accessibility__skip_menu__jump_to_main

Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 24 (1896)

Rundreise in der Samoa-Gruppe vom 17. September bis 2. Oktober 1895. 391 
Die von S. M. S, „Bussard“ gemeldete, SW mw. 14,5 Kabllg. von 
Lukofaua-Kirche vor dem Westriff gelegene Stelle mit hellgefärbiem Wasser 
wurde auch von S. M, S. „Falke“ beim Ein- und Auslaufen gesehen. 
Trotzdem seit mehreren Tagen sehr schönes, ruhiges Wetter gewesen war, 
stand im Hafen eine ziemlich beträchtliche Dünung, so dafs S. M. S. „Falke“ 
stark schlingerte. Für längeren Aufenthalt scheint daher der Hafen wenig geeignet, 
3. Lefauga. Die miedrige, dicht bewaldete Küstenstrecke vom Safata- 
Hafen bis zur Lefauga-Bucht läfst die letztere Bucht bildende hohe und steile 
Huk deutlich‘ hervortreten und aus weiter Entfernung sichtbar werden. Die An- 
sieuerung der Lefauga-Bucht von Osten her bietet keine Schwierigkeiten. Die 
Wassertiefe gestattet ein Herandampfen bis dicht unter die Huk. Das in der 
Bucht liegende und dahinter einen guten Bootshafen bietende Riff ist durch zwei 
Durchfahrten passirbar. Die westliche derselben ist bei jedem Wasserstande 
benutzbar, Sie wird passirt, wenn man, sich dicht unter der Huk haltend, die 
an deren innerem Fuße brandende See ganz dicht an B.B..läfst und dann auf 
den weißen Sandstrand vor dem Dorfe Sawaia zusteuert. Die östliche Durch- 
fahrt ist nur bei höherem Wasserstande passirbar und, namentlich von aufsen, 
sehr schwer aufzufinden, da sie sich nur als schmale ruhige Stelle iu den Brechern 
kenntlich macht. 
4. Mulifanua. Von den beiden die Einfahrtslinie bezeichnenden Baken 
ist die untere ungefähr auf halber Höhe des Bergabhanges stehende gut sichtlich 
und leicht auffindbar; die obere dagegen, die auf dem Rücken des Berges er- 
richtet ist und keinen Hintergrund hat, bei schlechter Beleuchtung nur schwer 
zu erkennen. ‘Das Auffinden derselben wird aber dadurch sehr erleichtert, dafs 
sich von der unteren Bake aus bis zu ihr hinauf ein schmaler, von Bäumen und 
Sträuchern entblößter gerader Streifen wie ein hellgrünes Band hinaufzieht. Um 
die obere Bake besser sichtbar zu machen, beabsichtigt der Plantagenverwalter 
von Mulifanua, dieselbe halb roth, halb weifs (vertikal) zu streichen. 
In der Bakenlinie mit mw. Sz0!/0O steuernd, ankerte S. M. S. „Falke“ in 
den Peilungen: Flaggenstange der Plantage SO*°/4S mw., kleine, westlich vor 
Manono liegende Felseninsel SWzW'/2W, auf 32m Wasser, Grund: Sand, mit 
100 m Kette. ; 
Mulifanua bietet nur eine gegen östliche Winde geschützte Rhede. Bei 
dem schönen Wetter, das während der dreitägigen Anwesenheit S. M. S, „Falke“ 
herrschte, machte sich jedoch weder Dünung noch Seegang bemerkbar, so dafs 
das Schiff mit ausgemachten Feuern wie im besten Hafen völlig ruhig liegen konnte. 
BR. Sayvaill. 
Mataatu.. Beim Ansteuern von Mataatu machte sich bei allen Peilungen 
die falsche Lage der Küste Savalis in der Karte Tit. XII, No. 162, ersichtlich. 
Das Erkennen des Hafens von Mataatu und das Einlaufen in denselben 
liefs sich nach den schon früher von mir berichteten Angaben wieder leicht und 
sicher bewerkstelligen. Nach dem Ankern wurde in einer Entfernung von 200 m 
vom Schiff eine bisher in keiner Karte angegebene Bank von ca 15m Länge, 
8 bis 10 m Breite mit nur 4m Wasser bei Niedrigwasser gefunden, Dieselbe 
liegt in den Peilungen: Weifse Kirche von Mataatu S0Oz0!20 mw., Weifses 
Haus mit Blechdach 0S0%/40, Bluff Point SWzW, ca 220m vor dem Westriff 
des Hafens. Zwischen ihr und dem Westriff ist wieder tiefes Wasser von 16m. 
Diese Untiefe verlangt ebenso wie die vor dem Ostriff gelegenen beim Einlaufen 
in den Hafen ein genaues Innehalten der Einsegelungslinie: Schwarze felsige 
m ö Strande zwischen weilser Kirche und weißem Haus mit Blechdach in 
mw. SO. 
GC. Tutuila, 
Pango Pango. Die Karte Tit. XII, -No. 163, enthält in der Dar 
stellung der Küstenlinie von der Östecke (Red Point) Tutuilas bis zum Hafen 
von Pango Pango mehrere Unrichtigkeiten, die zu Irrthümern beim Navigiren 
leicht Anlals geben können. Kin sehr gutes, nicht zu verkennendes Peilobjekt 
bietet der Sail Rock, der in obiger Karte jedoch . auch falsch liegt, und der 
Tower Rock; auch die zu beiden Seiten der Hafeneinfahrt liegenden Berge Peiva
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.