linse mit weit aus-
gezogenem Balg ist etwas länger als mit doppelter Linse.
Strömungen und Winde in der Sunda-See und dem südlichen Theile
der China-See im Monat August 1892,
Nach dem meteorologischen Journal des Schiffes „Auguste“, Kapt. H. BOTHE.
Am 2. August 1892 segelte die deutsche Bark „Auguste“, Kapt. I. Bothe,
auf der Reise von Philadelphia nach Hiogo die Sunda-Strafse an. Um 11 Uhr
nachts an diesem Tage erblickte man das Feuer der „Ersten Spitze“ in mw.
NzW!/AW. Entsprechend dieser Peilung wurde die Fahrt fortgesetzt, und am
folgenden Morgen peilte der Südpik NO und Kap Sangian Sira SO, Während
der Nacht waren veränderliche Winde vorherrschend gewesen, meistens aus öst-
licher Richtung, die gegen Morgen fast bis zur Windstille abflauten. Dabei war
die Luft schauerig. Am Mittag befand sich das Schiff auf 6° 47‘ S-Br und 105°
2 O-Lg. Im folgenden Etmal wechselten Windstillen und flaue Briesen, gegen
Abend von Gewitterschauern begleitet, miteinander ab, so dafs es nicht möglich