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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 24 (1896)

Notizen. 
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etwa 3 Minuten: verschwand dieselbe hinter einer Wolkenbank. Bei frischem 
Passatwinde und stark bewölktem. Himmel war das Wetter schön.“ 
2, Zodiakallicht. Kapt. A. Scheepsma vom Schiffe „Adolf“ sah am 
10. Januar 1893 zwischen 7 und 8 Uhr abends auf 13,6° N-Br und 131,7° O-Lg 
gine auffällig hell leuchtende Stelle am Himmel in der Peilung: WzS bis WSW, 
welche nach seiner Aussage wohl nichts mehr mit der Dämmerung gemein haben 
konnte und daher wohl ein Zodiakallicht gewesen sein wird. . 
8, Verwendung von Meerwasser zum Waschen der photo- 
graphischen Negative. Auf Seereisen, wo man mit Sülswasser sparsam um- 
gehen mufs, kann zum Auswaschen des Fixirnatrons sehr wohl Seewasser benutzt 
werden. In Letzterem ist das Fixirnatron ebenso löslich wie in gewöhnlichem 
Wasser. Nur muß man, um den Salzgehalt des Meerwassers zu entfernen, nach 
beendigtem Waschen mit Süfswasser nachspülen. Bei ruhiger See und nicht zu 
achneller Vorwärtsbewegung des Schiffes kann man den Plattenträger mit den 
Platten an einem Seile hinter dem’ fahrenden Schiffe nachschleifen lassen, 
° („Kunst für Alle“, 15. Februar 1896.) 
4. Zum tropischen Regen. Herr Wiesner hat vom November 1893 
bis Februar 1894 in Buitenzorg auf Java u. A, die mechanische Wirkung der 
heftigen Tropenregen auf die Pflanze untersucht und dabei Folgendes gefunden, 
Die gröfsten während einer Sekunde gefallenen. Regenhöhen waren‘ nach zwei 
verschiedenen Methoden in zwei sehr schweren Regenfällen 0,03 und 0,04 mm. 
Die letzte Zahl giebt (extrapolirt) in einer Stunde 146 mm,*) .in einem Tage 
3500 mm als Regenhöhe, während die Jährliche Regenhöhe von Buitenzorg (15 J.) 
1464 mm ist. . Das Gewicht des gröfsten Wassertropfens, den es überhaupt her- 
zustellen gelingt, ist 0,26 g; fällt aber ein Tropfen aus einer gröfseren Höhe als 
Äm, so geht das Gewicht im äufsersten Falle nicht über 0,2 g hinaus. Als 
äufßerstes Gewicht für die allerschwersten Regentropfen des heftigsten Tropen- 
regens wurde 0,16.g gefunden; bei schwerem Regen und grofsen Tropfen beträgt 
es meist 0,06 bis 0,08 g. Es wurden ferner. Tropfen von 0,01 g Gewicht ete. 
bis 0,26 g Gewicht aus Höhen von 5'/2 bis 22'/s m fallen gelassen, Dabei zeigte 
es sich, dafs innerhalb dieser Grenzen Tropfen jeden Gewichtes aus jeder Höhe 
mit. annähernd gleicher Geschwindigkeit von etwas mehr als 7m die Sekunde 
unten ankommen, dafs die Beschleunigung bei fallenden Tropfen also durch den 
Luftwiderstand schon innerhalb 20m nahezu aufgehoben ist. Für die lebendige 
Kraft der schwersten Regentropfen wird mit diesen Gröfsen eine so kleine Zahl 
gefunden (0,0005 Kilogrammmeter), dafs Blätter durch einen so schwachen Stoß 
nie beschädigt werden können. . en 
(Aus den Wiener Sitzungsber. Akad. d. Wiss., Bd. CIV, Abth. I, Dez. 1895.) 
5. Tuban, an der Nordküste von. Java, westlich der Madura-Strafse, ist 
nach den Aufzeichnungen des Kapt. Hashagen vom Schiffe „Gustav & Oscar“ 
ein kleiner, unbedeutender Platz und für ein Schiff zur Zeit des Nordwestmonsuns, 
gegen welchen die Bai völlig ungeschützt ist, nicht zu empfehlen. Während der 
Anwesenheit des „Gustav & Oscar“ daselbst, vom 14. Dezember 1892 bis zum 
12. Januar 1893, mulste an 10 Tagen wegen des starken, von häufigen Gewitter- 
böen begleiteten Nordwestwindes, der in der Bai eine hohe See und am Strande 
eine solche Brandung verursachte, dafs jede Verbindung mit dem Lande völlig 
abgeschnitten war, das Löschen der Ladung unterbleiben. Auf dem Ankerplatze 
befindet sich eine Wassertiefe von 8,7 m (4%, Faden), und der Strom setzt mit 
einer Geschwindigkeit von durchschnittlich %/4 Knoten stets nach 0SO. Zur 
Springzeit ist derselbe etwas stärker. In Tuban ist während ‘des Nordwest- 
monsuns kein Ballast zu bekommen. a 
6. Ueber die Schiffahrt: in der Mündung des La Plata’ bemerkt 
Kapt. G. Höckelmann vom Schiffe „Antigone“: „Am 30. Mai 1892 sichteten 
fg 
4) Nach der. „Meteorol, Zeitschr.“ 1886, 218, fielen im Gelben Meere in einer Stunde 79 mm; 
nach ]890,.285, in Süd-Japan in einer Stunde 1%1 mm; nach „Ciel et Terre“ 1895, 171, in Uccle, 
Belgien; 66 mm in 35 Minuten (113 mm in einer Stunde). «In Deutschland betrug nach Hellmann 
die gröfste gemessene stündliche Regenmenge 75 mm,
	        
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