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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 24 (1896)

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Annalen der Hydrographie und. Maritimen Meteorologie, Juli 1896. 
Die Bahn ist hiernach durch den Bogen 26° N-Br, 129° O-Ly, Nagasaki, 
Mitte der Halbinsel Noto, Kinkasan vor der Sendai-Bai (Ostküste) in 38,3 N-Br, 
141,5 O-Lg bestimmt. Von Nagasaki bis Sakai, gegenüber den Oki-Inseln schmiegt 
sich die Bahn dicht an die Westküste an. 
Die mittlere Geschwindigkeit betrug 21 Sm die Stunde ohne grofse 
Schwankungen bei den Hauptinseln; am ersten Punkte war die Mitte etwa am 
23. Juli 6° p, am letzten am 25. um 6" p; die Länge der Bahn, soweit sie sich 
verfolgen läfst, beträgt rund 1100 Sm. 
Bei Nagasaki und Fukuoka lässt sich aus den vierstündigen Be- 
obachtungen nicht ersehen, ob der Wind rechts oder links herum ging, sie lagen 
also sehr nahe bei der Bahn. 
Der niedrigste Barometerstand mit 722,4 mm wurde in Nagasaki 
beobachtet um 2* p. 
Die Gradienten für dieselbe Zeit oder die barometrischen Unterschiede 
auf je 60 Sm waren von Nagasaki an gerechnet bis: 
Kagoshima . . 18,21) mm Richtung SSE 
Miyasaki . .. 16,5 » SE 
Dita... 0... 183 »„ E 
Akamagaseki. . 114 , » NE 
Itsugahara . . 14,7 = NNW 
Der kleinste Gradient gab also ziemlich genau die Richtung an, Nagasaki— 
Akamagaseki, in der sich der Taifun bewegte; steilere Gradienten lagen rechts 
und links von der Bahn, die steilsten rechts hinter der Mitte, wie gewöhnlich, 
Die längste Dauer hatte der Sturm (10 m p. S. und darüber an den 
japanischen Stationen) in Naha mit 44 Stunden; der stetige Fall des Barometers 
begann dort am 18., 5 Tage vor dem Minimum. 
Die vierstündigen Luftdruckunterschiede beim Minimum geben 
folgendes Bild: 
Naha — 5,3, + 86 Kagoshima — 6,4, + 48 Nagasaki — 18,8, + 26,7 
Saseho — 19,5, + 20,5 Saga —18,3, +12,6 Fukuoka — 15,4, + 65 
Akamagaseki — 5,0, + 12,5, 
Die letzten fünf Stationen in grofser Nähe der Bahn weisen die stärksten 
Unterschiede auf. 
Ein Barometerstand von 722 mm ist in Nagasaki überhaupt ungewöhnlich, 
besonders so früh im Jahre. 
Die höchsten an Land beobachteten Windgeschwindigkeiten waren: 
Naha 32 m p. S., Hamada 31 m p. S.; die meisten japanischen Stationen liegen zu 
zeschützt, um die richtige Geschwindigkeit anzugeben. 
Die Entfernung der „Hertha“ von der Bahn betrug etwa 120 Sm. 
Die für den ersten Punkt der Bahn angegebene Länge wurde so bestimmt: 
Als mittlere Geschwindigkeit wurden 21 Sm gefunden. Aus den Beobachtungen 
in Naha, Fall vom 18. bis 23. und anderen ähnlichen Bahnen wurde geschlossen, 
dafs die Geschwindigkeit hier weniger als das Mittel, etwa 15 Sm die Stunde 
vetrug. Die Tabelle giebt als gröfste stündliche Windänderung 423], die Baln 
ging also im Osten vorbei, Winddrehung links herum, und die schnellste 
Aenderung betrug in einer Stunde einen Strich. In der Koppeltafel findet man 
unter einem Strich, kleinste Seite 15 Sm, als längste 77 Sm, die in 26° Breite 
36‘ Längenunterschied geben, Da Naha in 127,7 O-Lg liegt, ging die Bahn etwa 
durch 127,7 + 1,4 oder rund 129° O-Lg, wie oben angegeben. Angenommen ist 
bei dieser rohen Rechnung, die aber doch noch besser ist als eine Schätzung, dafs 
die Peilung des Centrums bei der höchsten Windstärke ziemlich gleich blieb, 
d.h. bei einer mittleren stündlichen Windänderung von einem Strich sich auch die 
Richtung von Naha zum Centrum ungefähr um ebenso viel änderte. In der Breite 
von 26° N und bei gut ausgebildeten Taifunen giebt diese Annahme einen leidlichen 
Anhalt für die Entfernung von der Bahn. 
4) 61/2 Wochen später, am 7. September 1895, 6b p, betrug der Gradient zwischen Kagoshima 
“718,0 mm) und Miyasaki (738,5 mm) 25,6 mm.
	        
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