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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Juli 1896,
19. Bark „Oscar“, Kapt. Chr, Le Moult (J. 3113), hatte vom 12. bis
17. Mai 1888 in 48° S-Br, 145° bis 123° W-Lg fortwährend äufserst schwere
Hagelböen. Am 13/5 „gewaltige Hagelböen, Hagel keine Körner mehr, sondern
ganze Eisstücke von Bohnengröfse, die selbst durch den Oelhut (Südwester)
schwer zu fühlen“. Am 14/5 um 6*a orkanartige Gewitterböes von WNW.
15/5. „Der Hagel erreicht abermals die Größe von weilsen Bohnen, förmliche
Eisstücke. Hagel immer gröfer, die Eisstücke schmerzen gewaltig, wo sie auf
Kopf und Hand fallen.“ 17/5. „Es liegt !/z Fufßs Hagel auf dem Kajütsdeck.“
Temp. 2° bis 8°,
20. Bark „Jessonda‘“, Kapt. Oesselmann (J. 3141), bekam am 26/2 1889
in 47,1° N-Br, 22,0° W-Lg eine schwere Böe, in der die Fock zerrifs. Hagel-
körner wie eine Erbse grofs. Temp. um 4"p 10,1°.
21. Bark „Pallas“, Kapt. R. Mehring (J. 3361), hatte am 24/7 1889 in
37,6° S-Br, 54,9° W-Lg von 7"p ab ein Gewitter, „als wenn die Welt untergehen
soll. Ganze Garben Blitze fallen herunter mit fortwährendem Donnern. Die
Vögel (Pinguine etc.) schreien vor Angst. Um 11" qrh von SW, Stärke 9.
Hagelkörner wie Taubeneier grofß. Die Gewitter ziehen alle von WNW heran‘.
Temp. um 8 p 10,6°, um 12" p 9,5°.
22. Vollschiff „Kepler“, Kapt. H. Haase (J. 3370), hatte um Mitternacht
vom 17. bis 18/6 1889 in 42,4° S-Br, 76,0° O-Lg bei schwachem veränderlichen
Winde Hagel von Taubeneigröfse. Temp. 11,2°.
23. Bark „Titania“, Kapt. Schierloh (J. 3429), hatte am 12/10 1889
abends in 41,8° S-Br, 87° O-Lx Hagel wie grofse Erbsen grofs. Temp. 5,2°.
24. Vollschiff „Drehna“, Kapt. J. Haesloop (J. 3470), hatte am 23/5 1890
um 2hp in 31,8° S-Br, 30,2° O-Lg eine Gewitterböe mit Hagel von der Gröfe
weißer Bohnen. Einige Stunden früher waren zwei Wasserhosen zu sehen
gewesen. Temp. um 4*p 17,0°.
25. Bark „Banco Mobiliario“, Kapt. H. Warmuth (J. 3568), hatte am
29/6 1890 in 40,5° S-Br, 21,0° O-Lg von 8'/2" bis 9'/®a eine Gewitterböe von
WNW, Stärke 8, mit dichtem Hagel von der Größe einer grofsen Haselnufs.
Temp. um 12h3a 17,8°.
26. Schiff „Magdalene“, Kapt. C. Meyer (J. 3646), hatte am 25/2 1891
um 1*p in 44,1° N-Br, 27,3° W-Lg eine Böe von Stärke 9, etwa 10 Minuten
lang, mit sehr diekem Hagel, Körner wie Pferdebohnen. Temp. um 12a 8,8°,
um 1°p 7,0°,
27. Vollschiff „Aldebaran“, Kapt. Ch. Bruns (J. 3664), hatte am 16/2 1891
in 42,0° S-Br, 57,1° W-Lg um 4*p heftige Gewitterschauer mit Hagel wie kleine
Vogeleier grofßs, begleitet von Donner und Blitz, Der Kapitän erinnert sich
nicht, solch grofse Hagelkörner je gesehen zu haben. Temp. um 4"p 16,8°.
28. Schiff „J. C. Julius“, Kapt. Ch. Christensen (J. 3681), bekam am
21/7 1891 in 55,6° S-Br, 66,3° W-Lg beim Beginne eines orkanartigen‘ Sturmes
ım 6"15"p in einer fürchterlichen Böe Hagel „so grofs wie Fingerspitzen“ in
großer Menge auf Deck; dabei zwei Blitze und Donnerschläge, Temp. um 4" p
5,9°, um 8 p 6,0°.
29. Schiff „Anna“, Kapt. C. Diercks (J. 3742), hatte am 16/10 1891 in
28,1° S-Br, 46,1° O-Lg von 1l*a bis 1!" p anhaltende heftige Böe mit Regen
und dickem Hagel. "Temp. 18,6°.
30. Schiff „Gustav & Oscar“, Kapt. L. Müller (J. 4034), machte im
Oktober 1892 unter der Südküste von Afrika eine schwere Gewitterböe durch,
lie der Kapitän folgendermaßen beschreibt (ohne Datum, dieser Theil des Journals
ist auf der Reise verunglückt): „Während des Vormittags hatten wir steife
Briese aus ENE; der Himmel war in dieser Richtung leicht bewölkt, doch zeigte
sich im Westen eine langsam aufkommende dicke schwarze Wand, das Barometer
Gel rasch von 772,8 mm auf 761,0 mm, die im Westen lagernde Bank wurde
drohend und stieg schnell mit gefährlichem Blitzen; dabei hielt sich der an-
‚ängliche Wind stetig. Sämmtliche Segel bis auf Vor- und Grofsuntermarssegel
liefs ich schnell festmachen. Es war die höchste Zeit. KEin donnerartiges
Geräusch wurde vernehmbar, es wurde still, dann wälzte sich von Westen her
aufgewühltes Wasser, vom Winde getrieben, auf das Schiff, und warf der plötzlich
mit Orkanstärke einbrechende Wind das Schiff auf die Seite. Das donnerartige
Geräusch rührte vom niederprasselnden Hagel her, dessen Körner die Gröfse