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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 24 (1896)

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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, August 1896. 
am 2. April 1895 auf der Barre des Flusses St. Matheus an der Ostküste von Brasilien, 
auf ungefähr 18° 38‘ S-Br und 39° 40’W-Lg. Trift in 17 Tagen 91 Sm nach SW*/sW. 
Eingesandt von’dem Finder durch Vermittelung des Kapt. J. G. v. Holten, 
u) Ausgesetzt von dem englischen Dampfer „Parmulla“, auf der Reise 
von Albany nach Colombo am 13, Juli 1894 auf 15° 46 S-Br und 97° 31‘ O-Lg; 
gefunden von dem Herrn Robert Sohr in Trafangana am 25. März 1895, auf 
den Klippen an der Südostküste von Madagaskar, in ungefähr 23° 27‘ S-Br und 
47° 44' O-Lg. Trift in 255 Tagen 2852 Sm nach W*/e5S. 
v) Ausgesetzt von dem englischen Dampfer „Gulf of Birma“ am 16. Oktober 
1894 auf 15°0‘S-Br und 80° 52 O-Lg; gefunden von einem KEingeborenen am 
15. Juni 1895 bei Maharelona an der Südostküste von Madagaskar auf 22° 58’ S-Br 
und 47° 57 O-Lg. Trift in 242 Tagen 2481 Sm nach Wz8. 
Die beiden letzten Flaschenpostzettel sind im Auftrage des „Chief Weather 
Bureaus“ in Brisbane, Queensland, abgeschickt und von dem Herrn Sohr, dem 
Finder des ersteren, abschriftlich der Seewarte übermittelt worden. 
w) Ausgesetzt von dem Dampfer „Bundesrath“, Kapt. C. Willems, auf 
der Reise von Tanga nach Aden am 7. Juni 1895 auf 4° 42‘ S-Br und 39° 36‘ O-Leg, 
nicht mit Sand beschwert; gefunden von Thomas Felix aus Lamu am 29. Juli 1895 
in der Mündung des Tanaflusses, auf 2° 40‘ S-Br und 40° 16’0-Lg am Strande liegend. 
Trift 110 Sm nach NNO und 20 Sm nach Nord; zusammen 130 Sm in 52 Tagen. 
Eingesandt von dem Finder. ; 
x) AÄusgesetzt von dem Dampfer „Gerda“, Kapt. J. Ehlers, auf der Reise 
von Singapore nach Luez am 14. Mai 1894 auf 5° 18‘ N-Br und 80° 48' O-Leg, 
nicht mit Sand beschwert; gefunden von Maung-Maung am 27. August 1895 
an der Küste von Birma, auf 11° 25‘ N-Br und 98° 45‘ O-Lg, im Wasser treibend. 
Trift in 470 Tagen 1130 Sm nach ONO’/A40. 
Eingesandt vom Ksrl. Konsulat in Rangun. 
y) Ausgesetzt‘ von der Bark „Pallas“, Kapt. Chr. Kückens, auf der Reise 
von Salina Cruz nach Falmouth am 17. Mai 1894 auf 11° 30‘ S-Br und 116° 30‘ W-Lg; 
gefunden von einem Eingeborenen am ‘14. August 1895 am Strande der Insel 
Rairoa (Paumotu-Archipel) auf ungefähr 15° 5‘ S-Br und 147° 30‘ W-Lg. Trift in 
454 Tagen 1825 Sm nach W'/8. 
Eingesandt vom Ksrl. deutschen Konsulat in Papeite, Tahiti. 
z) Ausgesetzt von dem Schoner „Flink“, Kapt. H. Reuter, auf der Reise 
von Majeru nach Maloelab (Marschall-Inseln) am 15. Januar 1895 auf 8° 14’ N-Br 
und 171° 1‘ O-Lg, nicht mit Sand beschwert; gefunden von einem Eingeborenen 
am 2. Februar 1895 an der Südspitze der Insel Arno auf 6° 56’N-Br und 
171° 43‘ O-Lg, am Strande liegend. Trift in 18 Tagen 88 Sm nach SS01/0. 
Eingesandt von dem Herrn C. Hahn in Arno durch Vermittelung des 
Kapt. Reuter. 
Notizen. 
i. Ueber Böen im Indischen Ocean zur Zeit des Süd westmonsuns 
spricht Kapt. J. Gahde vom Hamburger Vollschiffe „Arethusa“, . das sich am 
19. Juni 1895 bei 3° N-Br und 92° O-Lg befand, sich in folgender Weise aus: 
„Bei trübem, unbeständigem Wetter und während es im Süden sehr stark blitzte, 
urde das Schiff abends von einer heftigen Böe aus WNW überfallen. Sie 
kündigte sich nur an durch eine schmale Nimbuswolke, die langsam aus WNW 
heraufgezogen kam, und unter. der man die klare Luft und Sterne durchscheinen 
sah. Die Wolken machten ganz den Eindruck einer bei Windstille gewöhnlichen 
Regenschauerwolke. Bei ihrem Ueberziehen erhielten wir zuerst einen Puff 
aus WNW in Stärke 3 bis 4, worauf ich dachte, es würde gleich darauf still 
werden. Kaum war aber die Wolke, aus der einige Regentropfen fielen, über 
uns hinweggezogen, so fiel der Wind plötzlich in Stärke 5 bis 9 aus NW ein. 
Wir mufsten die Bramfallen laufen lassen und verloren infolgedessen das Grofs- 
und das Vorbramsegel. Der Windstofs hielt in voller Sturmesstärke eine Viertel- 
stunde an, dann mäßigte er sich, doch wehte noch harter Westwind bis gegen 
11!/a Uhr: nachts. 
Nach dem Aussehen des Himmels scheint man im Südwestmonsun die zu 
erwartende Windstärke -einer Böe nie ermessen zu können. Aus ganz harmlos
	        
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