Bemerkungen über südjapanische Häfen,
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wenig Schutz. Während des Taifuns im Juli 1895 geriethen in Kushinotsu fünf
fremde Dampfer auf Grund. Das Leuchtfeuer ist 8 Sm weit sichtbar.
Nach Kushinotsu bestimmte Schiffe laufen meist erst Nagasaki an, um
dort einen Lootsen zu nehmen.
Wegen der unregelmäfsigen Strömungen am Kap Nomo im Süden von
Nagasaki und wegen der unregelmäfsigen Wirbelströme in der Strafßse von
Hayasaki, zwischen der Insel Amakusa und der Halbinsel Shimabara, ist fremden
Kapitänen anzurathen, nicht ohne Lootsen die Häfen von Missumi und Kushinotsu
anzulaufen,
4. Karatsı.
Dieser Hafen wird nur selten von fremden Handelsschiffen. besucht, weil
die dort verschifften Kohlen minderwerthig sind.
Bericht über die neunzehnte auf der Deutschen Seewarte im
Winter 1895—96 abgehaltene Konkurrenz-Prüfung von
Marine-Chronometern.
An der in Gemäfsheit der von dem Herrn Chef der Kaiserlichen Admi-
ralität unter dem 2. Dezember 1875 erlassenen Instruktion für die Deutsche
Seewarte innerhalb der Tage vom 15. November 1895 bis 23. April 1896 in der
der Leitung der Hamburger Sternwarte unterstellten Abtheilung IV der See-
warte veranstalteten neunzehnten Konkurrenz-Prüfung von‘ Marine-Chronometern
hatten sich nachstehende Fabrikanten durch Einlieferung von denselben ange-
fertigter Instrumente betheiligt:
Fabrikant
W. Bröcking
Hermann Diedrich
W. G. Ehrlich '
A. Kittel ©
A. Lange & Söhne .
U. F. P. Sackmann & Sohn
F, Schlesicky
Wohnort Zahl der Chronöometer
Hamburg
Geestemünde
Bremerhaven
Altona
Glashütte
Altona
Frankfurt a./M. I _
Im Ganzen 32 Chronometer.
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Bei den Uhren waren alle in dem Konkurrenz-Ausschreiben vom August v. J.
enthaltenen Bedingungen bezüglich der Konstruktions-Angaben und Zeichnungen,
des letzten Reinigungstermins etc, erfüllt, und . aufserdem hatten sämmtliche
Herren Fabrikanten eine schriftliche Erklärung über die Anfertigung dieser In-
strumente in der eigenen Werkstatt und selbständige Durchführung der Haupt-
theile, Unruhe, Spirale und Hemmung, wie Ausführung der Reglage abgegeben.
Die Chronometer wurden während der Untersuchungszeit jeden zweiten
Tag um 10 Uhr durch den Abtheilungs-Assistenten, Herrn Dr. C. Stechert,
mit den Normaluhren der Sternwarte. auf chronographischem-. Wege, unter
Benutzung der zu diesem Zwecke eigens hergerichteten telegraphischen Ver-
bindung zwischen beiden Anstalten, verglichen; außerdem wurde an jedem
Dekadentage zwischen 10 und 11 Uhr vormittags eine zweite Vergleichung zur
Herstellung einer unabhängigen Kontrole mit Hülfe des Chronographen der
Sternwarte ausgeführt. Die zur Ermittelung des Standes der Normaluhren noth-
wendigen Zeitbestimmungen wurden von Herrn Dr. Stechert an den Meridian-
Instrumenten der Sternwarte angestellt. ;
Das Verfahren, bei: der Prüfung, insbesondere die Anordnung der Tem-
peratur-Intervalle, war analog dem bei den früher auf der Abtheilung IV ab-
gehaltenen Konkurrenz-Prüfungen beobachteten; doch wurden, in Gemälsheit der
von Seiner Exeellenz dem‘ Herrn Chef der Kaiserlichen Admiralität bestätigten