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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 24 (1896)

Stat. 
Bork. ! 
Wilh, ı 
Keit. | 
Ham, 
Kiel 
Wus, | 
Swi. 
Rüg. | 4 
Neuf, | 4 
Menm. | 5 
Die. Witterung an der deutschen Küste im Juni 1896. 
335 
Mittel. 
Windstärke 
(Beaufort) 
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Windrichtung, Zahl der Beobachtungen (je 3 am Tage) 
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2,4| 3,0 11,9 
Vgl. die Erläuterungen bei der Januartabelle, 
Bei etwas zu niedrigem mittleren Barometerstand war der Juni im Monats- 
durchschnitt um 2° bis 3° zu warm, und entsprechend war die Bewölkung auch 
vorwiegend zu niedrig, zumal an der östlichen Ostsee, wo sie theilweise ungewöhnlich 
niedrig ausfiel; die Windgeschwindigkeit blieb an der westlichen Nordsee erheblich 
gegen die Normale zurück, um geringere Beträge auf den östlicher gelegenen 
Stationen, überschritt jedoch das vieljährige Mittel um Weniges in Swinemünde. 
Infolge der zahlreichen Gewitter waren die Niederschläge im Juni sehr ungleich 
auf die Küste vertheilt, und entsprechend zeigen die Abweichungen von den 
Mittelwerthen ganz verschiedene Beträge; an der Nordsee hatte Tönning 31 mm, 
Wangeroog 37 mm, Helgoland 47 mm, daneben Brake 108 mm, Hamburg 106 mm 
und Bremerhaven‘ 98 mm, und ähnliche Gegensätze traten an der westlichen 
Ostsee auf; die geringsten Monatssummen des Niederschlages hatte die östliche 
Ostsee, zumal Hela mit 10 und Rixhöft mit 7 mm. ; 
Auf heitere Tage mit steigender Temperatur folgten vom 4.. bis 10. 
(äufsersten Osten bis 11.) ausgebreitete Gewitter mit Regenfällen, Dann trat 
wieder trockenes, an der Östsee zunächst am 11. und 12. nebeliges und dann 
heiteres, an der ganzen Küste am 14. bis 16. und im Osten noch am 17. heiteres 
Wetter ein; die Temperaturen stiegen in diesen letzten Tagen sehr hoch, und 
es folgten wieder ausgebreitete, meist ergiebige Gewitterregen am 17. und 18. 
Während dieser ganzen Zeit lagen die Morgentemperaturen vom 2. ab und noch 
bis zum 21. fast durchweg über den normalen. An diesem Tage trat eine 
Aenderung der ‚Witterung ein, die schon einige Tage sinkenden Morgen- 
tem peraturen fielen unter die Normale und blieben darunter bis Monatsschlufs. 
Die letzte Dekade brachte in ihren ersten und ihren letzten Tagen am 21. bis 
23. und 29. bis 30. unruhige, stellenweise stürmische Witterung und Regenfälle, 
zumal am 21., 22. und 28, bis 30., meist ohne Gewittererscheinungen, getrennt 
durch vorwiegend trockene, an der Ostsee stellenweise heitere Witterung in den 
Tagen vom 24. bis 27. 
Wie die Tabelle zeigt, war die Veränderlichkeit der Temperatur von Tag 
zu. Tag‘ im Juni an der Nordsee gröfser als an der Ostsee. Die Morgen- 
temperaturen stiegen zunächst bis zum 3. oder 4. gleichmäfsig an, dann erfolgte 
an der Nordsee ein starker Rückgang bis zum 7. oder 8., während diese Tage 
an der Ostsee meist nur wenig Aenderung brachten. Auf durchweg wärmere 
Morgen am 9. und 10. folgten einige kältere zu Anfang der zweiten Dekade und 
sodann in den Tagen vom 15. bis 18. die höchsten Morgentemperaturen, welche 
weiterhin bis zum 22, schnell abfielen und seit diesem Tage, im Allgemeinen nur 
geringe Aenderungen aufweisend, unter der Normale blieben, nachdem sie, wie 
hervorgehoben wurde, vom 2. bis. 21. fast durchweg über den Mittelwerthen 
gelegen hatten. , 
Die Niederschläge fielen. im Juni meist in den Tagen vom 4. bis 8., 17. 
und 18., 21., 22. (theilweise auch 23. und 24.) und 28. bis 30., in den beiden 
erstgenannten Fällen fast allgemein von vielfach sehr starken und andauernden 
Gewittern begleitet, während am 21: und 22. nur an der Ostsee stellenweise und
	        
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