von Horn: Ueber die Form und den Ursprung der Gezeitenwellen.
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deshalb stellt 2 die Veränderung in der Fortpflanzungsgeschwindigkeit der
Gezeitenwelle ohne Einfluß einer interferirenden Welle dar,
‚Die allgemeine Formel; nach welcher xy, von x und x, abhängt, lautete:
(en = Hsin x +4 H, sin x,
8% " Hoeosx + Hy cos x,”
Um: von der Veränderung in Fortpflanzungsgeschwindigkeit ein Beispiel
zu geben, kann diese Formel vereinfacht werden, indem man H, = un H und x = 0
setzt. Dann ist ‘
(DL n sin x, Vi
8 X 1 + n cos x,
Für verschiedene Werthe von.n und x, hat xp die folgenden Werthe:
Werthe von xa für
nn
n= 1
40
30
13 5
1500
0°
1
; 27°
ats | ©
SE ) 24°
E „cs
— 20 :
— AM " .
15° z ;
na g Ss
| = 76° 90°
— 45°
22°
n=2
ne
30°
339
500
Mies
En ofler
S ; — 90
; Ze
Zee
30°
So kanu also, wenn zwischen zwei in kurzem Abstande voneinander
belegenen Punkten eine wesentliche interferirende Welle auftritt, eine grofse
Veränderung in der Fortpflanzungsgeschwindigkeit der Gezeitenwelle entstehen,
welche Veränderung in obigem Bespiel, da x==O gesetzt war, durch m dar-
gestellt wird. Diese Veränderung ist: bei den verschiedenen Wellentypen
M, S etc. bei ein und demselben Phasenunterschied und gleichem Verhältnifs
von n somit eine Funktion von der Aenderung des Arguments in der Zeiteinheit i
jeder dieser Wellen. .
Setzen wir nun den Fall, dafs eine Welle von P nach Q läuft und auf
beiden Punkten mit einer anderen interferirt, welche eine Amplitude — n mal die
der ersten hat. Setzen wir ferner die Verspätung der ersten Welle in P=O
und in Q= x, wenn keine Interferenz vorhanden wäre, und die der zweiten
Welle, wenn sie nicht durch die erste beeinflufßst wird, in P=x, und in Q= x,
+ 4x,, dann wird 4x= 4x, = AYVgD sein, im Falle beide Wellensysteme
auf dieselbe Weise den Weg zwischen P und Q zurücklegen, oder wenn der
durchlaufene Abstand und die Richtung ihrer Fortpflanzung dieselben sind, Die
Fortpflanzungsgeschwindigkeit der ersten Welle war dann proportional mit Ax,
Durch Interferenz wird die Verspätung der ersten Welle in P = x,, so dafs
n sin X,
18 Xp = 1-Encosx,"
4)
In Q wird ihre Verspätung x, So daß
«A E sin 4x + n sin (#, + 4x)
cos dx + nu cos (x, + 4x,)
Da 4x und Ax, klein, so wird
ta. = 2 + nsin%x, + ndk, COS X;
1 +4 nCcOos%, — unsin%, dx,
Hätte die Interferenz keinen Einfluß auf die Fortpflanzungsgeschwindigkeit
gehabt, dann müfste
BL m
„A